Die Provinz Málaga erwartet in dieser Woche die bislang heißeste Phase des Sommers. Der warme Terralwind und Calima, eine staubhaltige Luftmasse aus Nordafrika, lassen die Temperaturen zusammen mit der starken Sommersonne auf Werte steigen, die selbst an der Costa del Sol selten erreicht werden.
Die Region profitiert normalerweise von einem Mikroklima, das durch Meeresbrisen und die umliegenden Berge mildere Werte ermöglicht als im übrigen Land. In dieser Woche bleibt dieser Schutz aus, sodass auch Málaga Höchsttemperaturen von über 40 Grad in weiten Teilen der Provinz erreicht.
In der Provinzhauptstadt sowie in der Axarquía bleibt nach Angaben des spanischen Wetterdienstes Aemet die gesamte Woche angespannt, mit Höchstwerten von 36 bis 37 Grad und nächtlichen Tiefstwerten um 24 Grad.
Am Donnerstag und Freitag wird die Lage am kritischsten, wenn der warme Westwind die Marke von 40 Grad überschreitet. In diesen Nächten könnten die Tiefstwerte bei 26 Grad liegen.
Das europäische Wettermodell rechnet für Donnerstag mit Temperaturen über 40 Grad in Málaga-Stadt, sowie im Guadalhorce-Tal, insbesondere in den Gemeinden Álora und Coín. Am Freitag bleibt die Situation weitgehend unverändert, am Samstag sinken die Temperaturen im Landesinneren deutlich.
Über 40 Grad in Málaga-Stadt sind eher selten
Dass die Stadt Málaga selbst die 40-Grad-Marke erreicht, gilt als selten und beschränkt sich nach Angaben des Wetterexperten aus Málaga, José Luis Escudero, üblicherweise auf ein bis zwei Julitage.
Escudero verweist jedoch auf frühere Fälle mit bis zu vier solcher Tage, zuletzt 2023. In jenem Jahr wurden zugleich die historischen Rekorde für die Höchsttemperatur mit 44,2 Grad, gleichauf mit 1978, sowie für die Tiefsttemperatur mit 31,6 Grad verzeichnet.
Im Landesinneren Andalusiens fällt die dritte Hitzewelle des Sommers nach Einschätzung von Experten etwas moderater aus als an der Küste. Dennoch werden auch dort hohe Werte erwartet: bis zu 42 Grad in Córdoba und bis zu 40 Grad in Sevilla, vor allem zwischen Mittwoch und Donnerstag.
Aemet führt die Hitzewelle auf ein stationäres Tiefdruckgebiet nordwestlich der Iberischen Halbinsel in Kombination mit einem Hochdruckgebiet in mittleren Höhenlagen über Nordafrika zurück. Diese Konstellation führt zum Zustrom warmer, trockener und staubhaltiger Luft in den Südosten der Halbinsel und auf die Balearen.
Quellen: Diario SUR, Málaga HOY, Aemet


























































