In Ùbeda und Baeza in Jaén liegt bis Juli Musik in der Luft

Die architektonisch einzigartigen andalusischen Weltkulturerbe-Städte Úbeda und Baeza bringen vom 14. Mai bis 01. Juli 2022 große nationale und internationale Musiker auf die Bühne.

Úbeda und Baeza in Andalusien
Blick auf die Kapelle Salvador in Úbeda.
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Weltkulturerbe Úbeda und Baeza in Andalusien

Prachtvoll und vereint auf einer von der Sonne ganztägig beleuchteten Anhöhe begegnen dem Reisenden durch Andalusien auch die als als Schwestern bezeichneten Städte Úbeda und Baeza in der Provinz Jaén. Die sich einerseits ähnelnden Stadtbilder sind von verschiedener Größe. Beide Städte überraschen den Besucher auf ihre ganz eigene Art.

Úbeda und Baeza lassen sich zuallererst einmal wunderbar bei einem Spaziergang erkunden, entlang Kirchen, Palästen und Herrenhäusern, die vor allem im 19. Jahrhundert gewachsen sind. Gemein ist ihnen das kastilisch aussehende Stadtbild.

Úbeda mit heute 35.000 Einwohnern wird auch als „Die Königin“ bezeichnet. Seit dem 15. Jahrhundert erfuhr die Stadt ständiges Wachstum aus landwirtschaftlichen Erträgen. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde sie zur aristrokratischen Renaissance-Stadt. Gut erhaltene Gebäude, schöne Portale im plateresken Stil (ein Mix an gotischen und Mudejar-Elementen mit italienischer Frührenaissance) sind Zeugen einer großen Vergangenheit.

Weltkulturerbe Úbeda und Baeza

Das Hospital de Santiago mit seinem wundervollen Säuleninnenhof – auch Schauplatz der internationalen Musikwochen – sowie der Palacio de Juan Vázquez de Molina mit florenzianischem Innenhof und Löwenbrunnen wurden zwischen 1562 und 1575 von dem bekannten Architekten Andrés de Valdeviras erbaut.

Baeza ist kleiner und ruhiger als Úbeda

Baeza als „Die Dame“ bezeichneter Ort, ist kleiner und ruhiger als Úbeda. Mit ihren Laubengängen und kleinen Cafés lädt sie zum Verweilen ein. Der Spaziergang durch die langen, kühlenden Stadtmauern ist ein Erlebnis für sich. Die Stadt hat 16.000 Einwohner und wetteifert mit Úbeda mit 50 stattlichen Palästen und Denkmälern im Bereich der Sehenswürdigkeiten und der künstlerischen Vielfalt.

Besonders sehenswert ist der Palast von Jabalquinto mit spätgotischer Fassade. Von der Familie des Königs Fernando, dem Katholischen wurde ihr Bau beauftragt. Bis 1720 war dieses Gebäude Herrensitz und danach schulische Einrichtung.

In Baeza ist eine der drei Sitze der Internationalen Universität Andalusiens beheimatet, die Universität Antonio Machado (Dichter, 1875-1939).

In dem Weltkulturerbe Úbeda und Baeza staunen die Besucher auch über besonders dekorierte und verzierte Türklopfer, Nägel, Scharniere und Haspen. Kunstgegenstände der Holz- und Schmiedearbeiten an Decken und Türen unterstreichen die außerordentlich künstlerische Vielfalt dieser Region. Das Handwerk ist nicht zuletzt eine traditionelle Wirtschaft und auch heute noch eine wichtige Einnahmequelle der Provinz Jaén, nach der Produktion des Olivenöls.

Internationales Musikfest mit Musikern von Weltruf

Musik liegt in der Luft, wenn alljährlich im zum gemeinsam organisierten, Internationalen Musikfest „Ciudad de Úbeda“ Orchester und Solisten-Ensambles von Weltruf in die beiden von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichneten Städte reisen.

So findet in diesem Jahr in der Zeit vom 14. Mai bis 01. Juli dieses einmalige Fest statt zu dem nationale sowie internationale Musiker kommen. Zu hören sind hier das Orchester von Granada, J. Rachlin aus Madrid an der Violine, Arkadi Volodos und Joaquin Achucaro am Klavier, Tomatito, Morente Stern, Olga Peretyatko und viele mehr. Karten kann man unter diesem Link vorbestellen.

Weltkulturerbe Úbeda und Baeza

Wundervoll ist der Blick von den beiden Städten über die Weiten der von Olivenbäumen geprägten Landschaft bis hin zu den hohen Bergen des Naturparks Sierra Mágina. Die Olivenbäume verlaufen in einem plissee-förmigen Muster bis hinauf auf 1000 Meter Höhe. Die Sierra Mágina ist ein ausgezeichnetes Wandergebiet und Paradies für Botaniker und Liebhaber von Orchideen.

Der Naturpark mit seinen vier über 2.000 Meter hohen Gipfeln verfügt sogar über mehr endemische Pflanzen als Irland. Wir empfehlen einen Besuch zur Kirschblüte im April oder im Herbst, wenn sich das Laub der Kirsch- und Mandelbäume einfärbt.

Attraktiv ist auch ein Besuch zum internationalen Musikfestival Magina Funkl. Das Funkfestival freut sich jedes Jahr erhöhter Beliebtheit und internationalem Interesse. Das Casa Rural Arenaria in dem wunderschönen Ort Torres ist ein charmantes, stilvolles Hotel. Die Inhaber kochen für Ihre Gäste köstliche Speisen aus der Region mit Zutaten aus eigenem Garten. Direkt vom Hotel kann der Naturpark auf diversen guten Wanderwegen entdeckt werden, die zu einem großen Teil durch Tannenwald führen.

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Fantastische Panoramen eröffnen sich dem Fotografen und Naturliebhaber auch bei einem Besuch im ebenfalls unweit von Úbeda und Baeza liegenden Naturpark Andújar oder der Sierra de Cazorla, Segura y las Villas, die das größte, zusammenhängende Eichenwaldgebiet Europas darstellt.

Verpassen Sie nicht, den Klang der Weltkulturerbestädte und ihrer naturlandschaftlichen Umgebung einzufangen!

Autorin: Silja Schmid. Mehr Informationen gibt es unter www.andalusiennet.de.
Fotografien im Text: www.Bildhorizonte.com

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