Tausende Menschen in der Provinz Málaga unterstützen Ceuta

Die Kundgebungen fanden am Mittwoch in zahlreichen Gemeinden statt – besonders viele Teilnehmer wurden in Málaga Stadt, Fuengirola, Marbella und Rincón de la Victoria gezählt

Unterstützung für Ceuta
Auch Marbella unterstütze Ceuta. Foto: Auntamiento de Marbella

Unterstützung für Ceuta

In zahlreichen Gemeinden der Provinz Málaga haben am Mittwoch, den 2. September, Menschen ihre Unterstützung für Ceuta zum Ausdruck gebracht.

Anlass war der Tag der Autonomen Stadt Ceuta. Die Kundgebungen folgten einem Aufruf des Spanischen Verbands der Gemeinden und Provinzen (FEMP), dem sich auch der Andalusische Verband der Gemeinden und Provinzen (FAMP) angeschlossen hatte.

Die ersten Veranstaltungen fanden bereits am Mittag statt. In Ronda versammelten sich nach Angaben der spanischen Tageszeitung Diario SUR mehrere hundert Menschen vor dem Rathaus.

Dort wurden spanische und ceutische Flaggen gezeigt und unter anderem der Slogan „Ceuta no se vende, se defiende“ – Ceuta wird nicht verkauft, sondern verteidigt – skandiert. Auch Rücktrittsforderungen an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez waren zu hören.

Unterstützung für Ceuta
Zahlreiche Menschen protestierten vor dem Rathaus in Ronda.

Am Abend um 20 Uhr folgten Kundgebungen in zahlreichen weiteren Gemeinden. Besonders groß war die Beteiligung nach Angaben der jeweiligen Rathäuser in Fuengirola mit rund 15.000 Menschen und in Marbella mit insgesamt rund 10.000 Teilnehmern.

In Marbella kamen demnach etwa 6.000 Menschen zusammen, in San Pedro Alcántara rund 3.000 und in Nueva Andalucía etwa 1.000. Die drei Veranstaltungen waren von der Stadtverwaltung offiziell als „Marbella con Ceuta“  angekündigt worden.

An der Kundgebung in San Pedro Alcántara nahm auch der frühere Ministerpräsident José María Aznar teil. Er betrat die Bühne, hielt jedoch keine Ansprache. Das institutionelle Manifest wurde vom stellvertretenden Bürgermeister von San Pedro, Javier García, verlesen.

Auch in Rincón de la Victoria an der östlichen Costa del Sol war die Beteiligung groß. Nach Angaben der Policía Local versammelten sich dort rund 4.500 Menschen. Die Plätze Ál-Andalus und Pepe El Boticario sowie angrenzende Straßen waren demnach gefüllt. Bürgermeister Francisco Salado, zugleich Präsident der Provinzregierung von Málaga, hatte zuvor zur Teilnahme aufgerufen.

Kundgebungen auch in Torremolinos und Torrox

In Torremolinos kamen nach Angaben der Stadtverwaltung mehr als 3.500 Menschen zusammen. In Alhaurín de la Torre wurden rund 2.000 Teilnehmer gezählt. Auch in Benalmádena, Mijas, Manilva, Antequera, Nerja, Vélez-Málaga, Torrox und Coín fanden Veranstaltungen statt.

In Torrox versammelten sich zahlreiche Menschen vor dem Rathaus. Gezeigt wurden spanische und ceutische Flaggen, zudem wurde die spanische Nationalhymne gesungen. In Vélez-Málaga kamen viele Einwohner auf der Plaza de Las Carmelitas zusammen. Dort wurde unter anderem für die Einheit Spaniens und die Unterstützung Ceutas demonstriert.

Auch die Stadt Estepona bekundete ihre Unterstützung. Die Flagge Ceutas wurde am Rathaus gehisst und soll dort nach Angaben der Stadtverwaltung so lange bleiben, bis eine Lösung für die schwierige Situation in der spanischen Exklave gefunden ist.

Mindestens 50.000 Menschen in Málaga-Stadt

Unterstützung für Ceuta
Blick vom Balkon des Rathauses in Málaga. Foto: Ayuntamiento de Málaga

In Málaga-Stadt fand die zentrale Kundgebung vor dem Rathaus statt. Nach Angaben der Policía Nacional nahmen dort rund 50.000 Menschen teil. Die Stadtverwaltung nannte dagegen eine deutlich höhere Schätzung von 120.000 bis 140.000 Teilnehmern.

Damit gehört die Veranstaltung in der Provinzhauptstadt zu den größten Kundgebungen des Tages.

Die Kundgebungen standen im Zusammenhang mit der unsicheren Lage in Ceuta nach der massiven Ankunft von Migranten aus Marokko Ende Juli.

Neben Solidaritätsbekundungen wurden bei mehreren Veranstaltungen Forderungen nach einer stärkeren Sicherung der Grenze, der Wahrung der territorialen Einheit Spaniens und einer Rückkehr zur Normalität in Ceuta laut. In mehreren Orten richteten sich Rufe und Plakate zudem gegen die spanische Zentralregierung und Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Nach Angaben der Delegation der spanischen Regierung in Andalusien beteiligten sich insgesamt mehr als 160.000 Menschen in den acht andalusischen Provinzen an den Kundgebungen.

Spanienweite Unterstützung für Ceuta

Auch außerhalb Andalusiens gingen am Mittwoch zahlreiche Menschen für Ceuta auf die Straße.

In Madrid kamen nach Angaben der Stadt rund 150.000 Menschen zusammen, die Delegación del Gobierno sprach von 50.000 Teilnehmern. Auch in Barcelona gab es eine Kundgebung mit rund 1.500 Teilnehmern. Gleichzeitig versammelten sich dort etwa 700 Menschen zu einer Gegendemonstration gegen Rassismus.

Auch in Städten wie Valencia, Zaragoza, Sevilla und Bilbao sowie auf den Kanarischen Inseln fanden Kundgebungen zur Unterstützung für Ceuta statt. Insgesamt beteiligten sich landesweit mehr als 260 Gemeinden an den Solidaritätsaktionen.

Quellen: Diario SUR, La Opinión de Málaga, Málaga Hoy, Ayuntamiento de Málaga, Ayuntamiento de Marbella, El País, RTVE

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