Feuer im Ibis-Hotel in Málaga ist seit einer Woche aktiv

Feuerwehr kontrolliert Brand und lässt ihn kontrolliert ausbrennen – Einsturzgefahr verhindert Löscharbeiten im Gebäudeinneren

Ibis Hotel Málaga Brand

Mehr als eine Woche nach Ausbruch des Feuers im Ibis-Hotel im Zentrum von Málaga ist der Brand noch immer nicht gelöscht. Eine Feuerwehreinheit überwacht das Gebäude rund um die Uhr. Von außen betrachtet wirkt das Hotel gespenstisch – im Inneren frisst sich das Feuer langsam und unaufhaltsam durch die Struktur.

Die Strategie der Feuerwehr: kontrolliert abwarten. Bereits in der vergangenen Woche entschieden die Einsatzkräfte, das Gebäudeinnere nicht mehr aktiv zu bekämpfen, da die Einsturzgefahr zu groß ist.

Hinzu kommt, dass der Feuerwehr nach eigenen Angaben spezialisiertes Gerät fehlt, um Fassadenteile abzutragen oder schwer zugängliche Bereiche zu erreichen.

Städtische Stellen teilten der spanischen Tageszeitung Diario Zeitung SUR mit, die Lage werde überwacht, bis das Feuer vollständig erloschen sei. Die große Menge an Holzmaterialien im Gebäudeinneren erschwert die Arbeiten erheblich.

Zwischendecken machen Löscharbeiten kompliziert

Das Feuer wurde in der Nacht zum Montag, den 26. Mai, gegen 1.20 Uhr gemeldet. Ausgangspunkt war das Le Grand Café im Erdgeschoss des Hotels. Einsturzgefährdete Strukturen, weiträumige Hohlräume hinter Zwischendecken sowie Materialien wie Holz und Stahl stellten die Feuerwehr vor erhebliche technische Probleme.

Wärmebildkameras, die beim Aufspüren von Glutnestern normalerweise zuverlässig helfen, erwiesen sich in diesem Fall als nur bedingt nützlich.

Im Normalbetrieb ermöglichen diese Geräte den Einsatzkräften, versteckte Hitzequellen oder gefährlich steigende Temperaturen schnell zu lokalisieren und gezielt einzugreifen, etwa durch das Aufbrechen von Zwischendecken. Die Kombination aus Einsturzgefahr und Raumstruktur ließ das nicht zu.

Das Ibis-Hotel wurde 1999 eröffnet und 2014 renoviert. Zuletzt gab es Pläne, das Gebäude um drei Stockwerke aufzustocken.

Seit dem ersten Brandausbruch am 25. Mai ist das Feuer mehrfach wieder aufgeflammt, bedingt durch die Bau- und Materialstruktur des Hauses. Anwohner der umliegenden Straßen klagen zunehmend über starken Brandgeruch.

Quellen: Diario SUR, Málaga HOY

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