Fischereiflotte der Costa del Sol bleibt im Hafen – frischer Fisch ist Mangelware

In der Provinz Málaga liegen 250 Boote seit vergangener Woche still. Am morgigen Mittwoch treffen die Fischer den spanischen Agrarminister

Streik der Fischer in Málaga
Ein Großteil der Fischereiflotte der Provinz Málaga ist im Hafen von La Caleta stationiert. Derzeit laufen die Boote nicht aus.
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Streik der Fischer in Málaga

Der Versorgungsenpass mit Frischwaren an der Costa del Sol verschärft sich. Insbesondere frischer Fisch ist inzwischen auf Märkten und in Restaurants Mangelware, nachdem die 250 in der Provinz Málaga registrierten Fischerboote bis mindestens zum morgigen Mittwoch im Hafen bleiben.

Die Fischer hatten vergangene Woche beschlossen, sich dem Streik der LKW-Fahrer gegen den Anstieg der Treibstoffpreise anzuschließen. Seit dem Beginn des Streiks am vergangenen Freitag hätten sie in der Provinz Málaga 86 Tonnen Fisch gefangen.

Für den morgigen Mittwoch ist ein Treffen des Fischereisektors mit dem spanischen Agrarminister Luis Planas geplant. Je nach den Ergebnissen dieses Treffens werden die Fischer aus der Provinz Málaga entscheiden, ob sie die Arbeit wieder aufnehmen werden. „Unter den jetzigen Umständen rauszufahren, um zu fischen, bedeutet, Geld zu verlieren“, sagt dazu der Präsident des andalusischen Verbandes der Fischereiverbände (Faape), José María Gallart.

Die Fischer wollen unter anderem von den Sozialversicherungsbeiträgen befreit werden und fordern, dass zinslose Darlehen zur Verfügung gestellt werden. „Wir können unsere gestiegenen Treibstoffkosten nicht auf den Fischpreis aufschlagen, so dass es sich für niemanden mehr lohnt“, sagen Vertreter des Sektors.

Die 252 Fischerboote in der Provinz sind in Vélez-Malaga (77), Estepona (65), Fuengirola (44), Marbella (42) und Málaga (24) ansässig. Der Sektor beschäftigt direkt 850 Personen und indirekt mehr als 4.200.

Alarm auf dem Großmarkt in Málaga

Auch bei Mercamalaga, dem größten Großmarkt der Provinz, herrscht Alarm wegen des Mangels an frischem Fisch. Nach mehreren Tagen mit Lieferschwierigkeiten hat der Markt den Vertreter der spanischen Regierung in Málaga aufgefordert, rechtliche Schritte einzuleiten, um den Streik zu beenden.

Währenddessen läuft der Fischverkauf in den lokalen Märkten auf Sparflamme. Im Markt Atarazanas in Málaga sind viele Stände geschlossen oder bieten nur eine kleine Auswahl an Fisch an.

Quellen: Diario SUR, Málaga HOY, Vida enonomíca

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