Unterströmung in Andalusien
Die andalusische Notfallbehörde EMA hat für Mittwoch und Donnerstag vor gefährlichen Unterströmungen an den Küsten der Provinzen Cádiz und Huelva gewarnt. Grundlage ist eine Sonderwarnung der spanischen Wetterbehörde Aemet.
Aemet warnte vor starken Rückströmungen, sogenannten Rip Currents. Dabei handelt es sich um schnelle Oberflächenströmungen, die vom Strand aus aufs offene Meer hinausziehen und selbst geübte Schwimmer mitreißen können.
Das Wetterphänomen bringt Wellen von über einem Meter Höhe mit sich. Nach Angaben von Aemet liegt die Wellenperiode bei elf bis zwölf Sekunden. Dadurch führe die Dünung mehr Energie mit sich, als auf den ersten Blick erkennbar sei.
Die aus westlicher Richtung kommende Dünung trifft mit einer Springtide zusammen. Der Tidenkoeffizient erreicht am Mittwochnachmittag den Wert 100, in der Nacht zum Donnerstag den Wert 101.
In Kombination mit den typischen Sommerprofilen der Strände, die anfälliger für Dünung sind, steigt das Risiko am Mittwoch gegen 16 Uhr zur Hochwasserzeit auf den Höhepunkt und hält bis in die frühen Morgenstunden des Donnerstags an.
Sicherheitshinweise
Die Notfallbehörden rufen dazu auf, sich strikt an die Anweisungen der Rettungsschwimmer und die Flaggensignale zu halten. Eine rote Flagge bedeutet striktes Badeverbot, eine gelbe Flagge verlangt höchste Vorsicht.
Zu den wichtigsten Empfehlungen zählen: Baden an unbewachten Stränden während der Risikozeiten vermeiden, Kinder, ältere Menschen, unerfahrene Schwimmer und Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht aus den Augen lassen, Abstand zu Wellenbrechern, Molen und Felsen halten sowie auf Luftmatratzen und Schwimmhilfen verzichten, die leicht abtreiben können.
Wer in eine Unterströmung gerät, sollte Ruhe bewahren und nicht gegen die Strömung anschwimmen. Stattdessen empfiehlt es sich, parallel zur Küste zu schwimmen, bis die Strömung nachlässt, und erst dann Richtung Land zu schwimmen. Wer das Ufer nicht erreichen kann, sollte sich auf den Rücken legen, einen Arm heben, um auf sich aufmerksam zu machen, und Kräfte sparen.
Im Notfall gilt: sofort die 112 wählen und den Standort durchgeben. Ohne entsprechende Ausbildung oder Ausrüstung sollte niemand versuchen, selbst eine Rettung im Wasser durchzuführen, da dies das eigene Leben gefährdet.
Quellen: Diario SUR, Málaga HOY,EMA



























































