Andalusischer Expertenrat tritt wegen „leichtem, aber konstantem Anstieg“ der Covidfälle zusammen

Nach Angaben von Gesundheitsminister Jesús Aguirre gibt es aber keine Engpässe in der Krankenhausversorgung.

Wachsam bleiben

Der andalusische Gesundheitsminister Jesús Aguirre hat am gestrigen Sonntag angekündigt, dass der andalusische Expertenrat „diese oder nächste Woche“ erneut zusammentreten werde, um den „leichten, aber stetigen Anstieg“ der Covid-Inzidenzrate in den letzten Tagen zu analysieren. Zwar gebe es derzeit keine Engpässe in der Krankenhausversorgung. Man wolle aber vorbereitet sein und Maßnahmen ergreifen, falls die Situation schlechter werde.

Dies erklärte der Minister auf Nachfrage von Journalisten auf dem Weltdiabetestag in Córdoba. Er wies darauf hin, dass der Expertenrat insbesondere auch in Bezug auf die Weihnachtszeit, in der sich mehr Menschen treffen, über mögliche Einschränkungen sprechen wolle. „Falls besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Anstieg einzudämmen, werden wir das tun.“ Mögliche Einschränkungen werden aber nur punktuell sein und nicht mit den Maßnahmen der ersten Wellen vergleichbar sein, betonte auch der der Direktor des andalusischen Impfplans, David Moreno.

Experten rufen weiterhin zur Vorsicht auf, auch wenn die aktuelle Situation nicht mehr dieselbe ist wie in der Vergangenheit. „Tragen Sie eine Maske, waschen Sie sich die Hände und halten Sie Abstand. Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, so David Moreno.

Minister Aguirre geht davon aus, dass Andalusien aufgrund der hohen Zahl an Geimpften und mit umsichtigem Handeln keine Probleme erwarte. „Ich hoffe, dass die Entwicklung bei uns nicht dieselbe ist wie in anderen mitteleuropäischen Ländern, aber wir müssen wachsam bleiben“, sagte er. In Andalusien sind über 90 Prozent der Bewohner über 12 Jahren vollständig geimpft. In allen Altersgruppen liegt die Zahl der Geimpften über dem spanischen Durchschnitt.

Impfungen Andalusien

500.000 Menschen in Andalusien haben inzwischen die Auffrischungsimpfung erhalten. Hierzu erklärte der Minister, dass er bereits darum gebeten habe, das Impfalter auf 60 Jahre zu senken. Wie bei den ersten beiden Impfungen auch, wird bei der Auffrischungs- oder Booster-Impfung gruppenweise vorgegangen. Die dritte Dosis des Impfstoffs ist derzeit für Personen über 70 Jahre in Andalusien erhältlich, sofern seit der Verabreichung der zweiten Dosis sechs Monate vergangen sind.

Nach Angaben von Jesús Aguirre warte man außerdem auf eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Wenn diese grünes Licht für die Impfung von Kindern unter elf Jahren gibt, soll damit im Dezember begonnen werden.

Quelle: Junta de Andalucia, Diario SUR, Diario de Córdoba, ABC de Sevilla.

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