Die angekündigten neuen US-Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe durch Präsident Donald Trump könnten erhebliche wirtschaftliche Folgen für die Provinz Málaga haben.
Besonders betroffen ist die Landwirtschaft: Die USA sind nach Frankreich, Italien und Portugal der viertgrößte Exportmarkt für die Region.
Von Januar bis November 2024 exportierten 705 Unternehmen aus Málaga Waren im Wert von 292 Millionen Euro in die Vereinigten Staaten – ein Anstieg von 30,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast 80 Prozent dieser Exporte entfallen auf Olivenöl.
Besonders im Fokus steht nach einem Bericht der spanischen Tageszeitung Diario SUR das Unternehmen Dcoop aus Málaga, das dank einer Kooperation mit dem US-Unternehmen Pompei inzwischen über eigene Abfüllanlagen in den Vereinigten Staaten verfügt.
2023 exportierte Dcoop Produkte im Wert von 170 Millionen Euro in die USA – rund 12 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Großteil entfällt auf Olivenöl, doch auch Tafeloliven und Wein gehören zum Portfolio.
Sollte der Zoll auf abgefülltes und loses Öl gleichermaßen ausgeweitet werden, könnten laut Unternehmensangaben gravierende wirtschaftliche Folgen drohen.
Auch der Avocadoanbau in der Provinz könnte indirekt betroffen sein. Zwar exportiert Málaga derzeit kaum Avocados in die USA, doch mögliche US-Zölle auf mexikanische Avocados könnten zu einer Umleitung der Warenströme führen – mit zusätzlichem Wettbewerbsdruck auf dem europäischen Markt.