Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente tritt zurück

Óscar Puente Rücktritt
Foto: La Moncloa

Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente hat am Dienstagabend seinen Rücktritt erklärt. Gleichzeitig kündigte er an, bei den kommenden Wahlen nicht mehr auf der PSOE-Liste für Valladolid anzutreten.

Seine Entscheidung habe er bereits unmittelbar nach dem Zugunglück von Urda getroffen. Er begründete sie mit „politischer Würde, Konsequenz und Empathie gegenüber den Opfern“.

Bei dem Unglück von Urda (Toledo) am 28. Oktober waren 69 Menschen ums Leben gekommen, rund 100 weitere wurden verletzt.

Zusammen mit dem Zugunglück von Adamuz im Januar, bei dem 46 Menschen starben, forderten die beiden Eisenbahnunglücke innerhalb eines Jahres insgesamt 115 Todesopfer.

Zuvor hatte die spanische Regierung ein Hilfspaket von 30 Millionen Euro für die Opfer und ihre Angehörigen beschlossen.

Jeweils 15 Millionen Euro sind für direkte Hilfen und Vorschüsse auf Versicherungsentschädigungen vorgesehen. Außerdem sollen überhöhte Preise für alternative Verkehrsmittel und Unterkünfte während der Streckensperrung begrenzt werden.

Darüber hinaus kündigte die Regierung einen Sonderplan zur Verbesserung der Sicherheit im spanischen Hochgeschwindigkeitsnetz an. Vorgesehen sind unter anderem neue Kontrollsysteme, zusätzliche Sicherheitsprüfungen und der Einsatz künstlicher Intelligenz.

Quellen: El Mundo, El País, La Moncloa.

HINTERLASSE EINE ANTWORT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein