Inzidenzen geben weiter nach – Lage in den Krankenhäusern noch angespannt

Zahl der aktiven Fälle sinkt erstmals seit Wochen in Málaga. 42 Todesfälle binnen einer Woche.

Inzidenzen Andalusien
Die Impfquote in Spanien liegt trotz Lieferengpässen höher als in Deutschland.
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7-Tage-Inzidenz fällt in der Provinz Málaga auf 260

Für die Provinz Málaga wurden heute 628 Positivgetestete gemeldet. Am Mittwoch der Vorwoche waren es deren 822. Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, ist im Vergleich zur Vorwoche deutlich von 806 auf 642 gefallen. Im gleichen Zeitraum hat auch die 7-Tage-Inzidenz von 334 auf 260 Positivgetestete je 100.000 Einwohner nachgegeben.

In den Krankenhäusern der Provinz Málaga ist die Anzahl der stationären Corona-Patienten in den vergangenen sieben Tagen erstmal seit Wochen wieder rückläufig. Behandelt werden jetzt 467 Patienten (Vorwoche: 505). Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten seit dem 4. August indes von 88 auf 92 gestiegen. Der Anteil der Corona-Patienten im Verhältnis zur Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Betten beträgt jetzt 17,5 Prozent (Vorwoche: 19 Prozent).

Offiziell haben sich in der Provinz Málaga bis dato 143.616 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 119.191 davon gelten als genesen; 1.786 Personen sind in Málaga in Verbindung mit dem Corona-Virus gestorben. Das sind 42 mehr als noch am vergangenen Mittwoch. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt somit 22.639 (Vorwoche: 24.088).

Alle Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern unter dem Limit

Für die nachstehend aufgeführten Gemeinden der Provinz Málaga wurden am heutigen Mittwoch folgende Werte für die 14-Tage-Inzidenz ermittelt: Antequera (673), Alhaurín de la Torre (709), Alhaurín El Grande (532), Coín (459), Casares (218), Manilva (426), Estepona (635), Fuengirola (448), Mijas (471), Marbella (642), Istán (268), Benahavís (336), Ojén (708), Monda (408), Torremolinos (560), Benalmádena (649), Ronda (643), Rincón del la Victoria (545), Algarrobo (442), Nerja (776), Torrox (329) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (426). In der Provinzhauptstadt Málaga liegt die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 812 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

In der Provinz Málaga gibt es, Stand heute, keine Gemeinde, die mehr als 5.000 Einwohner hat und gleichzeitig eine 14-Tage-Inzidenz von 1.000 oder mehr Positivgetesteten aufweist. Nächtliche Ausgangssperren sind daher zumindest für die kommenden sieben Tage passé.

Inzidenzen Andalusien

Für Andalusien wurden heute 3.059 Positivgetestete gemeldet (Vorwoche: 3.655). Die 14-Tage-Inzidenz ist seit dem 4. August von 586 auf 542 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gefallen. Die 7-Tage-Inzidenz ist im gleichen Zeitraum von 262 auf 224 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gesunken.

Im Hinblick auf die 14-Tage-Inzidenz lauten die Werte für die acht andalusischen Provinzen, Stand heute, wie folgt: Málaga (642), Huelva (612), Cádiz (554), Jaén (583), Almería (531), Sevilla (506), Córdoba (481) und Granada (415).

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch an Covid-19 erkrankte Patienten in Andalusien ist diese im Sieben-Tage-Vergleich von 1.336 auf 1.432 Patienten gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat auch die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Corona-Patienten von 238 auf 260 zugelegt. Gestorben sind in der Region seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Corona-Virus 10.510 Menschen (Vorwoche: 10.403).

Impfquote in Spanien höher als in Deutschland

Unterdessen wurden in Andalusien 62,5 Prozent der Bürger vollständig geimpft. Am Mittwoch der Vorwoche lag diese Zahl noch bei 59,5 Prozent. Eine erste Dosis haben inzwischen 73 Prozent erhalten. Vor sieben Tagen lag dieser Wert bei 70 Prozent. In der Provinz Málaga sind jetzt 59 Prozent der Bevölkerung immunisiert (Vorwoche: 56,2 Prozent) während 69 Prozent zumindest eine Dosis erhalten haben (Vorwoche: 66,4 Prozent).

Für ganz Spanien liegen die Quoten bei 60,4 beziehungsweise 70,6 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland sind bisher lediglich 56 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft, während 63 Prozent zumindest eine Dosis erhalten haben, obwohl Deutschland im Gegensatz zu Spanien nicht mit Lieferengpässen zu kämpfen hat. Das liegt insbesondere daran, dass in Deutschland die Impfbereitschaft deutlich niedriger ist als in Spanien. Infolge der überdurchschnittlich hohen Zahl an Impfverweigerern rechnen Experten für Deutschland mit einem ungemütlichen Corona-Herbst.

Alle Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, können in Andalusien jetzt einen Termin für die Erstimpfung erhalten. Das ist möglich auf der Website des andalusischen Gesundheitsdienstes (SAS), über ClicSalud+, über die mobile Anwendung und die Telefonnummer von Salud Responde (955 54 50 60) oder über das Gesundheitszentrum, vorzugsweise per Telefon. Voraussetzung ist, dass man in einem Gesundheitszentrum der Region registriert ist.

Inzidenzen fallen in Spanien – Hamburg ist Risikogebiet

In Spanien notiert die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 530 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner (4. August: 655). Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 253 (4. August: 326). Zum Vergleich: in der Bundesrepublik Deutschland beträgt die 7-Tage-Inzidenz laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 25 Infizierte je 100.000 Einwohner (4. August: 18,5). In Österreich liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 47 (4. August: 37). In der Schweiz ist dieser Wert im Wochenvergleich von 63 auf 96 gestiegen.

Infolge der niedrigen Inzidenzen in Deutschland und Österreich, gelten diese beiden Länder aus spanischer Sicht, mit Ausnahme der Bundesländer Hamburg beziehungsweise Salzburg und Wien, aktuell und bis einschließlich zum 15. August 2021 nicht als Risikogebiete. Die Schweiz hingegen gilt ohne Ausnahmen als Risikogebiet.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, Málaga Hoy, RKI, AGES, BAG

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