Starkregen, hohe Wellen, geschlossene Schulen und Parks – Andalusien bleibt am Mittwoch in Alarmbereitschaft

Andalusische Landesregierung warnt vor akuter Überschwemmungsgefahr in weiten Teilen der Region. Über 3000 Menschen wurden in den Provinzen Cádiz, Málaga und Jaén evakuiert.

Warnstufe Rot in Málaga

Warnstufe Rot in Málaga

Angesichts des Unwetters Leonardo hat die andalusische Landesregierung am heutigen Mittwoch, den 4. Februar, nahezu das gesamte Gebiet der Autonomen Gemeinschaft in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Für diesen Mittwoch wird der Unterricht auf allen Bildungsstufen ausgesetzt, mit Ausnahme der Provinz Almería. Besonders gefährdet gelten die Costa del Sol, das Tal des Guadalhorce sowie die Region um Ronda.

Die Aussetzung des Unterrichts gilt für alle Schulformen sowie für Kindergärten und weiterführende Einrichtungen. Der Hochschulbereich ist von der Maßnahme ausgenommen, hier entscheiden die Universitäten eigenständig.

Ministerpräsident Juan Manuel Moreno warnte nach einer Sitzung des andalusischen Notfallkommitees eindringlich vor der Lage.

Die meteorologische Situation sei äußerst komplex, das Überschwemmungsrisiko in großen Teilen Andalusiens sehr hoch. „Jede Zone, die in den vergangenen 50 Jahren überschwemmt wurde, kann auch jetzt wieder überflutet werden“, erklärte Moreno. An dem Treffen nahmen Vertreter aller zuständigen Institutionen teil.

Erwartet werden nach Angaben des spanischen Wetteramtes Aemet teils heftige und anhaltende Regenfälle, die mindestens bis Ende der Woche andauern sollen. Lediglich für Freitag wird eine kurze Wetterberuhigung in Aussicht gestellt.

Derzeit stehen alle Regionen Andalusiens unter Wetterwarnungen, die je nach Gebiet die Stufen Gelb, Orange oder Rot erreichen.

In der Region Ronda könnten innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Hier wurde die Alarmstufe Rot ausgegeben.

In den Küstengemeinden der Costa del Sol wird außerdem vor starkem Wellengang gewarnt. Die meisten Gemeinden haben angekündigt, öffentliche Sportstädten und Parks aus Sicherheitsgründen zu schließen und haben ein Notfall-Protokoll aktiviert.

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Die spanische Enklave Ceuta, ist derzeit nicht erreichbar. Der Fährverkehr mit Spanien wurde eingestellt, ebenso die Helikopter-Linienflüge von Málaga.

Die spanische Verkehrsbehörde DGT meldete mehr als 30 gesperrte Straßen in Andalusien. Besonders betroffen ist die Provinz Cádiz mit 19 Straßensperren, darunter die wichtige Autobahn AP-4 zwischen Cádiz und Sevilla im Bereich von Jerez de la Frontera.

In der Provinz Sevilla sind sieben Straßen unpassierbar. Zudem kam es in Gemeinden wie Coripe und in ländlichen Gebieten von Morón de la Frontera zu Stromausfällen.

Über 3000 Menschen wurden in den Provinzen Cádiz, Málaga und Jaén vorsorglich evakuiert.

Notfalldienste überwachen den Anstieg der Flusspegel in Andalusien

Die andalusische Landesregierung ruft die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht auf. Empfohlen wird, nicht notwendige Fahrten zu vermeiden, überflutete Bereiche keinesfalls zu queren und sich von Flussläufen sowie bekannten Überschwemmungszonen fernzuhalten. In gefährdeten Gebieten sollen höhere Lagen aufgesucht werden.

Zur Vorsorge wurden zusätzliche Einsatzkräfte mobilisiert. Neben rund 1.200 Kräften der andalusischen Notfallagentur EMA und des Waldbranddienstes Infoca sind 250 Soldaten der militärischen Notfalleinheit UME im Einsatz, unterstützt von Guardia Civil und weiteren Sicherheitsdiensten.

Die andalusischen Einsatz- und Notfalldienste überwachen derzeit intensiv den Anstieg der Flusspegel in den Regionen, die wegen der anhaltenden Starkregenfälle durch Sturm Leonardo unter Warnstufe Rot stehen.

Besonders aufmerksam verfolgen die Behörden die Lage in Grazalema, Ronda, im Campo de Gibraltar sowie in Los Puentes in der Provinz Jaén.

In Grazalema (Provinz Cádiz) fielen von Mitternacht bis 9 Uhr morgens am heutigen Mittwoch, den 4. Februar, 220 Liter Regen pro Quadratmeter.

Quellen: Junta de Andalucía, Málaga HOY, Diario SUR, RTVE

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6 BEMERKUNGEN

  1. Es wäre bestimmt interessant wenn man vielleicht die Wohnmobilisten darüber informieren könnte, wo man bei dieser extremen Lage zum Ausnahmsweise sein Fahrzeug abstellen kann und dann natürlich die örtlichen Behörden bzw Polizeien davon in Kenntnis setzt,
    Dazu sogar evtl Hinweisschilder aufstellt und die Camper Fahrer von diesen Maßnahmen ebenfalls informiert.
    Es handelt sich ja um eine Katastrophenschutz Situation.

    • Ich glaube nicht das die Behörden auch noch Zeit für Camperschilder haben, die haben ganz andere Probleme. Die müssen sich um ihre Bevölkerung kümmern und diese und ihre Häuser schützen. Vielleicht einfach mal nicht nur egoistisch denken.

  2. Vielleixht sollte man den Campern eher mal mitteilen,wo man sich hinstellen darf und wo nicht.Hier in der Gegend um Aguilas und Terrereros stehen die übwrall.Im Naturschurzgebiet…Unglaublich.Und die Polizei untwrnimmt nichrs.

  3. Wildcamper sollten kräftig abkassiert werden, Von mir aus auch kostenpflichtig abgeschleppt. Es nimmt überhand und ist ein echtes Ärgernis. Und stellen diese Wildcamper auch noch Forderungen. Sie solltenieber ganz kleine Brötchen backen und froh sein, daß die Spanier sie nicht zum Teufel jagen

  4. Diese Dauercamper sollten nicht die große Lippe haben denn sie blockieren die ganzen Cämpingplätze über Monate. Das sind keine Camper, sollten sich eine Ferienwohnung nehmen und nicht die Camperplätze belegen, auf jedem Platz wo man anfragt ist von denen alles belegt.
    camper schauen sich das Land an un siechen nicht auf WoMo Plätzen dahin. Längere Aufendhalte als 2 Wochen sollten verboten sein..!!!

  5. Bezüglich Dauercamper-für viele sind die Mieten an der Costa del Sol nicht zu bezahlen . Zum Beispiel in Benajarafe kostet eine 55 Quadratmeter Wohnung 750 bis 800 Euro – das ist keine First Class Ort ….aber schön. Das Campingpatz Grundstück one Camper mit Strom Wasser Abwasser 280 Euro – oder auch mit Wohncontainer 250 – Euronen – etwas Außerhalb .Auf Mallorca gibt es Campingplätze nur für Hotelangestellte …aber hier an der Costa del Sol wollen einige nicht zurück in eine normale Wohnug – neue Freunde dort – und der Land Rover parkt davor

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