Andalusischer Ministerpräsident Moreno: „Haben zwei schwierige Wochen vor uns“

Problematisch ist, dass viele Mitarbeiter und Arbeitskräfte wegen des Virus ausfallen, unter anderem auch in den Schulen und Hochschulen

Omikron in Andalusien
Andalusiens Ministerpräsident Moreno mit Spaniens Wissenschaftsministerin Diana Morant. Foto: Junta de Andalucía.
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Omikron hält Andalusien in Atem

Der andalusische Ministerpräsident Juan Manuel Moreno hat im Anschluss an eine Veranstaltung mit Spaniens Wissenschaftsministerin Diana Morant in Granada erklärt, dass die nächsten zwei bis drei Wochen angesichts der hohen Infektionsrate der Omikron-Variante kompliziert werden.

„Omikron verbreitet sich mit einer Geschwindigkeit, die wir von anderen Wellen und in anderen Varianten so nicht kennen“, sagte der Ministerpräsident, der aber auch betonte, dass wesentlich weniger Betroffene im Krankenhaus behandelt werden müssen. Problematisch in Andalusien sei aber, dass – wie in anderen Regionen und Ländern auch – viele Mitarbeiter und Arbeitskräfte wegen des Virus ausfallen, unter anderem auch in den Schulen und Hochschulen.

Seit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs am vergangenen Montag sind nach Angaben von Moreno über 1.000 Lehrer und Dozenten wegen des Coronavirus krankgeschrieben, auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes kam es zu Ausfällen und Krankmeldungen. Man werde in den Schulen wie auch in anderen öffentlichen Diensten Verwaltungsvorgänge vereinfachen, um „den Zusammenbruch wesentlicher öffentlicher Dienstleistungen“ zu verhindern.

„Wir werden alles tun, um der Verwaltung und der Wirtschaft so wenig Schaden wie möglich zuzufügen“, sagte Moreno, der den geplanten Strategiewechsel von Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez in Bezug auf die Überwachung des Coronavirus zwar grundsätzlich für richtig, aber für verfrüht hält.

Pedro Sánchez hatte in einem Interview mit dem Radiosender Cadena SER die Absicht erklärt, Covid-19 wie eine Grippe („Grippalisierung“) zu behandeln. Inzwischen ist Sánchez  zurückgerudert und hat angekündigt, den Kurswechsel erst durchzuführen, wenn die Omikron-Welle überwunden ist.

Auch wolle man den Schritt in Absprache mit der Europäischen Union durchführen und befinde sich hierzu in Gesprächen. Ob der angestrebte spanische Weg in anderen Ländern möglich ist, bezweifeln Experten, da Spanien eine höhere Impfquote und eine höhere Zahl an durchgemachten Infektionen habe als beispielsweise Deutschland und deshalb schneller in eine endemische Phase übergehen könne.

Maskenpflicht bleibt vorerst bestehen

Währenddessen hat die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias erklärte, dass die Maskenpflicht im Freien zwar eine vorübergehende Maßnahme sei, aber auch während der Omikron-Welle „so lange wie es nötig ist“ beibehalten werde. Damit orientiere man sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.

Quellen: El Confidencial, ABC de Sevilla, Junta de Andalucía.

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