Lebensmittelpreise in Spanien 2026
Wer in Spanien einkauft, zahlt für viele Grundnahrungsmittel deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Grüne Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Kichererbsen haben sich von Mai 2025 bis Mai 2026 um 16,3 Prozent verteuert.
Fruchtgemüse wie Tomaten, Zucchini, Paprika und Auberginen folgten mit einem Plus von 15,2 Prozent. Das geht aus den aktuellen Daten des spanischen Verbraucherpreisindex (IPC) hervor, die das Nationale Statistikinstitut INE veröffentlicht hat.
Eier kosteten zuletzt 13,7 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres. Frischer, gekühlter oder gefrorener Fisch verteuerte sich um 9,7 Prozent, Meeresfrüchtezubereitungen um 6,1 Prozent. Auch Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Mandarinen sind mit einem Preisanstieg von 5,7 Prozent spürbar teurer geworden.
Günstiger wurden dagegen tropische Früchte: Avocados, Bananen, Mangos und Papayas sind im Jahresvergleich um 18,2 Prozent günstiger geworden. Andere frische Früchte wie Melonen, Wassermelonen und Trauben verbilligten sich um 9 Prozent. Auch Zucker (-3,5 Prozent), pflanzliche Öle (-2,5 Prozent) und Kartoffeln (-2,2 Prozent) kosteten weniger als im Vorjahr.
Saisonale Schwankungen im Mai und Juni
Im Monatsvergleich Mai zu April zeigen sich starke saisonale Schwankungen: Andere frische Früchte verteuerten sich gegenüber April um 11,9 Prozent, tropische Früchte um 8,1 Prozent. Fruchtgemüse und grüne Hülsenfrüchte hingegen wurden im Mai gegenüber dem Vormonat günstiger, um 14,4 beziehungsweise 13,4 Prozent.
Die allgemeine Inflationsrate in Spanien lag im Mai bei 3,2 Prozent, genauso wie im April. Die Kerninflation, also die Rate ohne Energie und unverarbeitete Lebensmittel, stieg auf 3,0 Prozent.
Auch im Juni bleibt die Inflation in Spanien bei 3,2 Prozent — damit liegt sie vier Monate in Folge über der Drei-Prozent-Marke.
Die Kerninflation sank leicht auf 2,9 Prozent. Als Haupttreiber nennt das Nationale Statistikinstitut gestiegene Strom- und Gaspreise, während Kraftstoffe die Rate etwas dämpften.
Im Hintergrund steht der Energieschock durch den Krieg im Nahen Osten. Die spanische Regierung verwies auf ihr Antikrisen-Programm, das die Inflation nach eigenen Angaben um rund einen Prozentpunkt abgefedert haben soll. Die endgültigen Juni-Daten veröffentlicht das INE am 15. Juli.
Quellen: Expansion, El País, INE























































