Marbella protestiert gegen überraschende Schließung einer A-7-Ein- und Ausfahrt am Kilometer 1034

Bürgermeisterin Ángeles Muñoz fordert, die endgültige Sperrung bis zum Abschluss der Arbeiten an den inneren Straßen zu verschieben

Zufahrt A-7 Golden Beach
Foto: Ayuntamiento de Marbella

Zufahrt A-7 Golden Beach ist geschlossen

Das spanische Verkehrsministerium hat die Zufahrt der A-7 zu den Urbanisationen Golden Beach, Real Zaragoza und zum Hotel Gran Marbella Resort (ehemals Estrella del Mar) im Stadtteil Elviria geschlossen. Die Maßnahme war bereits seit 2020 vorgesehen und Anfang dieses Jahres endgültig genehmigt worden.

Nach Angaben der Stadt Marbella erfolgte die tatsächliche Schließung jedoch ohne vorherige Ankündigung.

Betroffen ist die Zu- und Abfahrt der A-7, von Marbella in Richtung Fuengirola am Kilometer 1034, direkt gegenüber dem Sitz des Wasserversorgers Acosol.

Seit der Sperrung haben sich in den sozialen Netzwerken zahlreiche Autofahrer über zusätzliche Umwege und erwartete Verkehrsprobleme beschwert.

Andere Nutzer verwiesen dagegen auf die Verkehrssicherheit: Die Einfahrt auf eine Straße mit hoher Geschwindigkeit ohne ausreichenden Beschleunigungsstreifen sei gefährlich.

Die A-7 zwischen Manilva und Fuengirola weist an vielen Stellen problematische Ein- und Ausfahrten auf. Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen sind teilweise sehr kurz, an einigen Zufahrten müssen Fahrzeuge sogar vollständig anhalten, bevor sie sich in den Verkehr einfädeln können.

Stadt fordert Aufschub

Bürgermeisterin Ángeles Muñoz fordert die spanische Regierung auf, die Schließung der Ausfahrt zunächst rückgängig zu machen. In einem Video von dem betroffenen Bereich kritisierte sie insbesondere die fehlende Information der Anwohner und der Stadtverwaltung.

Muñoz argumentiert, die Stadt habe angesichts fehlender Lösungen auf staatlicher Ebene selbst einen Serviceweg geplant und arbeite derzeit an der Verbesserung der inneren Verkehrswege. Diese Arbeiten seien indes noch nicht abgeschlossen.

Die Bürgermeisterin fordert deshalb, den Zugang zumindest so lange offen zu halten, bis die Arbeiten beendet sind. Gleichzeitig müsse eine Informationskampagne für die Anwohner gestartet und die Abstimmung zwischen Verkehrsministerium und Stadtverwaltung verbessert werden.

Entscheidung bereits Anfang 2026 getroffen

Hinter der aktuellen Schließung steht ein Verwaltungsverfahren des Verkehrsministeriums. Anfang 2026 wurde das sogenannte Estudio de Delimitación de Tramos Urbanos für den 1034 der A-7 in Richtung Málaga endgültig genehmigt.

Die Entscheidung vom 20. Januar 2026 betrifft fünf konkrete Katasterparzellen und legt unter anderem die Grenzen für die Bebauung entlang der Autobahn fest.

Gegen die Entscheidung konnten Betroffene innerhalb eines Monats Widerspruch beim Verkehrsministerium einlegen oder innerhalb von zwei Monaten ein verwaltungsgerichtliches Verfahren vor dem Nationalen Gerichtshof einleiten.

Quellen: Diario SUR, Ministerio de Transportes y Movilidad Sostenible

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