FC Málaga verpflichtet Joaquín Muñoz und schreibt 18 Profis ein

Sportdirektor Manolo Gaspar erklärt in einer Pressekonferenz die Vorgänge zur Kaderumgestaltung und Umstrukturierung

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FC Málaga verpflichtet Muñoz und schreibt 18 Profis ein
Sportdirektor Manolo Gaspar auf der Pressekonferenz nach dem Schließen des Transferfenster. // Foto: málagacf.com

32 Spielerwechsel im aktuellen Transferfenster bei den Blau-Weißen

Am vergangenen Montag, den 5. Oktober um genau 23:59 Uhr schloss das Transferfenster in Spanien. Kurz vor Schluss gelang es Sportdirektor Manolo Gaspar und seinem Team, einen letzten Transfer zu vollziehen. Mit Flügelstürmer Joaquín Muñoz kommt ein junges Talent auf Leihbasis von Erstligist Huesca an die Costa del Sol.

Muñoz stammt aus Málaga, ging aber bereits in der Jugend zu Atlético Madrid, wo er 2019 unter Diego Simeone auch sein Profidebüt gab. Danach wechselte er nach Huesca. In der letzten Saison wurde der erst 21-Jährige an Zweitligist Mirandés verliehen und sammelte dort wertvolle Spielzeit. Nun will er bei seinem Heimatclub den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen.

Über den jungen Muñoz und alle die anderen Neuzugänge sprach dann am gestrigen Mittwoch Sportdirektor Gaspar ausführlich auf einer Pressenkonferenz. «Unsere Situation war sehr schwierig. Wir haben aufgrund der Auflagen von der Liga insgesamt 32 Spielerwechsel vollzogen ­– das gelingt anderen nicht mal in vier oder fünf Transferperioden», so der Ex-Spieler des Clubs, der seit nun einem Jahr als Sportlicher Leiter angestellt ist. «Obwohl wir finanziell nicht viel bieten können, haben wir viele interessante Spieler trotzdem vom FC Málaga überzeugt. Die Fans, das Stadion, der Name des Vereins und die Stadt an sich sind unsere wichtigsten Argumente. Alle Neuzugänge hatte finanziell lukrativere Angebote als unsere, aber sie waren alle bereit, Gehaltseinbußen hinzunehmen, damit sie das Trikot des FC Málaga tragen können. Dafür möchte ich mich bei jedem einzelnen bedanken!»

FC Málaga verpflichtet Joaquín Muñoz und schreibt 18 Profis ein
Das junge Talent Joaquín stammt aus Málagas Stadtteil Miraflores. // Foto: malagacf.com

Ein weiteres Erfolgsrezept war laut Gaspar schlicht und ergreifend Ehrlichkeit. «Wir haben jedem ganz klar gesagt, wie die Situation ist, was unsere Möglichkeiten sind. Keine falschen Versprechungen. Das wurde in den Verhandlungen geschätzt», schilderte der sichtlich erleichterte und zufriedene Gaspar. «Es war mit Sicherheit der schwierigste Transfermarkt, den man sich vorstellen kann. Dazu kam auch noch die Covid-Situation. So etwas wird es nicht wieder geben.»

Zur Erinnerung: Der FC Málaga musste sein angespanntes Gehaltsgefüge von über zehn Millionen Euro auf unter drei Millionen Euro kürzen. Der Verein von der Costa del Sol, der unter strengen Vorgaben von LaLiga arbeiten muss und nur maximal 18 Profis beschäftigen darf, hat in der aktuellen Saison die kleinste Gehaltsobergrenze aller Zweitligisten in Spanien.

Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die Blau-Weißen in der kürzlich gestarteten Spielzeit noch Probleme haben. Beim 0:4 am Wochenende bei Aufstiegskandidat Rayo Vallecano wurde das unter anderem offensichtlich. Erst seit Montag ist der Kader komplett. Im Endeffekt beginnt jetzt erst die richtige Saisonvorbereitung – am vierten Spieltag. Umso erstaunlicher, dass Málaga trotzdem schon zwei Siege eingefahren hat. Aktuell ist man sogar Tabellenneunter. Am kommenden Sonntag ist Las Palmas zu Gast im Stadion La Rosaleda. Anstoß ist um 16 Uhr (live bei Movistar Vamos).

Der Kader 2020/2021

Torhüter: Juan Soriano (Nummer 1), Dani Barrio (13).

Verteidger: Juande (5), Lombán (5), Josua Mejías (2), Calero (21), Escassi (23), Matos (18).

Mittelfeldspieler: Luis Muñoz (8), Benkhemassa (24), Jozabed (19), Cristian Rodríguez (7).

Flügelstürmer: Jairo Samperio (10), Yanis Rahmani (17), Joaquín Muñoz (unbekannt).

Stürmer: Orlando Sá (9), Caye Quintana (20), Pablo Chavarría (12).

Amateure: Zum erweiterten Kader der ersten Mannschaft zählen zudem die Amateure Ismael Casas (26), Ramón (30), Hicham (31), Cristo (unbekannt), Larrubia (39), Benítez (28) und Juan Cruz (43).

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