Corona-Aktuell: Inzidenzen schießen in die Höhe

Die andalusische Regierung will bei steigender Krankenhausbelegung die seit 11. Januar geltenden Maßnahmen weiter verschärfen

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Corona aktuell: Inzidenzen schießen in die Höhe
Der Corona-Virus hält Ambulanzen und Pflegepersonal auch Anfang 2021 ordentlich auf Trab.

7-Tage-Inzidenz in der Provinz Málaga liegt bei 219

Die sicherlich gutgemeinten Lockerungen um Weihnachten und Silvester führen rund zwei Wochen später zu enormen Steigerungen aller Corona-Fallzahlen in der Provinz Málaga und in der Region Andalusien. So wurden am heutigen Dienstag in Málaga binnen Tagesfrist, mittels PCR-Tests und Antigen-Schnelltests, 684 Positivgetestete gemeldet. Am Montag waren es sogar deren 1.035, ein neuer Rekordanstieg innerhalb 24 Stunden seit Ausbruch der Pandemie. Am Sonntag wurden für Málaga 200 Positivgetestete gemeldet. Der Durchschnittswert der vergangenen drei Tage liegt somit bei 640 und ist im Vergleich zur Vorwoche (296) mehr als doppelt so hoch.

Ähnlich verhält sich die Entwicklung der 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet. Diese hat innerhalb von nur sechs Tagen von 157 auf nunmehr 333 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zugelegt. Im gleichen Zeitraum ist die 7-Tage-Inzidenz von 103 auf 219 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gestiegen. Die Zahl der aktiven Fälle liegt in Málaga jetzt bei 7.861 (Vorwoche 4.449).

Unterdessen hat die Zahl der stationär behandelten Covid-Patienten in den vergangenen sieben Tagen deutlich zugelegt und liegt, Stand heute, bei 309. In der Vorwoche lag diese Zahl noch bei 189. Auf den Intensivstationen werden jetzt 33 statt 23 Patienten behandelt.

Andalusien sieht rot

Ebenso wie in der Provinz Málaga sind die Inzidenzen auch für Andalusien in den roten Bereich gerutscht. Zur Erinnerung: in Spanien wird ein Gebiet auf der Landkarte mit rot markiert, wenn der Wert für die 14-Tage-Inzidenz in diesem über 250 notiert.

Für ganz Andalusien wurden heute binnen 24 Stunden 2.508 Positivgetestete ermittelt. Am gestrigen Montag waren es 4.896. Am Sonntag wurden 1.100 Neuinfektionen ermittelt. Der Durchschnittswert der genannten drei Tage notiert bei 2.835. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 1.553. Die 14-Tage-Inzidenz ist in der Region seit dem 6. Dezember von 161 auf 314 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Andalusien jetzt bei 194 (Vorwoche 103). Zum Vergleich: in der Bundesrepublik Deutschland liegt die 7-Tage-Inzidenz heute bei 164 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch Covid-Patienten in Andalusien ist diese in den vergangenen sieben Tagen von 1.071 auf 1.535 Patienten gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat sich die Belegung der Intensivbetten von 201 auf 269 erhöht.

Regelungen auf den Prüfstand

Seit gestern gelten wieder etwas schärfere Regelungen in Andalusien. Unter anderem wurde die Ausgangssperre um eine Stunde von jetzt 22 bis 6 Uhr verlängert und die Gastronomie darf nur noch bis 18 Uhr öffnen. Während Gastronomieverbände erneut mit scharfer Kritik auf die neuen Vorgaben reagierten, sind sich Beobachter der Szene einig, dass insbesondere in der Gastronomie, vor allem in der Bars, die Hygienevorschriften kaum bis gar nicht eingehalten werden und bezeichneten die Kritik der Gastronomieverbände als „Heuchelei auf hohem Niveau“.

Unterdessen kündigte die andalusische Regierung heute gegenüber Medienvertretern an, die geltenden Regelungen bei steigender Krankenhausbelegung in den kommenden Tagen weiter verschärfen zu wollen. Nach Informationen von Costa del Sol Online könnte dies bereits zum Montag, den 18. Januar beschlossen werden. Ein harter Lockdown, wie im Frühjahr des vergangenen Jahres, wird indes vorerst nicht in Betracht gezogen. Grund: Spanien und Andalusien könnten sich einen harten Lockdown, ohne weitere EU-Hilfen, finanziell nicht erlauben.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR

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