Almuñécar– historisches Kleinod an der Costa Tropical

Der kleine Ort in der Provinz Granada liegt 70 Kilometer von Málaga entfernt und ist eine Abwechslung zur westlichen Costa del Sol.

Almuñecar an der Costa Tropical
Almuñécar hat eine lange Geschichte. Die ersten gefundenen Überreste von San Miguel deuten auf die Existenz einer Burg aus römischer Zeit hin. Foto: Ayuntamiento Almuñécar.

Die Costa Tropical ist immer einen Ausflug wert

Die Gemeinde Almuñécar an der Costa Tropical gehört zur Provinz Granada, liegt aber unmittelbar am Anschluss an den Ostrand der Provinz Málaga und eine schöne Abwechslung zur westlichen Küste. Der einst Sexi genannte Ort ist phönizischen Ursprungs und einer der ältesten Orte des Mittelmeers. Er verbindet ein reichhaltiges archäologisches Erbe mit schönen Stränden. Viele internationale Residenten haben hier ihre Heimat gefunden, darunter auch Deutschlands erste Weltumseglerin Beate Kammler.

Das kleine Zentrum des Dorfes mit den vielen verwinkelten Gässchen und den kleinen weißen Häusern lässt deutlich werden, dass wir uns in Andalusien mit seiner vielfältigen Geschichte befinden. Dazu kommen Bars, Geschäfte und Restaurants, die sich rund um die vielen kleinen Plätze gruppieren.

Almuñecar verfügt über ein römisches Aquädukt, die Burg San Miguel, und die Überreste einer phönizischen Fischpökelfabrik im Parque del Majuelo, der außerdem mehr als 180 Pflanzen aus den verschiedensten Regionen der Erde beherbergt. Im Sommer finden hier auch Open-Air-Konzerte statt.

Besondes imposant ist das Castillo de San Miguel, der höchste Punkt in Almuñécar, der sich über dem Parque del Majuelo erhebt. San Miguel hat eine lange Geschichte. Die ersten gefundenen Überreste deuten auf die Existenz einer Burg aus römischer Zeit hin. Später wurde sie von den Arabern zu einer Festungsanlage erweitert.

Sie erlangte während der Zeit des Al-Andalus große Bedeutung. Die Festung diente nicht nur als Rückzugsort für die Sultane von Granada, sondern war auch berühmt für ihr Gefängnis, in dem einige entthronte Sultane, in Ungnade gefallene Minister oder Militärchefs eingekerkert wurden.

Nach der Rückeroberung von den Mauren im Jahr 1489 wird die Burg eine christliche Festung und erhält den heutigen Namen San Miguel. Es werden eine Reihe von Restaurierungen und Umbauten durchgeführt, wobei die wichtigsten in dem Bau des Grabens und der Zugbrücke sowie der Eingangsfassade mit vier runden Türmen besteht.

Im Jahr 1808 war die Festung in den Händen der Franzosen und wurde von der englischen Flotte bombardiert, so dass sie sich in einem ruinösen Zustand befand. 1834 wurde sie bis Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zum Friedhof der Stadt. Die Burg ist seit 1949 ein geschütztes Baudenkmal und kann während des ganzen Jahres besucht werden.

Der Botanisch-Ornithologische Park Loro Sexi und der Palacio de la Najarra, in dem das Tourismusbüro untergebracht ist, sind nur einige der vielen weiteren Sehenswürdigkeiten, die Almuñécar bietet. Am besten lädt man sich einen Stadtplan in deutscher Sprache von der Seite des Tourismusamtes herunter und erkundet die Stadt zu Fuß.

Almuñécar ist ideal für Wassersportler

In der Nähe von Almuñécar befindet sich auch das Naturschutzgebiet der Klippen von Maro-Cerro Gordo, welches neben einer grandiosen Naturlandschaft verschiedene Wanderwege bietet. Und natürlich sind Almuñécar und sein Vorort La Herradura auch für Wassersportler interessant. Entlang einer 19 Kilometer langen Küste bietet die Gemeinde Strände für jeden Geschmack und jedes Publikum.

Zahlreiche kleine Buchten und unberührte Strände mit kristallklarem Wasser laden an der Costa Tropical zum Schwimmen, Tauchen, Windsurfen und Kanufahren ein. Der kleine Hafen Marina del Este in Ortsteil La Herradura gehört zum Gemeindegebiet Almuñécar und wird von Wassersportlern ganzjährig genutzt.

Marina del Este in La Herradura in Almuñecar
Der kleine Hafen Marina del Este.
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