Rabenschwarzer Tag für den FC Málaga zu Hause gegen Amorebieta

Die Blau-Weißen verlieren erstmals in der Saison im heimischen Rosengarten und das ausgerechnet gegen den vermeintlich schwachen Aufsteiger aus dem Baskenland

Málaga Amorebieta 1:2
Dribbelkönig Kevin brachte nach seiner Einwechslung noch einmal Schwung, aber es war insgesamt zu wenig von Blau-Weiß. // Foto: malagacf.com
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FC Málaga – SD Amorebieta 1:2

Die starke Heimserie des FC Málaga ist gerissen. Ausgerechnet gegen den vermeintlich schwachen Aufsteiger SD Amorebieta verloren die Blau-Weißen am gestrigen Sonntag völlig verdient mit 1:2. Die Gastgeber erwischten vor knapp 19.000 Zuschauern im Stadion La Rosaleda einen rabenschwarzen Tag. Die Zweifel am Team und dessen Übungsleiter steigen.

Trainer José Alberto tauschte seine Elf im Vergleich zur Schmach von Burgos am vergangenen Wochenende auf zwei Positionen. Auf dem Flügel stürmte nach seiner guten Leistung in der Copa del Rey erstmals seit Monaten wieder der Ex-Mainzer Jairo. Dafür nahm Antoñín auf der Bank Platz. Neben ihm saß etwas überraschend Linksverteidiger Javi Jiménez. Seine Position übernahm die Leihgabe von Erstligist Mallorca, der Argentinier Braian Cufré.

Es dauerte ein paar Minuten bis sich beide Mannschaften auf dem sichtlich lädierten Geläuf im Rosengarten zurecht fanden. Dann aber kamen die Hausherren zu ersten guten Offensivaktionen durch Genaro mit einem Distanzschuss und Escassi nach einer Ecke.

Mit seiner ersten Aktion nach vorne ging jedoch plötzlich der Gast aus dem Baskenland in Führung. Peybernes unterschätzte einen weiten Ball und ließ Guruzeta allein auf Dani Martín zulaufen. Dieser überwand Málagas Keeper aus spitzem Winkel zum 0:1 (9. Minute). Es war im Übrigen nicht der erste (und auch nicht der letzte) Bock des französischen Innenverteidiger Peybernes. Gegen Burgos war er ebenfalls maßgeblich an den Gegentreffern beteiligt.

Der FC Málaga kam vermeintlich schnell zurück ins Spiel. Sekou Gassama wurde im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht, aber der VAR entschied nicht auf Elfmeter, sondern auf eine vorhergegangene Abseitsposition des Passgebers Víctor Gómez. Die Gemüter waren aufgrund der Entscheidung auf und neben dem Platz dementsprechend erhitzt.

Die Spielweise der Gastgeber ließ das gerade erste angewärmte Stadion allerdings schnell wieder abkühlen. Vermehrte individuelle Fehler ließen keinen Spielfluss entstehen. Es lief einfach nichts zusammen. Und an Ideen im Aufbau mangelt es beim FC Málaga prinzipiell schon länger.

Zu allem Überfluss sorgte ein erneuter Aussetzer in Málagas Abwehr zum zweiten Treffer von Amorebieta. Die Blau-Weißen brachten den Ball nicht weg und plötzlich lief erneut Guruzeta allein auf Dani Martín zu. Und wieder traf der Stürmer trocken ins kurze Eck (38. Minute). Mit einem kleinen Pfeifkonzert ging es dann auch verdient mit 0:2 in die Kabine.

Málaga Amorebieta 1:2
Trainer José Alberto stand teilweise ratlos an der Seitenlinie und traute seinen Augen nicht. // Foto: malagacf.com

Der FC Málaga kam mit guten Vorsätzen aus den Katakomben. Amorebieta wurde mehr und mehr in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Doch im Spiel nach vorne war weiterhin tote Hose. José Alberto brachte daher relativ schnell Kevin für Brandon. Der Dribbelkünstler schoss wenige Minuten nach seiner Einwechslung zumindest einmal auf das Tor.

Das Publikum peitschte die Hausherren noch einmal nach vorne – mit vermeintlichem Erfolg. Nach einer Ecke traf Víctor Gómez zum 1:2 mit einem Distanzschuss. Doch Schiedsrichter Trujillo Suárez gab den Treffer wegen Abseits von Peybernes nicht, weil dieser den Ball durch seine Beine passieren ließ und damit wohl Torwart Unai irritierte (67. Minute).

Coach José Alberto blies mit den Einwechslungen von Antoñín für Jairo und Debütant Dani Lorenzo für Peybernes noch einmal zur Attacke. Der Rosengarten war inzwischen auch wieder auf Temperatur gekommen. Allein die verbleibende Zeit war knapp.

Anstatt den frisch entstandenen Rückenwind mitzunehmen, zermürbte sich der FC Málaga – einmal mehr am gestrigen Tage – selbst. Genaro sah bei einem Zweikampf im Mittelfeld nach einem gestreckten Bein völlig zu Recht die Rote Karte (76. Minute).

Der Rest der Partie ist schnell erzählt. Die Hausherren versuchten es noch mehr oder weniger mit zehn Mann, die Gäste blieben entspannt und spielten geschickt die Uhr herunter. Die Blau-Weißen würgten dem Gegner nach einer Ecke noch irgendwie das 1:2 rein, aber das war es dann auch.

Einziger kleiner Lichtblick bei Blau-Weiß war das Debüt von Dani Lorenzo. Der Mittelfeldspieler aus der zweiten Mannschaft forderte konstant den Ball und hatte im Spiel nach vorne – ganz im Gegensatz zu seinen Kameraden – auch die ein oder andere gute Idee parat.

Nach der ersten Heimniederlage und zwei Pleiten in Folge pfeift der Gegenwind Trainer José Alberto genauso heftig ins Gesicht, wie den Fans beim Spiel gegen Amorebieta im am Ende klirrend kalten Rosengarten. Zudem steht jetzt wieder eine schwere Auswärtsaufgabe auf dem Programm. Am Samstag muss der FC Málaga zur Prime-Time ab 20:30 Uhr bei Erstligaabsteiger SD Eibar ran. Movistar LaLiga überträgt live, ebenso wie der Free-TV-Sender GOL.

Die Zusammenfassung des Spiels zwischen dem FC Málaga und SD Amorebieta ist auf dem YouTube-Kanal von LaLiga SmartBank zu sehen.

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