Am Dienstag wird in Andalusien über neue Maßnahmen entschieden

Covid-Infektionen nehmen in den Gemeinden wieder zu. Vizepräsident Marín geht davon aus, dass die bestehenden Regeln nicht verschärft werden, da kein Druck auf Krankenhäuser bestehe.

Andalusien Corona Situation
Andalusiens Vize-Ministerpräsident Juan Marín ist zuversichtlich, dass es trotz steigender Inzidenzen insbesondere bei jungen Leuten keine neuen Einschränkungen geben wird.

Zahl der Infektionen steigt, Zahl der Impfungen auch

Die andalusische Regierung hofft, die Maßnahmen in Andalusien nicht verschärfen zu müssen, nachdem in den vergangenen Tagen die Covid-Infektionen in vielen Gemeinden zugenommen haben. So ist die Infektionsrate in der Provinzhauptstadt Málaga seit Freitag um mehr als 50 Punkte gestiegen und hat aktuell eine 14-Tage-Inzidenz von 253 Fällen pro hunderttausend Einwohner. Die Stadt hat damit die von den autonomen Regionen und dem spanischen Gesundheitsministerium vereinbarte Grenze von 250 Fällen überschritten und erreicht damit wieder ein „extremes Risiko“. Bereits vergangene Woche hatten in der Provinz Málaga acht weitere Gemeinden die 14-Tage-Inzidenz von 250 Fällen überschritten: Colmenar, Benahavis, Marbella, Mijas, Montejaque, Alhaurin de la Torre, Ardales und Carratraca. Mehr Informationen zu den Zahlen in den einzelnen Gemeinden gibt es unter diesem Link. Die gesamte Provinz Málaga befindet sich mit 247 Fällen pro 100.000 Einwohnern an der kritischen Grenze zu der Einstufung als „extremes Risiko“.

Der andalusische Expertenrat wird am morgigen Dienstag die Situation in den Provinzen und den Gemeinden analysieren und entscheiden, ob Einschränkungen verordnet werden. „Extremes Risiko“ mit einer 14-Tage-Inzidenz von über 250 bedeutet erst einmal keine Veränderung bei den Maßnahmen. Erst wenn eine Gemeinde die 500 Fälle pro 100.000 Einwohner überschritten hat, werden entsprechende Verschärfungen etwa bei der zulässigen Kapazität in Restaurants oder bei Versammlungen angeordnet.

Andalusiens Tourismusminister Juan Marín erklärte im Rahmen einer Veranstaltung im andalusischen Parlament, dass er davon ausgehe, dass es keine neuen Restriktionen geben werde. Er verwies darauf, dass inzwischen 50 Prozent der andalusischen Bevölkerung geimpft sind und dass die erhöhten Covid-Zahlen keinen Druck auf die Krankenhäuser bedeute. „Die überwiegende Mehrheit der Infizierten in Andalusien ist jung und braucht glücklicherweise keinen Krankenhausaufenthalt, und unser Gesundheitssystem kann das im Moment auffangen“, sagte Marín. Er erklärte, dass man bei der Analyse der aktuellen Situation die gleichen Kriterien wie bisher beibehalte. „Wenn in einer Gemeinde die Grenze von tausend Fällen überschritten wird, muss diese abgeriegelt werden.“

Seit Ende des Alarmzustandes befindet sich ganz Andalusien in der ersten von drei Phasen auf dem Weg zur Normalität. Schon seit Wochen sollte Andalusien von Phase Eins in Phase Zwei aufrücken, dies war aber wegen der ansteigenden Inzidenzen immer wieder verschoben worden. Innerhalb Andalusiens gibt es vier Risikostufen. Die Provinz Málaga befindet sich hier bisher auf der untersten Stufe 1 von 4 mit wenig Einschränkungen.

Covid-Infektionen bei jungen Leuten in Andalusien

Ein großer Teil der neuen Covid-Infektionen, die in den letzten zwei Wochen in der Provinz festgestellt wurden, entfallen auf die Altersgruppe zwischen 15 und 29 Jahren. In dieser Altersgruppe ist die 14-Tage-Inzidenz auf 713 Fälle pro hunderttausend Einwohner angestiegen, fast das Dreifache des Provinzdurchschnitts. Das Ende der Schule und des Semesters, der Beginn der Ferien und der fehlende Schutz, weil diese Altersgruppe noch nicht geimpft wurde, erklären laut Marín den Anstieg in dieser Bevölkerungsgruppe. Erst am Wochenende hatte die Polizei an Málagas Strand Peñon del Cuervo eine Massenveranstaltung von 200 jungen Leuten aufgelöst, die sich dort über die sozialen Medien verabredet und ohne Maske und Sicherheitsabstand gefeiert hatten.

Quelle: Ideal de Granada, Diario SUR.

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