Weil offizielle Rettungsmittel fehlten, wandten sich Polizisten an den Besitzer eines nahegelegenen Boots-Stellplatzes, um eine junge Frau bei Torre del Mar vor dem Ertrinken zu retten.
Zeus Leiva Peña, 42 Jahre alt und seit seiner Kindheit auf dem Wasser zuhause, zögerte nicht. Der Besitzer des Stellplatzes Puerto Rey brachte nach Angaben der spanischen Tageszeitung Diario SUR seinen Jetski zu Wasser und holte die Frau in letzter Minute aus dem Meer.
Am 29. April gegen halb fünf nachmittags ging beim Notruf 091 der Nationalpolizei ein Anruf ein: Eine junge Frau hatte ihre Kleidung am Strand zurückgelassen und war ins Meer geschwommen, bereits rund 350 Meter von der Küste entfernt.
Weder das Rote Kreuz noch die Guardia Civil hatten in diesem Moment Einsatzmittel verfügbar. Die Beamten fuhren kurzerhand zum nächsten Boots-Stellplatz: Puerto Rey, Zeus Leivas Betrieb. „Ich hatte den Jetski noch auf dem Anhänger, also habe ich ihn so schnell wie möglich zu Wasser gebracht“, erzählt er.
Die Frau ragte kaum noch mit dem Kopf aus dem Wasser. „Ich habe sie am Arm gepackt und hochgezogen. Sie sank bereits, hatte keine Kraft mehr zu schwimmen. Die Strömung trieb sie aufs offene Meer hinaus.“
Die Beamten sagten ihm später, sie hätte keine fünf Minuten mehr gehabt. Aschfahl, bläuliche Lippen, deutliche Unterkühlung: Ein Rettungswagen versorgte sie direkt am Stellplatz.
Bereits einen Monat zuvor, am 29. März, hatte ein Mitarbeiter von Leiva einen zwölfjährigen Jungen gerettet, der auf einem Stand-up-Paddleboard vor Rincón de la Victoria in Seenot geraten war.
Starker Nordwind hatte ihn rund 500 Meter von der Küste abgetrieben. Auch damals fehlten offizielle Rettungsmittel. Der Junge hatte kein Wasser geschluckt, war aber erschöpft und panisch. Das Paddleboard trieb ins Meer davon.
Quelle: Diario Sur






















































