Covid-Aktuell für Málaga und Andalusien: Greifen die Maßnahmen?

Andalusischer Regierungschef appelliert an Vernunft der Bürger. Am Sonntag soll entschieden werden, welche Maßnahmen über den 23. November hinaus gelten.

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Covid-Aktuell für Málaga und Andalusien: Greifen die Maßnahmen?
In der Provinz Málaga wurden am heutigen Dienstag 320 Positivgetestete gemeldet.

Zahlen der Positivgetesteten gehen leicht zurück

Auf die Frage, ob die bisher getroffenen Maßnahmen in Andalusien ausreichen, um die Infektionszahlen und damit nachfolgend auch die Belegung in den Krankenhäuser zu verringern, gibt es bis dato eine klare Antwort: Jein!

In der Provinz Málaga wurden am heutigen Dienstag binnen Tagesfrist, mittels PCR-Tests und Antigen-Schnelltests, 320 Positivgetestete gemeldet. Am Montag waren das 191, am Sonntag 356 und am Samstag 497. Der Durchschnittswert für die genannten vier Tage beträgt demnach Málaga 341 Positivgetestete. Im gleichen Zeitraum der Vorwoche waren es im Schnitt noch 433. Trotzdem ist die 14-Tage-Inzidenz im Vergleich zum vergangenen Dienstag von 305 auf 320 Infizierte je 100.000 Einwohner gestiegen.

Ähnlich sieht es auch in ganz Andalusien aus. Die Zahl der Neuinfizierten lag heute bei 1.889. Gestern waren es 2.127, am Sonntag 3.593 und am Samstag 4.195. Der Durchschnittswert für die letzten vier Tage liegt in Andalusien bei 2.951. Das sind 780 weniger als im gleichen Zeitraum vor sieben Tagen. Die 14-Tage-Inzidenz ist in der Region im selben Zeittraum leicht von 553 auf 546 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gefallen.

Noch keine Entlastung in den Krankenhäusern

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch Covid-Patienten in Andalusien ist diese in den vergangenen sieben Tagen von 3.478 auf 3.357 Patienten gesunken. Allerdings ist die Belegung der Intensivbetten von 460 auf 534 gestiegen.

In der Provinz Málaga hat sowohl die Zahl der stationär betreuten Corona-Patienten (von 380 auf 409) als auch die Summe der intensivmedizinisch behandelten Patienten (von 55 auf 57) zugelegt.

Insofern bleibt festzustellen, dass die Zahl der Positivgetesteten zwar leicht rückläufig ist, dafür die Lage in den Krankenhäusern aber angespannt bleibt. Sollten sich in den kommenden Tagen und Wochen die Rückgänge bei den Neuinfektionen als solide Tendenz bestätigen, wird sich das auch positiv auf die Kapazitäten in den Krankenhäuser auswirken. Damit es allerdings dazu kommt, gilt es weiter persönliche Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und wenn möglich ganz zu vermeiden. „Das erfordert viel Disziplin von uns allen. Und das sind wir der Gesellschaft und insbesondere älteren Menschen schuldig, ohne die es uns und unsere demokratische Grundordnung heute so nicht gäbe“, sagte der andalusische Ministerpräsident Juan Manuel Moreno in diesem Zusammenhang am Montag gegenüber Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen.

Was kommt nach dem 23. November?

Für Sonntag wird dann die Entscheidung erwartet, wie es ab dem 24. November in Andalusien weitergeht. Sollten sich die Zahlen der Pandemie bis dahin weiter abschwächen, ist zumindest nicht mit einer weiteren Verschärfung der Maßnahmen zu rechnen. So gut wie beschlossen ist die Abriegelung Andalusiens über das Brückenwochenende vom 4. bis zum 8. Dezember (Puente de la Constitución) hinaus. Gastronomie und Einzelhandel wünschen sich, dass zumindest die Abriegelung der Gemeinden wegfällt, damit man dann wieder gemeindeübergreifend einkaufen oder essen gehen kann. Sobald es hier etwas Neues zu vermelden gibt, informieren wir Sie wie gewohnt ausführlich in diesem Portal.

Unterdessen hat die Andalusische Regionalregierung ein weitreichendes Hilfspaket zur Unterstützung der durch die Pandemie getroffenen Einzelunternehmer sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen auf den Weg gebracht. Mehr dazu lesen Sie in diesem Bericht.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, El País

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