Marbellas Hafen La Bajadilla wird für mehr als 200 Millionen Euro ausgebaut

Landesregierung vergibt 40-jährige Konzession – Zahl der Liegeplätze soll von 268 auf rund 750 steigen

Erweiterung Hafen Marbella

Erweiterung des Hafens in Marbella

Der Ausbau und die umfassende Modernisierung des Hafens La Bajadilla in Marbella ist auf den Weg gebracht. Die Junta de Andalucía hat die Konzession für die Erweiterung an die Marinas Internacional de Marbella (MIN) vergeben, einen Zusammenschluss mehrerer Unternehmen aus Marbella und der Costa del Sol.

Die Laufzeit beträgt 40 Jahre. Für das Projekt sind Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro vorgesehen.

Der neue Betreiber soll die Anlagen ab dem 1. Januar 2027 übernehmen. Nach der Unterzeichnung des Vertrags stehen zunächst elf Monate für die Ausarbeitung des Bauprojekts zur Verfügung.

Anschließend sind 36 Monate für die Ausführung der Bauarbeiten vorgesehen. Das Projekt muss vor Beginn der Arbeiten von der Junta genehmigt werden.

Platz für mehr Boote und Yachten

Kern der geplanten Erweiterung ist eine deutliche Vergrößerung des Hafens. Die Zahl der Liegeplätze soll von derzeit 268 auf etwa 750 steigen. Damit soll La Bajadilla künftig auch größere Boote und Yachten aufnehmen können. Vorgesehen sind Liegeplätze für Schiffe mit einer Länge von bis zu 70 Metern sowie Möglichkeiten für die Aufnahme von Kreuzfahrtschiffen.

Geplant sind zudem neue Freizeit- und Tourismusangebote. Die bestehenden Einrichtungen für die Fischerei sollen erhalten und modernisiert werden. Hinzu kommen ein Werftbereich, neue Dienstleistungen, ein Gewerbe- und Freizeitbereich sowie rund 1.000 Parkplätze.

Auch umfangreiche Bauarbeiten an der Hafeninfrastruktur sind vorgesehen. Der Hauptwellenbrecher soll rund 1,13 Kilometer lang werden und den Hafen im Osten und Süden schützen.

Im Westen ist ein etwa 450 Meter langer Gegenwellenbrecher geplant. Außerdem soll ein neuer Baukörper zur Kanalisierung des Arroyo Primero entstehen, der zugleich den Bach vom Strand El Cable trennen soll.

Teil des Projekts sind auch Maßnahmen zum Küstenschutz. Vorgesehen sind unter anderem Sandaufspülungen und Sandtransporte an den Stränden Venus, La Bajadilla, El Cable und El Faro.

Lange Vorgeschichte

Der Ausbau von La Bajadilla hat eine lange Vorgeschichte. Das Projekt wurde bereits vor 16 Jahren erstmals ausgeschrieben und später an den saudi-arabischen Unternehmer und damaligen Konzessionär Al Thani vergeben.

Nach der Auflösung des Vertrags im Jahr 2016 lag das Vorhaben zunächst auf Eis. Die Junta nahm die Planungen 2019 wieder auf. Seitdem wurden unter anderem Umweltprüfungen sowie die erforderlichen Berichte der Küstenbehörden und der Rechtsabteilungen durchgeführt.

Nach Angaben der andalusischen Landesregierung ist die nun vergebene Konzession ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung Marbellas.

Bauminister Mario Muñoz-Atanet sprach von einem bedeutenden wirtschaftlichen Impuls für die Stadt. Bürgermeisterin Ángeles Muñoz bezeichnete die Vergabe als „eine grandiose Nachricht“ und erklärte, die Erweiterung werde Marbella ermöglichen, auch im maritimen Bereich weiter zu wachsen.

Quellen: Junta de Andalucía, Málaga Hoy

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