Bahnverkehr eingestellt und Straßensperrungen: Leonardo sorgt für erste Probleme in Málaga

Direkte Zugverbindung Málaga Granada:

Das Sturmtief Leonardo sorgte in der Provinz Málaga bereits in den frühen Morgenstunden des Mittwoch für erhebliche Einschränkungen im Verkehr.

Nach starken Regenfällen und kräftigem Wind kam es zu den ersten gravierenden Zwischenfällen auf Schienen und Straßen.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Málaga und Antequera ist derzeit unterbrochen. Grund ist ein Erdrutsch bei Álora, wie der Infrastrukturbetreiber Adif mitteilte.

Solange die Strecke nicht geräumt ist, bleiben auch die AVE-Verbindungen zwischen Málaga und Madrid eingestellt. Renfe organisiert die Verbindungen aktuell mit Umstieg in Córdoba, wo der Verkehr bereits seit dem tragischen Unfall bei Adamuz beeinträchtigt ist.

Parallel dazu hat Renfe den Betrieb der Cercanías-Linie C2 zwischen Málaga und Álora für den gesamten Mittwoch bis auf Weiteres ausgesetzt. Als Grund nennt das Unternehmen die Wetterlage sowie Empfehlungen der Behörden.

Auch weitere Bahnverbindungen sind betroffen. Die Strecke zwischen Antequera-Santa Ana und Granada ist wegen überfluteter Gleise im Bereich zwischen der Abzweigung Tocón und Loja in der Provinz Granada gesperrt.

Auf den Straßen meldet die Verkehrsbehörde DGT ebenfalls mehrere Sperrungen. Nicht passierbar sind derzeit die MA-8302 zwischen Estepona und Genalguacil, die N-331 bei Antequera im Abschnitt Kilometer 128 bis 133 sowie die A-366 zwischen Guaro und Tolox.

Mehrere dieser Vorfälle gehen auf umgestürzte Bäume zurück. Das Konsortium der Provinzfeuerwehr registrierte bis 8.00 Uhr morgens rund ein halbes Dutzend Einsätze, vor allem in Estepona, Casares, Gaucín und Carratraca. Laut dem Wetterdienst Aemet wurden Windböen von bis zu 62 km/h in Estepona und 55 km/h in Ronda gemessen.

In der Stadt Málaga selbst kam es zu weiteren Beeinträchtigungen. Die Stadtverwaltung warnt vor zahlreichen Ampelanlagen, die wegen technischer Defekte außer Betrieb oder auf Blinkbetrieb geschaltet sind.

Betroffen sind unter anderem wichtige Verkehrsachsen wie die Avenida Carlos Haya, Camino Suárez, Valle Inclán, Isaac Peral, Avenida Europa sowie mehrere weitere Straßen.

Die Aussetzung des Schul- und Universitätsbetriebs sowie die Möglichkeit zum Homeoffice führten dazu, dass der morgendliche Berufsverkehr in der Hauptstadt deutlich geringer ausfiel als üblich.

In Ronda gilt weiterhin die höchste Warnstufe Rot. Auch in der übrigen Provinz bleiben sämtliche Wetterwarnungen aktiv, darunter für Regen, starken Wind und Küstenphänomene.

Quellen: Málaga HOY, Diario SUR, Cadena SER

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