Die Pandemie ist noch nicht vorbei: Inzidenzen legen durch die Bank zu

Während in Spanien die Inzidenzen recht moderat steigen, schlägt die Winterwelle in Deutschland und der Schweiz, vor allem aber in Österreich hohe Wellen.

Inzidenzen in Spanien
Die Maskenpflicht wird wohl mindestens bis Ostern 2022 bleiben

7-Tage-Inzidenz in Málaga steigt auf 27

Die Pandemie ist keineswegs vorbei. Obwohl die Inzidenzen in Spanien deutlich hinter den Werten von anderen europäischen Ländern zurückliegen, warnen Experten die bestehenden Regeln insbesondere in Bezug auf den gebotenen Mindestabstand und die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen weiter einzuhalten.

Ebenso wie der deutsche Chef-Virologe Christian Drosten halten auch spanische Gesundheitsexperten die dritte Impfung für dringend notwendig, um im Winter neue Corona-Ausbrüche zum Beispiel in Seniorenheimen zu minimieren. Wie man in Andalusien die Auffrischung-Impfung erhalten kann, lesen Sie hier.

Für die Provinz Málaga wurden heute 70 Positivgetestete gemeldet. Am Mittwoch der Vorwoche lag die Zahl der Neuinfizierten noch bei 63. Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, ist im Vergleich zur Vorwoche von 46 auf 52 gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat die 7-Tage-Inzidenz ebenfalls von 21 auf 27 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zugelegt.

In den Krankenhäusern der Provinz Málaga ist die Lage bezüglich der stationär behandelten Corona-Patienten relativ stabil. Behandelt werden jetzt 55 Patienten (Vorwoche: 53). Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten seit dem 3. November indes von 12 auf 11 gefallen. Der Anteil der Corona-Patienten im Verhältnis zur Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Betten beträgt jetzt 2,1 Prozent (Vorwoche: 2,0 Prozent). Gestorben sind in der Provinz Málaga seit Pandemiebeginn in Verbindung mit dem Coronavirus 1.999 Personen.

Inzidenzen in den Gemeinden: Istán und Casares bei Null

Für die nachstehend aufgeführten Gemeinden der Provinz Málaga wurden am heutigen Mittwoch folgende Werte für die 14-Tage-Inzidenz ermittelt: Antequera (29), Alhaurín de la Torre (36), Alhaurín El Grande (71), Coín (71), Casares (0), Manilva (24), Estepona (47), Fuengirola (54), Mijas (50), Marbella (87), Benahavís (52), Istán (0), Ojén (236), Torremolinos (38), Benalmádena (67), Ronda (65), Rincón del la Victoria (10), Algarrobo (15), Nerja (118), Torrox (28) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (29).

In der Provinzhauptstadt Málaga liegt die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 54 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Blick nach Andalusien

Für Andalusien wurden heute 395 Positivgetestete gemeldet. Das sind mehr als doppelt so viel, wie am Mittwoch der Vorwoche (169). Die 14-Tage-Inzidenz hat seit dem 3. November von 33 auf 38 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zugelegt. Die 7-Tage-Inzidenz ist im gleichen Zeitraum von 14,5 auf 20,5 je 100.000 Einwohner gestiegen.

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch an Covid-19 erkrankte Patienten in Andalusien ist diese im Sieben-Tage-Vergleich wieder leicht gefallen, von 179 auf jetzt 171 Patienten. Im gleichen Zeitraum hat auch die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Corona-Patienten von 40 auf 30 nachgegeben. Gestorben sind in der Region seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Corona-Virus 11.367 Menschen (Vorwoche: 11.343).

Inzidenzen steigen in Spanien – Rekordstände in Deutschland und Österreich

In Spanien notiert die 14-Tage-Inzidenz heute bei 63 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner (3. November: 49). Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz ist ebenfalls gestiegen und liegt heute bei 36 (Vorwoche: 23).

In der Bundesrepublik Deutschland ist die Lage weiter deutlich angespannter: laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) liegt die 7-Tage-Inzidenz heute bei 232 Infizierten je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 147) und damit so hoch wie nie zuvor. In Österreich schießt die 7-Tage-Inzidenz ebenfalls weiter in die Höhe auf nunmehr 711 (27. Oktober: 409). In der Schweiz ist dieser Wert im Wochenvergleich von 153 auf 207 gestiegen.

Deutschland, Österreich und die Schweiz gelten ohne Ausnahmen aus spanischer Sicht aktuell und bis einschließlich 14. November 2021 als Risikogebiete. Aus deutscher Sicht gilt Spanien momentan nicht als Risikogebiet.

Quellen: Junta de Andalucía, Gobierno de España – Ministerio de Sanidad, Diario SUR, Europa Press, RKI, AGES, BAG

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3 BEMERKUNGEN

  1. „Experte“ Prof. Dr. Drosten sagte bei NDR.de am 9.11.21: „Der Impfstoff war nicht gezielt für die Delta-Variante gemacht, sondern für ein Virus, das heute gar nicht mehr zirkuliert. Daher ist die dritte Dosis nun für alle notwendig“.
    Diese Logik, dass mit einem praktisch unwirksamen Impfstoff ein weiteres Mal geimpft werden muss, verstehen wohl nur „echte“ Experten! Das sollte sich jeder, der über eine dritte Impfung nachdenkt, mal vor Augen halten.
    Aber die sehr hohe Welle vor wenigen Wochen hier in Spanien bei bereits recht hoher Impfquote bestätigt zumindest den ersten Teil seiner Aussage eindrucksvoll.

    • Hallo Frau Glaser,
      nein, diese Regeln gelten in Spanien und an der Costa del Sol nicht. Allerdings ist hier in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen Maskenpflicht. Auch auf der Straße wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen, wenn der Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann.
      Beste Grüße!

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