Málaga bleibt zu Hause glücklos und unterliegt gegen Zaragoza

Übermotiviert, wüst und hinten löchrig - so präsentieren sich derzeit die Blau-Weißen in Heimspielen

Kein Glück im Rosengarten

Es soll derzeit nicht sein mit dem FC Málaga und dem Stadion La Rosaleda. Seit über drei Monaten wartet das Team von der Costa del Sol jetzt bereits auf einen Heimsieg. Nach dem Auswärtserfolg bei Alcorcón in der Vorwoche, waren die Blau-Weißen eigentlich mit besten Vorzeichen in das Match am Sonntag gegangen. Doch große Lücken in der Abwehr und eine gewisse Übermotiviertheit hinderten Málaga erneut.

Trainer Sergio Pellicer setzt nach dem Sieg in Alcorcón erneut auf eine Fünfer-Kette in der Abwehr. Luis Muñoz ersetzte den gesperrten Alberto Esassi im Mittelfeld und Rahmani startete auf dem Flügel für Jairo. Die Hausherren startete gut in die Partie gegen den spanischen Traditionsverein aus Aragonien. Schnell konnte man sich einige aussichtsreiche Chancen erspielen. Doch wie so oft in der dieser Saison, gingen die Gäste mit der ersten Chance in Führung. Zaragozas Rechtsverteidiger Vigaray durfte auf seinem Flügel relativ ungestört durchbrechen und passt flach in den Strafraum auf Narvaez. Dieser legte sich den Ball vor und flankte aus kurzer Distanz auf den Fünferraum auf Igbekeme. Der Spielmacher Zaragozas verfehlte das Leder zwar mit dem Kopf, doch Gegenspieler Alexander González traf unglücklich in den eigenen Kasten (11. Minute).

Der Rückstand warf die Gastgeber nicht nur auf der Anzeigetafel, sondern vor allem auch moralisch zurück. Trotzdem versuchten die Blau-Weißen – jetzt bissiger aber auch weniger durchdacht – schnell zum Ausgleich zu kommen. Wieder erspielte sich das Team aussichtsreiche Aktionen. Rahmani oder Caye Quintana ließen gute Chancen liegen. Zu allem Überfluss traf Zaragoza mit dem Pausenpfiff dann auch noch zum 0:2. Vigaray stieg nach einer Freistoßflanke am Höchsten und köpfte sehenswert ein (45.).

Málaga Zaragoza 1:2
Ismael Casas im Zweikampf mit „Torschütze“ Igbekeme. // Foto: laliga.com

Aufkommende Nervosität

Coach Pellicer reagierte zur Halbzeit und stellte um auf Viererkette in der Defensive. Zudem brachte er mit Joaquín Muñoz neue Power für den rechten Flügel. Wieder kamen die Hausherren aussichtsreich nach vorne, doch ein Treffer sollte nicht fallen. Mit zunehmender Spieldauer wurde Málaga dann auch immer nervöser und übermotivierter in seinen Aktionen. Die Partie verlor an Qualität, was vor allen Dingen an dem wüsten Anlaufen der Blau-Weißen lag.

Fast aus dem Nichts fiel dann doch das 1:2. Luis Muñoz nahm nach einem Ballgewinn das Herz in die Hand und drosch die Kugel aus halblinker Position aus 25 Metern in den rechten Winkel (82. Minute). Eigentlich war noch genug Zeit nach dem Anschlusstreffer, zumindest ein Unentschieden herauszuholen. Der FC Málaga blieb aber bis zum Schlusspfiff überhastet in seinen Aktionen. Und auch die weiteren Einwechslungen von Sergio Pellicer trugen keine Früchte mehr.

Für den FC Málaga geht es nun am kommenden Wochenende zu den starken Asturiern von Sporting Gijón. Anstoß im ehrwürdigen Stadion El Molinón ist am Sonntag, den 14. Februar um 21 Uhr. In Spanien überträgt Free-TV-Sender GOL live, ebenso wie Pay-TV-Sender Movistar LaLiga. In Deutschland kann man die Spiele des FC Málaga über den YouTube-Kanal von LaLiga Smartbank gratis verfolgen.

Die Zusammenfassung des Spiels zwischen dem FC Málaga und Real Zaragoza gibt es ebenfalls auf dem YouTube-Kanal von LaLiga SmartBank zu sehen. Einen direkten Link gibt es hier unten im Videofenster:

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4 BEMERKUNGEN

    • Ja, der einzige „Knipser“ wird mit Pablo Chavarría inzwischen sehr gut zugedeckt, während Rahmani zwar viel rausholt, aber eben auch viel liegen lässt. Auch Caye Quintana ist glücklos vor dem Kasten…

  1. Man kann nur nach dem Gesetz der großen Zahl gehen und möglichst viele Chancen heraus spielen. Natürlich nicht ins offene Messer rennen. Aber wir sehen ja, dass die 5er-Kette auch nichts nutzt.

  2. Absolut, die 5er-Kette bringt die Leute in der Abwehr mehr durcheinander, als das sie irgendwie für mehr Stabilität sorgt. Die meisten Punkte holte Málaga mit Viererkette, zwei defensivere, zentrale Mittelfeldspieler, ein offensiver Mittelfeldspieler, zwei Flügelspieler und eine Sturmspitze, also im 4-3-3 oder wahlweise 4-5-1. Schauen wir mal, was am Sonntag in Gijón passiert. Viele Grüsse!

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