Nach Schließung wegen hoher Energiekosten – Marbella und Estepona fordern Wiedereröffnung von Schwimmbädern

Beide Gemeinden haben die Betreibergesellschaft an ihre vertraglichen Verpflichtungen erinnert und erwägen die Möglichkeit, die Verträge zu kündigen

Schwimmbäder Estepona und Marbella
Die Sportzentren in Estepona und Marbella arbeiten mit den Gemeinden zusammen.
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Schwimmbäder Estepona und Marbella

Die verantwortlichen Stadträte in Marbella und Estepona haben die Betreibergesellschaft der Schwimmbäder Supera Fuente Nueva in San Pedro Àlantara und José Ramón de la Morena in Estepona  aufgefordert, beide Einrichtungen wieder zu öffnen.

Den Nutzern dieser städtischen Sportzentren war von der Gesellschaft Supera am vergangenen Freitag mitgeteilt worden, dass die Hallenbäder geschlossen wurden, weil „die Energiekosten in die Höhe geschossen sind“, was die Rechnungen „unerschwinglich“ mache. Die Rechnung für die Erwärmung der Becken habe sich um 300 Prozent erhöht, so die Gesellschaft.

Die Stadträte beider Gemeinden erinnerten Supera an die vertraglichen Verpflichtungen. Javier García, Bezirksbürgermeister in San Pedro Alcántara, sagte, dass er sofort nach Erhalt der schriftlichen Mitteilung des Unternehmens „die sofortige Wiedereröffnung des Schwimmbads gefordert“ habe. Falls dies nicht geschehe, müsse man über die Möglichkeit einer Vertragskündigung nachdenken.

„Wir sind uns des übermäßigen Anstiegs der Energiekosten bewusst, sowohl bei den Gasrechnungen als auch bei den Stromkosten, aber der Betreiber hat eine Verpflichtung gegenüber der Gemeinde und Kunden“, sagte García. Er hofft bis Ende der Woche auf eine Antwort von Supera.

Ähnlich hat sich die Stadtverwaltung von Estepona geäußert: „Wir halten es für inakzeptabel, dass den Einwohnern diese Dienstleistung nicht zur Verfügung gestellt wird“, so der zuständige Stadtrat.

In ganz Spanien hat Supera Sidecu S.A. rund 20 Schwimmbäder in gut einem Dutzend Sportzentren geschlossen. Nutzer der Sportzentren in Estepona und Marbella haben  ihre Konsequenzen gezogen: In den sozialen Medien teilten viele Menschen ihre Kündigung mit. Supera erklärte daraufhin, dass in den kommenden Wochen zumindest die anteilsmäßige Rückerstattung der gebuchten Kurse und Schwimmbadbelegungen erfolge.

Quellen: Diario SUR, Málaga HOY, Ayuntamiento de Marbella

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