Streik der Eisenbahngewerkschaft in Spanien betrifft am Mittwoch 328 Züge

Renfe Málaga Fuengirola

Die spanische Eisenbahngewerkschaft Sindicato Ferroviario ruft für Mittwoch, den 15. Juli, zum zweiten 24-stündigen Streik bei der staatlichen Bahngesellschaft Renfe auf. Der erste Streiktag hatte am 29. Juni stattgefunden.

Für den Cercanías-Nahverkehr, der unter anderem Málaga und die umliegenden Gemeinden verbindet, hat das spanische Verkehrsministerium Mindestdienste festgelegt: In den Stoßzeiten von 6 bis 9 Uhr und von 17 bis 20 Uhr fahren 75 Prozent der Züge, in den übrigen Betriebsstunden 50 Prozent.

Dieselbe Regelung gilt auch für die Nahverkehrsnetze in Madrid, Asturien, Kantabrien, Galicien, Kastilien-León, Sevilla, Cádiz, Valencia, Murcia und Saragossa.

Beim Fernverkehr sind landesweit 328 von insgesamt 993 geplanten Zügen betroffen. Von 343 Hochgeschwindigkeits- und Fernzügen sollen 94 ausfallen, von 650 Zügen im Mittelstreckenverkehr 234. Die Mindestdienste liegen bei 73 Prozent im Hochgeschwindigkeitsverkehr und 66 Prozent im Mittelstreckenverkehr.

Die Gewerkschaft begründet den Streik mit der Nichteinhaltung von Vereinbarungen aus dem November 2023 zwischen dem Verkehrsministerium und der Arbeitnehmervertretung.

Zudem wirft sie Renfe vor, den Güterverkehr vernachlässigt zu haben, um ihn an das Unternehmen Medway zu übergeben, eine Tochtergesellschaft des schweizerisch-italienischen Konzerns MSC.

Der erste Streiktag am 29. Juni war nach Angaben von Renfe ohne größere Beeinträchtigungen verlaufen. Die Beteiligung des Personals fiel den Angaben zufolge gering aus.

Quellen: La Opinión de Málaga, Málaga HOY, Renfe

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