Teil 7 – Regen – aber anders
Reden wir doch mal über’s Wetter.
Man kann wohl sagen, nach 35 Jahren in Deutschland und Holland lebend, bin ich an Regen gewöhnt – in all seinen Formen und Farben: Hagel, Niesel, Starkregen, Graupel – man wird quasi zum Regenexperten.
Jetzt ist mir aber beim letzten Wolkenbruch in meiner neuen Heimat Spanien eines aufgefallen: Während sich in Deutschland eigentlich nur bei schmerzenden Hagelschauern untergestellt wird und kaum ein Wetterphänomen den Holländer vom Fahrrad holen kann, stoppt das Leben auf Spaniens Straßen einfach.
Pause. Nichts und niemand bewegt sich.
Während ich, den Kopf gesenkt, durch die Straßen stiefle, sehe ich die Menschen unter die kleinsten Vordächer kriechen, wo sie exakt genau so lange stehen bleiben, wie es eben regnet und sich wohl fragen, was ich denn für einen immens wichtigen Termin habe, dass ich nicht kurz warten kann.
Ich hab‘ keinen. Mir ist es einfach noch nicht in den Sinn gekommen, komplette Regenschauer auszusitzen.
Während ich also nass wie ein Pudel, durch den Starkregen wate, frage mich wie viele Stunden meines Lebens ich wohl unter Dachvorsprüngen verbracht hätte, wenn ich bei jedem nordeuropäischen Schauer angehalten hätte.
Nun, Notiz an mich: Ja, auch hier regnet es. Aber anders, denn nach dem Regen kommt die Sonne und es macht dementsprechend durchaus Sinn, einfach mal kurz anzuhalten.
Teil 8 folgt in Kürze…
Lisa Westerhoff ist Journalistin und Biologin und verbindet Schreiben und Tierwelt. Unter anderem hat sie in Auffangstationen in Costa Rica und den Niederlanden gearbeitet.
Ihr langer Traum nach Spanien zu ziehen, wird gerade Realität. Gemeinsam mit ihrem Partner zieht sie nach Katalonien, nahe Tortosa und beginnt ein neues Kapitel mit Katze, Hunden und Pferden.
Verfolgen kann man das Ganze auf dem Instagram-Kanal a.finca.dos

























































