Andalusien: Moreno kündigt neue Einschränkungen in der Mobilität an

Expertenrat trifft sich am Freitag, nachdem die Zahlen der Covid-19 Neu-Infizierten stark gestiegen sind. Algarrobo (Axarquía) bittet Bewohner, freiwillig zu Hause zu bleiben

Andalusien Juan Manuel Moreno
Andalusiens Ministerpräsident Juan Manuel Moreno mit dem Bürgermeister von Algeciras. In einer anschließenden Pressekonferenz kündigte er härtere Einschränkungen für die Region an.

Dritte Welle schneller als erwartet

Der andalusische Präsident Juan Manuel Moreno hat am heutigen Mittwoch eine Sitzung des Expertenrats für Freitag angekündigt, um das weitere Vorgehen nach dem drastischen Anstieg der Neu-Infizierten in der Region zu besprechen. Die 14-Tage-Inzidenz ist am gestrigen Dienstag in Andalusien seit dem 6. Dezember von 161 auf 314 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gestiegen. Allein am heutigen 13. Januar wurden 6.882 Neu-Infizierte in Andalusien gemeldet wie die Grafik des andalusischen Gesundheitsministeriums zeigt.

Corona-Zahlen Andalusien
Quelle: Andalusisches Gesundheitsministerium.

Bei einer Pressekonferenz anlässlich seines Besuches in Algeciras warnte Moreno schon einmal davor davor, dass die neuen Maßnahmen „leider härter werden“ und die Mobilität innerhalb Andalusiens sowie den Handel betreffen. „Wir können bei diesen Zahlen nicht 14 Tage warten, um die Wirkung der bisherigen Restriktionen abzuwarten“, sagte Moreno.

Der Ministerpräsident forderte außerdem die spanische Zentralregierung auf, über einen kompletten Lockdown nachzudenken.

Algarrobo bittet Bewohner, zu Hause zu bleiben

Währenddessen ist Algarrobo seit dem gestrigen Dienstag die fünfte Gemeinde in der Axarquía, die ihre Bewohner darum bittet, freiwillig zu Hause zu bleiben und private Treffen zu vermeiden. Algarrobo folgt damit dem Beispiel von Sayalonga, Benamocarra, Alcaucín und Comares.  In Algarrobo waren 71 aktive Fälle von Covid-19 gemeldet worden, 17 davon in den letzten sieben Tagen. Dies ergibt eine Rate von 450 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die 6.444 Anwohner wurden von Bürgermeister Alberto Pérez gebeten, „nur im äußersten Notfall“ aus dem Haus zu gehen.

Die Gemeindebüros von Algarrobo bleiben bis auf weiteres geschlossen, die Betreuung der Bürger erfolgt per Telefon. Außerdem werden die städtischen Märkte und der Straßenverkauf vorübergehend ausgesetzt und alle Kultur-, Jugend-, Freizeit- und Sporteinrichtungen geschlossen. Der Bürgermeister von Algarrobo hat darauf hingewiesen, dass er in ständigem Kontakt mit den andalusischen Gesundheitsbehörden steht.

Quellen: Ayuntamiento Algarrobo, Junta de Andalucía, Diario SUR.

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