In der Provinz Málaga gelten derzeit vier Gebiete als Warngebiete wegen des West-Nil-Virus: Fuengirola, Cártama, Las Lagunas in Mijas und Campanillas in Málaga.
Die aktuelle Einstufung geht aus der jüngsten Übersicht der andalusischen Gesundheitsbehörden hervor.
Das bedeutet allerdings nicht, dass dort Menschen erkrankt sind. Die Warnstufe wird auch dann ausgesprochen, wenn das Virus bei Mücken nachgewiesen wurde oder andere Hinweise auf eine Zirkulation vorliegen. Ziel ist es, die Überwachung und die Mückenbekämpfung frühzeitig zu verstärken.
In Campanillas wurde das Virus bei einer Mückenprobe aus dem Umfeld des Guadalhorce nachgewiesen. Die Stadt Málaga hat daraufhin die Überwachung verstärkt und zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Mücken eingeleitet.
Nach Angaben des Rathauses wurde dabei keine Übertragung auf Menschen festgestellt. Die Warnstufe für Campanillas gilt zunächst bis zum 3. September.
Auch in Cártama wurde das Virus bei einer routinemäßigen Untersuchung festgestellt. Der Bürgermeister betonte zuletzt, dass es keinen bekannten menschlichen Fall im Ort gebe. Die Warnung gilt dort derzeit bis zum 22. September.
Die aktuelle Übersicht führt außerdem Fuengirola und Las Lagunas in Mijas als Warngebiete auf. Die Einstufung kann sich ändern, wenn neue Untersuchungsergebnisse vorliegen.
Wie wird das Virus übertragen?
Das West-Nil-Virus wird vor allem durch Mücken der Gattung Culex übertragen. Der natürliche Kreislauf findet zwischen Mücken und infizierten Vögeln statt.
Eine Mücke kann das Virus aufnehmen, wenn sie einen infizierten Vogel sticht, und es anschließend bei einem weiteren Stich auf einen Menschen oder ein Pferd übertragen.
Eine normale Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Menschen und andere Säugetiere gelten als sogenannte Fehlwirte: Sie können sich infizieren, tragen das Virus aber normalerweise nicht in ausreichender Menge im Blut, damit eine weitere Mücke es aufnehmen kann.
Wie gefährlich ist das West-Nil-Virus?
Das Risiko einer schweren Erkrankung ist insgesamt gering. Nach Angaben der Junta verlaufen etwa 80 Prozent der Infektionen ohne Symptome. Bei einem Teil der Betroffenen kommt es zu einer fieberhaften Erkrankung mit Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen.
In seltenen Fällen kann das Virus jedoch das Nervensystem angreifen und eine Hirn- oder Hirnhautentzündung oder andere schwere neurologische Erkrankungen verursachen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Wie ernst solche Verläufe sein können, zeigt die aktuelle Situation in Andalusien: 59 menschliche Fälle wurden in diesem Jahr inzwischen registriert, alle in den Provinzen Sevilla und Huelva.
Kein Grund zur Panik
Die Einstufung als Warngebiet bedeutet nicht, dass in dem betreffenden Ort ein Ausbruch unter Menschen stattfindet. Sie soll vielmehr ermöglichen, die Viruszirkulation früh zu erkennen und die Zahl der Überträgermücken zu reduzieren.
Für die Menschen in Málaga gilt deshalb vor allem: Mückenschutz ernst nehmen, stehendes Wasser vermeiden und die Entwicklung der Warngebiete verfolgen.
Quellen: Junta de Andalucía, Ayuntamiento de Málaga, opinion de Málaga


























































