Die spanische Nationalpolizei hat einen 58-jährigen Apotheker aus Torremolinos als mutmaßlichen Kopf eines internationalen Netzwerks für den illegalen Handel mit starken opioidbasierten Schmerzmitteln festgenommen.
Auslöser war ein Bericht der andalusischen Gesundheitsbehörde, der auffällige Bestellungen von knapp 37.000 Medikamentenpackungen ohne nachvollziehbare Verteilung belegte.
Laut der Polizei nutzte der Apotheker seine beruflichen Zugänge, um große Mengen des Opioids zu beziehen und über Mittelsmänner nach Nordafrika, den Nahen Osten und Südostasien zu schmuggeln. Dort gilt die Substanz als hohes Gesundheitsrisiko – vergleichbar mit Fentanyl in den USA.
Zu den bekanntesten Opioiden zählen neben Fentanyl auch Oxycodon oder Tramadol. Wegen ihrer stark schmerzstillenden Wirkung und des “Rauschgefühls”, das sie auslösen können, besteht ein hohes Sucht- und Missbrauchspotenzial.
Insgesamt wurden fünf Personen festgenommen, darunter auch Angestellte der Apotheke. Die Vorwürfe umfassen Verstöße gegen das Gesundheitsgesetz und Geldwäsche.
Bei Durchsuchungen fanden Ermittler 223.825 Euro Bargeld sowie über 250.000 Tabletten des Opioids.
Die Polizei spricht von einer professionell organisierten Struktur mit internationaler Reichweite.