Google wählt Málaga als Sitz für Cybersicherheits-Zentrum

Das Unternehmen beschäftigt bereits mehr als 40 Ingenieure in Málaga. Ein historisches Gebäude am Hafen wird dafür restauriert

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Google in Málaga
Das Google Kompetenzzentrum wird in einem ehemaligen Militärgebäude am Paseo de la Farola direkt hinter dem Hafen von Málaga eingerichtet werden.

Investition in die digitale Transformation Spaniens

Das Technologieunternehmen Google hat die Stadt Málaga als Sitz eines Kompetenzzentrums für Cybersicherheit gewählt. Das Gebäude, direkt am Hafen am Paseo de la Farola gelegen, wird komplett renoviert und verfügt über 2.500 Quadratmeter Platz. Hier werden die mehr als 40 Ingenieure des VirusTotal-Teams (einem bereits zu Google gehörenden Unternehmen aus Málaga, welches Daten und Dokumente online auf Antiviren überprüft) arbeiten. Ebenso soll es Räume für Bürger und Unternehmen geben, in denen Schulungen, Vorträge, Workshops und Mentoring zum Thema Cybersicherheit stattfinden sollen.

“Die Wahl Málagas als Standort für diesen neuen Google-Hub ist kein Zufall”, heißt es aus dem Unternehmen. “Diese Region hat großartige Talente und ein lebendiges Ökosystem von Startups, Inkubatoren und Unternehmen, die den technologischen Fortschritt vorantreiben.”

“Ich bleibe in Málaga”

Google begann seine besondere Beziehung mit der Stadt Málaga im Jahr 2012, als es die Firma VirusTotal erwarb, die von Bernardo Quintero aus Málaga gegründet wurde und der einer der Top-Manager von Googles Cybersecurity-Abteilung weltweit geworden ist. Die einzige Bedingung des Ingenieurs, als Google damals an seine Türen klopfte: “Ich bleibe in Málaga!” Sein Team, das mit der Universität der Stadt zusammenarbeitet, wird seine Arbeit von diesem Kompetenzzentrum für Cybersicherheit aus entwickeln. Ein Eröffnungsdatum steht noch nicht fest, da die Renovierung des Gebäudes am Paseo de la Farola langwierig und komplex sein wird.

Google kündigte nach einem Treffen der Vizepräsidentin von Google Iberia, Fuencisla Clemares, mit Nadia Calviño, spanische Ministerin für digitalen Wandel, weitere Projekte zur Förderung der Digitalisierung Spaniens an, die sich auf Investitionen in Höhe von 650 Millionen Dollar in fünf Jahren summieren. “In Zeiten wie diesen ist eine öffentlich-private Zusammenarbeit unerlässlich, um Innovationen zu stärken und gleichzeitig den sozioökonomischen Wandel voranzutreiben. Wir sind stolz darauf, Teil der digitalen Transformation Spaniens zu sein”, so die Google-Managerin.

Darüber hinaus engagiert sich Google für die weitere Förderung der Ausbildung in digitalen Fähigkeiten, um die Chancen einer sich verändernden Welt erfolgreich zu nutzen. Vor der Coronakrise hatten nur 14 Prozent der spanischen Unternehmen einen Digitalisierungsplan. Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) gibt an, dass 43 Prozent der Spanier zwischen 16 und 74 Jahren über keinerlei digitale Grundkenntnisse verfügen, obwohl diese Fähigkeitenfür zukünftige Berufe immer wichtiger werden.

Deutsche Dekra richtet Technologie-Hub ein

Einen Tag nach Google hat auch das deutsche multinationale Unternehmen Dekra angekündigt, in Málaga einen “globalen Knotenpunkt” der Informationstechnologie einzurichten. Das Software-Unternehmen arbeitet bereits mit zwei bestehende Teams in Málagas Technologiepark Málaga Tech und will nun seinen Standort ausbauen.

Quellen: Google España, El País.

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