Polizei verhaftet einen der meistgesuchten Kriminellen Großbritanniens in Marbella

Dean Garforth, der von den britischen Behörden wegen Waffen- und Drogenhandels gesucht wurde, griff spanische Polizeibeamte mit seinem Elektrofahrrad an, als diese ihn identifizierten

Festnahme in Marbella

Festnahme in Marbella

Die Nationalpolizei hat in Marbella einen Flüchtigen festgenommen, der auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher des Vereinigten Königreichs steht.

Bei dem Flüchtigen handelt es sich um den 30-jährigen Dean Garforth, gegen den die britischen Behörden einen internationalen Haftbefehl wegen Drogen- und Waffenhandels ausgestellt hatten.

Die Verhaftung erfolgte am Montag, dem 24. Oktober, in einem Wohngebiet von Marbella, wo Garforth sich niedergelassen hatte und versuchte, inmitten einer großen britischen Kolonie unbemerkt zu bleiben.

Laut einer Erklärung der spanischen Nationalpolizei hat der Verhaftete wichtige Sicherheitsvorkehrungen getroffen und sich kaum in der Öffentlichkeit sehen lassen. Trotzdem wurde er ausfindig gemacht, als er seine Wohnung mit Sonnenbrille und Mütze auf einem Elektrofahrrad verließ.

Als er merkte, dass er von den Beamten der Polizei entdeckt worden war, griff er sie mit dem zweirädrigen Gefährt an. Zwei Polizeibeamte wurden bei dem Vorfall leicht verletzt. Garforth konnte dennoch rasch festgenommen und in Handschellen auf eine Polizeiwache gebracht werden.

Seine Verhaftung erfolgt im Rahmen der Operation Most Wanted, einem Projekt der britischen National Crime Agency (NCA) und der Nichtregierungsorganisation Crimestoppers, das 2006 ins Leben gerufen wurde, um flüchtige Personen zu identifizieren, die von der britischen Polizei gesucht werden und im Verdacht stehen, nach Spanien geflohen zu sein.

In den letzten Ausgaben der Most Wanted-Kampagne hatten britische Beamte und Behörden an die Öffentlichkeit appelliert, Hinweise auf den Verbleib einer Liste von zwölf Verbrechern zu geben, die sich vermutlich in Spanien aufhalten. Gegen Garforth läuft nun ein Auslieferungsverfahren.

Quellen: Policia Nacional, Diario SUR, Málaga HOY

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1 KOMMENTAR

  1. Ach nee, der Herr ist alt und krank. Deshalb will er nicht in den Knast. Ich kenne jemand der sitzt mit 72 Jahren fast 2 Jahre in Untersuchungshaft und Gesundheitliche Versorgung gleich null. Ich frage mich, ob das noch menschlich ist. Pflichtverteidiger bemühen sich wohl nur wenn man trotzdem kräftig zahlt.

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