Andalusien Wahl 2026
Elf Tage vor der Regionalwahl in Andalusien am 17. Mai zeichnet sich ein klares Bild ab: Der amtierende Präsident Juan Manuel Moreno und seine Partido Popular liegen klar vorn, die Frage ist nur, ob es für eine absolute Mehrheit reicht.
Das staatliche Forschungsinstitut der andalusischen Landesregierung Fundación Centro de Estudios Andaluces (Centra) veröffentlichte am Dienstag seine zweite Vorwahlumfrage.
Laut der Erhebung kommt die konservative Partido Popular (PP) auf 42 bis 43 Prozent der Stimmen, was zwischen 53 und 56 Sitze im andalusischen Parlament bedeuten würde. Die absolute Mehrheit liegt bei 55 Mandaten.
Moreno könnte sie also knapp erreichen oder knapp verfehlen. Derzeit regiert er mit 58 Sitzen. Die erste Centra-Umfrage vom 17. April hatte noch 57 Sitze prognostiziert.
Zweitstärkste Kraft würde die sozialstische PSOE von Spitzenkandidatin María Jesús Montero, allerdings mit einem historisch schwachen Ergebnis: 20,1 Prozent bedeuten maximal 27 Sitze, vier Jahre zuvor waren es noch 30.
Es wäre das schlechteste Ergebnis der Sozialisten bei einer Regionalwahl in Andalusien. Im April hatte das Centra noch 21 Prozent gemessen.
Vox und Linksparteien ähnlich wie in der laufenden Legislaturperiode
Die rechtsxtreme Vox kommt demnach auf 14,4 Prozent und zwischen 17 und 19 Mandate, etwas mehr als in der laufenden Legislaturperiode, in der die Rechtspartei 14 Sitze hält.
Das Linksbündnis Por Andalucía unter Antonio Maíllo liegt bei 7,9 Prozent und vier bis sieben Sitzen, ähnlich wie bisher.
Die linke Partei Adelante Andalucía wächst am stärksten: von 4,6 auf 6,9 Prozent, was fünf Sitze ergeben würde, drei mehr als aktuell.
Hohe Wahlbereitschaft
Bei der Frage, was die Wahlentscheidung beeinflusst, nannten die Befragten an erster Stelle das Wahlprogramm (22,7 Prozent), gefolgt von der bisherigen Regierungsarbeit (20 Prozent) und der Person des Kandidaten (17,4 Prozent).
Sechs von zehn Andalusiern hatten ihre Entscheidung schon vor Beginn des Wahlkampfs getroffen. Die Wahlbereitschaft ist hoch: Im Schnitt gaben die Befragten eine 8,6 von 10 an. Bei der Wahl 2022 lag die Enthaltung bei 41,6 Prozent.
Nach Provinzen betrachtet dominiert die PP überall: bis zu neun Sitze in Málaga und Sevilla, sieben in Cádiz und Granada, sechs in Almería und Córdoba, je fünf bis sechs in Huelva und Jaén. Die PSOE käme auf maximal vier Sitze in Granada, Málaga und Sevilla.
Die Umfrage basiert auf Interviews mit 8.000 wahlberechtigten Personen in Andalusien, befragt zwischen dem 27. März und dem 16. April 2026.
Quellen: Málaga Hoy, Centra – Fundación Centro de Estudios Andaluces
























































