Andalusien bleibt in Phase 1 – weitere Lockerungen müssen warten

Nach Treffen des Expertenrates: Nur Eisdielen dürfen eine Stunde länger öffnen. Maskenpflicht bleibt vorerst bestehen.

Jesús Aguirre
Andalusiens Gesundheitsminister Jesús Aguirre freute sich über die steigende Zahl der Geimpften, konnte aber keine neuen Lockerungen verkünden.

In zwei Wochen wird neu entschieden

Der andalusische Expertenrat hat bei seinem Treffen am gestrigen Dienstag erneut beschlossen, die derzeit geltenden Maßnahmen beizubehalten und nicht von Phase Eins zu Phase Zwei auf dem Weg zur Normalität zu wechseln. Es wird also keine größere Flexibilität bei der bisher erlaubten Personen-Kapazität in Restaurants geben. Restaurants und Bars müssen weiterhin um 24 Uhr schließen. Lediglich die Eisdielen dürfen eine Stunde länger, also bis 1 Uhr morgens öffnen, allerdings darf ab 24 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Zusätzlich wird eine neue Risikobewertung in den Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern eingeführt, in denen in den letzten 14 Tagen mehr als 1.000 Fälle pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind.

Das Treffen, bei dem jede Woche die aktuelle epidemiologische Situation in Andalusien analysiert wird, fand unter Vorsitz von Gesundheitsminister Jesús Aguirre statt, der schon im Vorfeld auf seinem Twitter-Account angekündigt hatte, dass sich die Inzidenzzahlen in der Region nicht in die richtige Richtung bewegen. „Das Virus ist noch da“, schrieb der Minister. „In Andalusien haben wir eine sehr hohe Impfrate, die immer besser wird. Dennoch dürfen wir nicht nachlassen.“ Seit vergangener Woche können die Jahrgänge 1979 und älter einen Impftermin ausmachen. Einen Überblick über die aktuellen Inzidenzen in Andalusien kann man unter diesem Link abrufen.

Vor dem Treffen des andalusischen Expertenrates war auch der spanische Länderrat zusammengetroffen, um mit den autonomen Regionen über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Auch hier gab es keine Neuerungen, die Antwort auf die Frage, wann die Maskenpflicht im Freien beendet wird, wurde erneut verschoben.

Die gültigen Regelungen (bis 29.Juni) in Andalusien

  • Ende der Ausgangssperre.
  • Andalusien öffnet seine Grenzen zu anderen autonomen Regionen wieder.
  • Die Gastronomie darf bis 24 Uhr öffnen.
  • Tische in Restaurants: maximale Kapazität von 8 Personen innen und 10 Personen im Außenbereich, abhängig von der Risikostufe der jeweiligen Gemeinde.
  • Veranstaltungen und Feiern: bis 300 Personen in Innenbereichen, bis 500 Personen in Außenbereichen.
  • Treffen in Privathaushalten: Ohne Personenbegrenzung.
  • Bars mit Musik und Diskotheken werden bis 2 Uhr nachts öffnen können, mit den gleichen Bedingungen der Kapazität und Tische wie Restaurants.
  • Tanzflächen sind nur in Gemeinden mit Alarmstufe 1 erlaubt, immer im Freien und als Pflichtmaske.
  • In Shows, Kinos, Theatern, Sportveranstaltungen und Stierkampfarenen in den Risikostufen Eins und Zwei muss ein freier Sitzplatz zwischen Zuschauergruppen frei bleiben.
  • Strände und Schwimmbäder: Keine zeitlichen Einschränkungen, aber ein spezieller Schutzplan und ein Abstand von 1,5 Metern zwischen Personen und Gruppen sind erforderlich.
  • Masken müssen weiterhin in Innenräumen und im Freien getragen werden.

Die andalusische Regierung will in drei Phasen zur Normalität zurückkehren. In den Phasen 2 und 3 werden die Regelungen, unter anderem in Bezug auf die zulässige Personenzahl bei Treffen in Restaurants etc., weiter gelockert. Außerdem werden dann die Öffnungszeiten verlängert. Der ursprüngliche Plan war, Phase Drei am 1. Juli zu erreichen. Nun soll in zwei Wochen neu entschieden.

Aufhebung der Impfpriorisierung

Nach einer Entscheidung des spanischen Gesundheitsministeriums dürfen die autonomen Regionen inzwischen auch die Impfpriorisierung aufheben und die Altersgruppen mischen, wenn sie dies für notwendig erachten. Das Ministerium will damit um jeden Preis Lücken in den Agenden der Impfzentren vermeiden. Nur so könne man das Ziel, im Sommer 70 Prozent der spanischen Bevölkerung geimpft zu haben, erreichen, heißt es aus dem Ministerium. Andalusien will bis Ende des Sommers 90 Prozent seiner Bewohner geimpft haben.

Die andalusische Regierung wird in den kommenden Tagen auch damit beginnen, 11.000 einheimische Erasmus-Studenten zu impfen, bevor diese in ihre Studienländer ausreisen.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, Málaga HOY.

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