Am 28. August ist über Spanien eine partielle Mondfinsternis zu sehen

In der Nacht zum Freitag färbt sich der Mond rötlich. An der Costa del Sol ist das Schauspiel teilweise zu sehen – ohne spezielle Schutzbrille.

Mondfinsternis Málaga 2025

Mondfinsternis in Spanien 2026

Nach der totalen Sonnenfinsternis vom 12. August folgt in Spanien bereits das nächste astronomische Ereignis: In der Nacht zum Freitag, den 28. August, ist eine partielle Mondfinsternis zu sehen.

Wer das Ereignis beobachten möchte, muss früh aufstehen: Das Phänomen beginnt um 3.23 Uhr mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Ab etwa 4.34 Uhr beginnt die partielle Phase.

Ihren Höhepunkt erreicht die Mondfinsternis gegen 6.12 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich rund 96 Prozent der Mondscheibe im Schatten der Erde.

Rötlicher Mond wie beim Sonnenuntergang

Der Mond wird während der Finsternis nicht vollständig dunkel. Sonnenlicht, das durch die Erdatmosphäre fällt, erreicht weiterhin die Mondoberfläche. Dabei wird vor allem das rötliche Licht der Sonnenuntergänge zur Erde hin abgelenkt. Deshalb kann der Mond während der Finsternis einen rötlichen Farbton annehmen.

Dass die Mondfinsternis nur zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis stattfindet, ist kein Zufall. Am 12. August stand der Mond zwischen Erde und Sonne.

Am 28. August ist Vollmond. Durch die Neigung der Mondbahn um rund fünf Grad zur Erdbahn kommt es allerdings nicht bei jedem Vollmond zu einer Finsternis. Diesmal stehen Sonne, Erde und Mond so günstig, dass der Mond in den Erdschatten gelangt.

Auch an der Costa del Sol zu sehen

Die partielle Mondfinsternis kann grundsätzlich von ganz Spanien aus beobachtet werden. Allerdings unterscheiden sich die Bedingungen je nach Standort.

Für die Costa del Sol bedeutet das: Der Mond wird sich gegen Ende der Finsternis bereits dem Horizont nähern. In Málaga und anderen Orten der Region wird die Mondfinsternis deshalb nicht bis zum Ende zu sehen sein. Je weiter westlich der Beobachtungsort liegt, desto länger bleibt der Mond über dem Horizont.

Besonders gute Bedingungen gibt es unter anderem in den westlichen Teilen Andalusiens sowie in Extremadura, Galicien und Teilen von León. Dort kann ein größerer Teil der Finsternis beobachtet werden.

Anders als bei einer Sonnenfinsternis sind keine speziellen Schutzbrillen erforderlich. Der Mond kann während der gesamten Finsternis mit bloßem Auge betrachtet werden. Auch für Fotos ist kein besonderes Equipment notwendig.

Quellen: Ministerio de Ciencia, Instituto Geográfico Nacional (IGN), El País

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