
Waldbrand Kampagne in Spanien und Andalusien
Spanien rüstet sich für den Sommer 2026 mit dem bisher größten staatlichen Einsatz gegen Waldbrände.
Innenminister Fernando Grande-Marlaska leitete vergangene Woche auf dem Militärflughafen Torrejón de Ardoz bei Madrid die Sitzung des staatlichen Koordinationsausschusses für Waldbrände (CECOD), der beschlossen hat, die offizielle Hochrisikosaison zum zweiten Mal in Folge vorzuverlegen — diesmal auf den 1. Juni.
Hintergrund ist die Bilanz des Jahres 2025: 354.793 Hektar verbrannten landesweit, mehr als das Dreifache des Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre. Es gab 8.189 Brände, darunter 63 Großbrände, die zusammen 86 Prozent der verbrannten Fläche ausmachten.
Hauptbetroffene Regionen waren Kastilien-León, Galicien und Extremadura. Acht Menschen kamen ums Leben, 86 wurden verletzt, mehr als 42.000 mussten evakuiert werden. Im August war die Lage so ernst, dass Spanien internationale Hilfe aus neun Ländern anfordern musste.
Das Alarmsignal für 2026 ist bereits sichtbar: Zwischen dem 1. Januar und dem 15. Mai wurden 127 Brände gemeldet, gegenüber 40 im gleichen Zeitraum 2025, ein Anstieg von 218 Prozent. Drei davon gelten bereits als Großbrände.
Das Dispositiv für diesen Sommer setzt sich aus mehreren staatlichen Einheiten zusammen, die die Mittel der autonomen Gemeinschaften ergänzen — diese tragen die Hauptverantwortung für den Brandschutz.
Insgesamt stehen 56 Luftfahrzeuge bereit: 31 Hubschrauber und 25 Flugzeuge, darunter Wasserflugzeuge. Policia Nacional, Guardia Civil und die Verkehrsbehörde DGT haben eigene Einsatzpläne für Evakuierungen und Sperrungen ausgearbeitet.
Innenminister Grande-Marlaska betonte die Notwendigkeit, angesichts extremer Temperaturen und anhaltender Trockenheit früher zu reagieren. Ministerpräsident Pedro Sánchez, der die Kampagne persönlich vorstellte, appellierte an die institutionelle Zusammenarbeit zwischen Zentralregierung und Regionen: „Diese Schlacht gewinnen wir gemeinsam.“
Waldbrandschutz in der Provinz Málaga
Für die Provinz Málaga hat der andalusische Waldbrandplan Infoca die Hochrisikosaison ebenfalls auf den 1. Juni vorgezogen, sie läuft bis zum 15. Oktober.
Fachleute warnen, dass die starken Winterregen — zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 zogen neun Stürme und DANA-Ereignisse über die Provinz — zu einem starken Pflanzenwachstum geführt haben, das als Brandmaterial besonders gefährlich ist.
Größte Neuerung in der Provinz ist die neue strategische Einsatzbasis in Istán-Marbella, die mit einer Investition von 4,3 Millionen Euro gebaut wurde und als Hauptoperationszentrum für die Sierra de las Nieves und die Costa del Sol dient. Im Laufe des Juni soll zudem ein weiteres Subzentrum in Tolox in Betrieb gehen.
Quellen: Ministerio del Interior, Junta de Andalucía























































