Mehr als 3.000 Menschen sind in Andalusien vorsorglich aus hochwassergefährdeten Gebieten evakuiert worden.
Betroffen sind nach Angaben der andalusischen Notfallagentur die Provinzen Cádiz, Málaga und Jaén. Grund sind anhaltende und teils ergiebige Regenfälle durch das Sturmtief Leonardo, das mit einem sogenannten atmosphärischen Fluss auf die Region trifft.
Allein im Raum Jerez de la Frontera mussten wegen des stark angestiegenen Pegels des Flusses Guadalete mehrere ländliche Siedlungen geräumt werden, darunter La Greduela, Los Cejos del Inglés und der untere Bereich von Las Pachecas.
In der Gemeinde San Roque wurden insgesamt 1.018 Menschen aus mehreren Ortsteilen evakuiert. Ein Teil der Betroffenen wurde im städtischen Sportpavillon untergebracht, andere in Hotels oder bei Angehörigen. Eine Person wurde im Krankenhaus von La Línea versorgt.
In Setenil de las Bodegas wurden sechs Familien in Hotels und auf einem Campingplatz untergebracht. In Torre Alháquime wurden etwa 25 Bewohner evakuiert, in der Benaocaz-Barriada Tavizna mehr als 30. Rund 400 weitere Evakuierte meldeten die Behörden aus Algeciras.
Vorsichtsmaßnahmen in der Provinz Málaga
Auch in der Provinz Málaga kam es zu Vorsichtsmaßnahmen. In Ronda begann der Zivilschutz am frühen Abend des Dienstag mit der Räumung der hochwassergefährdeten Gebiete Llano de la Cruz, Narváez, Tejares und La Indiana.
Etwa 20 Menschen wurden in einem Hotel im Industriegebiet untergebracht. Weitere Evakuierungen werden dort nicht ausgeschlossen.
In der Gemeinde Los Puentes in der Provinz Jaén sind weiterhin rund 200 Menschen evakuiert. Die meisten von ihnen kamen bei Familienangehörigen oder Freunden unter. Das Rote Kreuz hält zusätzliche Unterkünfte bereit.
Die Notfallagentur EMA rief die Bevölkerung erneut dazu auf, die Hinweise zur Selbstschutzvorsorge strikt zu befolgen, da neben Dauerregen auch starke Winde und Erdrutsche drohen.
Häfen in Cádiz geschlossen, Sierra Nevada bleibt zu
Wegen des Sturms wurden am Dienstag zudem alle regionalen Häfen in der Provinz Cádiz sowie im Gebiet der Straße von Gibraltar geschlossen. Das Auslaufen von Fähren, Freizeit- und Fischerbooten sowie zahlreicher weiterer Schiffe ist bis auf wenige Ausnahmen untersagt.
Darüber hinaus bleiben mehrere öffentliche Einrichtungen geschlossen. Die Skistation Sierra Nevada nimmt am Mittwoch keinen Betrieb auf.
Trotz der angespannten Lage verlief der Dienstag, 3.Februar, nach Angaben der Notrufzentrale 1-1-2 ohne schwere Zwischenfälle.
Insgesamt wurden 136 Einsätze registriert, vor allem wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste, beschädigter Infrastruktur sowie kleiner Erdrutsche und Beeinträchtigungen auf Nebenstraßen.
Seit Beginn der aktuellen Unwetterserie Ende Januar summiert sich die Zahl der Notfälle in Andalusien auf mehr als 5.200.
Quellen: Diario SUR, Málaga HOY


















































