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Montag, 29. November, 2021
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Spaniens Regierung will Süßigkeitenwerbung für Kinder regulieren

Verbraucherschutzminister Garzón: "40 Prozent der Bürger sind übergewichtig oder fettleibig." Unternehmer fühlen sich diskriminiert.

Spanien Süßigkeitenwerbung

Gesetz soll 2022 kommen

Spaniens Verbraucherschutzminister Alberto Garzón hat angekündigt, ein neues Gesetz zur Regulierung von Süßigkeitenwerbung für Kinder und Jugendliche zu erlassen. Das Gesetz soll so schnell wie möglich dem Parlament vorgelegt werden und 2022 in Kraft treten. Betroffen sind unter anderem Kekse, Bonbons, Eis, Schokolade und Kuchen sowie Softdrinks und andere zuckerhaltige Getränke.

Das Ministerium werde sich dabei an den sehr restriktiven Nährwertprofilen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientieren und Werbung für diese Produkte auf Kinderfernsehkanälen einschränken oder ganz verbieten, so Garzón. Auch soziale Netzwerke, Apps, Internet- und Printmedien dürfen in Inhalten, die an Kinder gerichtet sind, nicht mehr für Softdrinks und Co. werben.

Garzón hatte betont, ähnliche Regulierungen, wie sie Spanien nun einführen wolle, gebe es in Europa unter anderem bereits in Großbritannien, Norwegen und Portugal. Er bezeichnete die Gesundheitslage in Spanien als „besorgniserregend“. 23,3 Prozent aller Bürger seien übergewichtig, 17,3 Prozent sogar fettleibig. „Das sind insgesamt mehr als 40 Prozent. Das ist alarmierend.“ Einkommensschwache Familien seien vom Problem doppelt so häufig betroffen als die finanziell am besten situierten Menschen.

Der spanische Arbeitgeberverband der Lebensmittelindustrie hält Inhalt und Sprache der Verordnung für „einen grundlosen und ungerechtfertigten Angriff auf die Lebensmittel- und Getränkehersteller“. Mauricio García de Quevedo, Generaldirektor des Verbandes: „Eine Mitteilung, die davon spricht, Kinder vor der Lebensmittelindustrie zu schützen, ist inakzeptabel.“ Man dürfe nicht einen ganzen Sektor kriminalisieren.

Quellen: El Mundo, El País.

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