Málaga kommt nach erneuter Heimniederlage ins Straucheln

Die Blau-Weißen müssen nach dem 0:2 gegen Ponferradina den Blick erstmals in der Saison nach unten richten

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Málaga Ponferradina 0:2
Rahmani vergab gleich drei sehr gute Torchancen und konnt es nicht fassen. // Foto: malagacf.com

FC Málaga – SD Ponferradina 0:2

Der FC Málaga muss nach einer erneut unnötigen Heimniederlage den Blick langsam aber sicher nach unten richten. Den letzten Sieg in der Liga feierte das Team von der Costa del Sol am vergangenen 1. Dezember 2020 gegen Fuenlabrada. Seitdem folgten vor allem gegen Gegner auf Augenhöhe unnötige Punktverluste. Das 0:2 am vergangenen Samstagabend gegen Ponferradina bestätigt einen gefährlichen Abwärtstrend. Trainer Sergio Pellicer warnte seine Spieler daher nach der Partie vor einer bei einigen Akteuren eingetretenen Selbstgefälligkeit.

Dabei hatte Málagas Übungsleiter seine nicht von der Hand zu weisende Mitschuld an der Pleite gegen Ponferradina. Weder in der Startelf noch bei den Auswechslungen war Pellicer dieses Mal auf der Höhe des Geschehens. Auf den Außenverteidigerpositionen stand auf rechts Innenverteidiger Mejías, während auf links kurioserweise Rechtsverteidiger Alexander González stand. Auf der Bank schmorten hingegen die Eigengewächse Ismael Casas und Cristo, die eigentlich für diese Positionen vorgesehen sind.

Vorne startete mit dem Sturmtrio um Rahmani, Joaquín und Chavarría indes die gefährlichste Achse, die der FC Málaga derzeit aufbieten kann. An ein Durchkommen war in der Anfangsphase des Samstagabendspiels allerdings nicht zu denken. Ganz zum Überfluss dazu ging sogar der Gegner mit seinem ersten nennenswerten Angriff in Führung. Ex-Malaguista Erik Morán durfte unbedrängt vom linken Flügel in die Mitte Flanken. Dort stand am Sechzehner ein weiterer ehemaliger Málaga-Spieler mit Óscar Sielva völlig blank. Der Kapitän der Gäste traf technisch anspruchsvoll per Direktabnahme unhaltbar ins rechte, untere Eck (16. Minute).

Der frühe Rückstand lähmte viele Beine bei den Hausherren. Eine weitere sieglose Nacht im Rosengarten stand im Raum, obwohl noch über 70. Minuten Zeit war, die Kiste zu drehen. Nach einer halben Stunde kam der FC Málaga dann zu seiner besten Phase. Ein Steilpass in den Rücken der Abwehr von Innenverteidiger Juande gelangte zum in den Strafraum eingedrungenen Joaquín. Dieser legte geschickt zurück auf den Elfmeterpunkt, wo Wirbelwind Rahmani auftauchte, den Ball aber allein und völlig unbedrängt am langen Pfosten und gleichzeitig am halbleeren Tor vorbeischob. Kurz darauf war es erneut Rahmani, der nach einer schönen Kombination wieder allein vor dem Kasten auftauchte. Diesmal ging sein Schuss vom linken Fünferraum allerdings in die Beine von Gästekeeper Caro.

Málaga Ponferradina 0:2
Málagas Cristian wurde hier von Gästestürmer Kaxe unsportlicht verdrängt. // Foto: malagacf.com

Pellicer brachte zur zweiten Halbzeit Stürmer Caye Quintana für Ramón und Linksverteidger Cristo für Alexander González. Málaga brachte in der ersten Phase der zweiten Halbzeit dann auch etwas mehr Druck nach vorne. Und wieder war es Rahmani, dem sich die Riesenchance zum Ausgleich bot. Nach einer weiten Flanke passte Quintana per Kopf in die Mitte des Fünfmeterraumes, wo der Franko-Algerier mit wucht aufs Tor köpfte – aber wieder an den Beinen von Caro scheiterte. Es war zum Haare ausraufen für den emsigen, aber glücklosen Rahmani am Samstagabend.

Und so passierte letztlich das, was in so einem Fußballspiel dann eben passieren muss: Bei einem der Konter machte Ponferradina den Sack zu. Gaspar traf mit einem satten Aufsetzer von der Strafraumlinie aus zum 0:2 (88. Minute). Das es am Ende nicht sogar noch zum 0:3 kam, war Málagas Schlussmann Dani Barrio zu verdanken. Zweimal hielt er überragend gegen den eingewechselten Yuri.

Málaga rutscht in der Tabelle nach der Niederlage ins untere Drittel ab. Trainer Pellicer kritisierte bei der PK nach dem Spiel zwar vor allem sich selbst, ging aber erstmals in der Saison auch mit seinen Spielern hart ins Gericht. Ob es Auswirkungen hat, wird die nächste Partie der Blau-Weißen zeigen. Dann geht es – glücklicherweise auswärts – zum Madrider Vorstadtclub AD Alcorcón. Anstoß ist um 18:15 Uhr, Pay-TV-Sender Movistar überträgt live auf dem Kanal LaLiga. In Deutschland kann man die Spiele des FC Málaga über den YouTube-Kanal von LaLiga Smartbank gratis verfolgen.

Die Zusammenfassung des Spiels zwischen dem FC Málaga und Ponferradina gibt es auf dem YouTube-Kanal von LaLiga SmartBank zu sehen. Einen direkten Link gibt es hier unten im Videofenster:

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