Andalusien will grüne Revolution mit neuen Elektroautos vorantreiben

Für jedes neue Elektroauto werden zwei Verbrennungsfahrzeuge aus dem offiziellen Fuhrpark eliminiert. Bis 2050 soll Andalusien klimaneutral werden

Grüne Revolution in Andalusien
Die 147 neuen Autos wurden im Stadion la Cartuja in Sevilla vorgestellt. Foto: Junta de Andalucía.
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Grüne Revolution in Andalusien

Der andalusische Ministerpräsident Juan Manuel Moreno hat im Fußballstadion La Cartuja in Sevilla die neue Flotte von 147 Elektroautos vorgestellt, die die Regionalregierung für ihren Fuhrpark erworben hat.

Damit wurde ein weiterer Schritt zur grünen Revolution und im Kampf gegen den Klimawandel getan, wie es in einer Meldung der andalusischen Regierung heißt. Die Region Andalusien verfolgt gemäß den Richtlinien der Europäischen Union das Ziel, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu ein.

Die Elektroautos sind Teil des Aktionsplans „Plan renove“, eine von zahlreichen Maßnahmen, die von der EU bezuschusst werden und mit denen das Ziel der Klimaneutralität in Andalusien erreicht werden soll.

Dazu zählen unter anderem auch eine Förderung der Kreislaufwirtschaft sowie eine Verbesserung der Abwasserklärung und eine Renovierung der Staudämme, um knapper werdende Grundwasserreserven zu schützen. Die Wasserreserven in den Stauseen in Andalusien und der Provinz Málaga befinden sich aktuell auf einem historischen Niedrigstand.

Das Modell der Kreislaufwirtschaft, in der Ressourceneinsatz, Abfallproduktion und Energieverbrauch durch das Verringern von Materialkreisläufen minimiert werden, wird beispielsweise in Málagas Technologiepark PTA vorangetrieben. Hier sollen alle Gebäude im Park mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden, die mindestens 25 Prozent des Bedarfs des Parks decken sollen. Außerdem ist eine Verdreifachung der mit Bäumen bewachsenen Fläche vorgesehen.

Bei der Präsentation der neuen Autos in Sevilla erklärte Moreno, dass in den Verwaltungsbüros der Regierung bereits eine Reihe von Ladestationen installiert sind und dass die neue Flotte den verschiedenen regionalen Ministerien zur Verfügung stehen wird. Man habe jeweils zwei Verbrennungsfahrzeuge gegen ein Elektrofahrzeug ausgetauscht.

Die Verbrennungsfahrzeuge, die nicht auf dem Schrottplatz landen, sollen Berufsbildungsinstituten zur Verfügung gestellt werden, um Projekte zur Umrüstung von Benzinern in Hybrid- oder Elektrofahrzeuge zu fördern.

„Wir sind auf dem richtigen Weg, um das grüne und nachhaltige Andalusien zu schaffen, das wir brauchen – auch um Wohlstand und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Moreno.

Allerdings bleibt noch viel zu tun:  Zwar ist mit den neuen Elektroautos eine erste Reduzierung der umweltschädlichen Fahrzeuge um 9,6 Prozent erreicht und der Ausstoß von etwas mehr als 1,1 Tonnen CO2 pro Jahr gestoppt werden. Aber knapp 95 Prozent des 3.900 Fahrzeuge starken Fuhrparks der Landesregierung bestehen noch aus Verbrennern.

Quelle: Junta de Andalucía.

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