Diese Ziele sind ab Málaga als Tagesausflug mit dem Auto erreichbar

Von hier aus sind Naturparks, Monumentalstädte und malerische Dörfer gut erreichbar.

Sevilla in Andalusien
Die Kathedrale mit der berühmten Giralda sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Tagesausflüge ab Málaga mit dem Auto

Die Lage ist ein Vorteil, den viele unterschätzen: Málaga grenzt an Cádiz, Sevilla, Córdoba und Granada, und die Autobahnanbindung in alle Richtungen ist gut.

Wer ein Wochenende oder einen freien Tag hat, findet im Umkreis von zwei Autostunden eine bemerkenswerte Bandbreite an Zielen: von Naturparks über Weltkulturerbe bis zu Pueblos, die buchstäblich aus dem Fels wachsen.

Natur: Zwei Parks zwischen Cádiz und Málaga

Ubrique in Andalusien
Ubrique befindet sich unterhalb eines gewaltigen Bergmassivs.

Der Naturpark Los Alcornocales in der Provinz Cádiz umfasst rund 1.700 Quadratkilometer Korkeichwälder. Ein Teil des Parks liegt auf dem Gebiet der Provinz Málaga, etwa rund um Cortes de la Frontera. Historische Ortschaften wie Castellar de la Frontera, Ubrique oder Jimena de la Frontera liegen im Parkgebiet oder direkt daran.

Für manche Wanderwege ist eine Genehmigung erforderlich, die man vorab im Besucherzentrum in Alcalá de los Gazules einholen sollte.

Anfahrt: Ab Málaga über die A-7 Richtung Algeciras, dann A-369 oder A-381 in Richtung Parkmitte. Bis Cortes de la Frontera sind es rund 120 Kilometer, die Fahrt dauert etwa eine Stunde und 45 Minuten.

Gleich daneben schließt sich der Naturpark Sierra de Grazalema an, der sich ebenfalls über beide Provinzen erstreckt. Ronda, Benaoján und Montejaque gehören zu Málaga.

Bekannt ist der Park für die Garganta Verde, den Gipfel El Torreón und einen der weltweit seltenen natürlichen Pinsapo-Tannenwälder, eine in Andalusien endemische Tannenart, die in Europa sonst kaum vorkommt.

Anfahrt: Ab Málaga über die A-357 nach Ronda, weiter auf der A-374 in den Parkkern. Bis Ronda sind es knapp 100 Kilometer, Fahrzeit rund eine Stunde. Ins Parkzentrum Richtung Grazalema sind es rund 20 Kilometer mehr.

Pueblos: Häuser unter Felsen, Barock und Mantecado

Kuriose Dörfer in Andalusien
Setenil de la Frontera liegt in der Provinz Cádiz in Andalusien.

Setenil de las Bodegas in der Provinz Cádiz gehört zu den ungewöhnlichsten Ortsbildern Andalusiens. Die Häuser wurden unter mächtigen Kalksteinformationen gebaut, die als natürliches Dach dienen. Der historische Kern ist als Conjunto Histórico-Artístico geschützt.

Anfahrt: Ab Málaga über die A-357 Richtung Ronda, dann A-374 und CA-9104. Rund 95 Kilometer, Fahrzeit etwa eine Stunde und 30 Minuten.

Osuna in der Provinz Sevilla ist weniger bekannt, aber eindrucksvoll: Renaissance- und Barockfassaden prägen das Stadtbild, das bis heute von seiner Geschichte als Herzogtum zeugt. Flamingos rasten an den Lagunen am Stadtrand, und die alte Stierkampfarena diente als Kulisse für internationale Filmproduktionen.

Estepa, ebenfalls in der Provinz Sevilla, ist die Heimat des Mantecado, des mürben Weihnachtsgebäcks, und bietet von seiner Burganlage weite Blicke über die Sierra Sur.

Anfahrt: Ab Málaga über die A-45 und A-92 Richtung Sevilla. Bis Estepa sind es rund 120 Kilometer und etwa eine Stunde und 45 Minuten. Bis Osuna sind es rund 155 Kilometer, die Fahrzeit liegt je nach Verkehr bei zwei bis zweieinhalb Stunden. Damit liegt Osuna am äußersten Rand der Zwei-Stunden-Reichweite.

Städte: Welterbe und Alhambra

Wissenswertes zu Andalusien
Die Mezquita von Córdoba.

Córdoba ist über die Autovía A-45 in etwa einer Stunde und 45 Minuten zu erreichen. Das Welterbe-Ensemble am Guadalquivir umfasst die Mezquita-Kathedrale, den Alcázar de los Reyes Cristianos, die mittelalterliche Synagoge und die Römische Brücke. Wenige Kilometer außerhalb liegt Medina Azahara, die Palaststadt der Kalifen.

Anfahrt: Ab Málaga über die A-45 direkt nach Córdoba. Rund 160 Kilometer, Fahrzeit etwa eine Stunde und 45 Minuten.

Granada ist von Málaga aus in rund anderthalb Stunden erreichbar. Die Alhambra, der Albaicín, das Sacromonte-Viertel, die Kathedrale und der Generalife-Garten gehören zu den meistbesuchten Monumenten Spaniens. Eine Vorabreservierung für die Alhambra ist unbedingt empfehlenswert.

Anfahrt: Ab Málaga über die A-45 und A-92 Richtung Granada. Rund 130 Kilometer, Fahrzeit etwa eine Stunde und 30 Minuten.

Küste: Südlichster Punkt Europas und Costa Tropical

Strand Valdevaqueros in Tarifa
Der Strand Valdevaqueros bei Tarifa ist ein beliebter Ort bei Kitesurfern.

Tarifa in der Provinz Cádiz gilt als südlichste Stadt des europäischen Festlandes. Von den Aussichtspunkten der Altstadt sieht man, wo Mittelmeer und Atlantik aufeinandertreffen.

Das Castillo de Guzmán el Bueno überragt die engen Gassen der Medina, und die Strände gehören zu den windreichsten der iberischen Halbinsel, weshalb Tarifa als Hochburg des Kite- und Windsurfens gilt.

Anfahrt: Ab Málaga über die A-7 entlang der Küste. Rund 160 Kilometer, Fahrzeit etwa eine Stunde und 45 Minuten.

Die Costa Tropical der Provinz Granada, mit Orten wie Almuñécar, La Herradura, Salobreña und Motril, beginnt direkt hinter der Axarquía. Das milde Klima erlaubt subtropische Kulturen wie Avocados, Mangos und Chirimoyas. Die Küste ist deutlich ruhiger als die Costa del Sol.

Anfahrt: Ab Málaga über die A-7 Richtung Almería. Bis Almuñécar rund 65 Kilometer, Fahrzeit etwa 50 bis 60 Minuten.

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