Málaga Städte weltweit
Málaga ist die zweitgrößte Stadt in Andalusien, landesweit liegt sie größenmäßig an sechster Stelle. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz besitzt einen der größten Flughäfen Spaniens, einen großen Handelshafen und eine Universität.
Gegründet wurde die Stadt Málaga etwa im 8. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern, die ihr den Namen Malaka gaben.
Nicht nur aufgrund des Klimas, sondern auch wegen der vielen Monumente und Sehenswürdigkeiten, der herrlichen Altstadt und des reichhaltigen kulturellen und geschichtlichen Erbes gehört Málaga zu den bedeutendsten Urlaubszielen der Iberischen Halbinsel.
Es gibt zahlreiche Málagas auf der Welt
Doch die sehenswerte Stadt an der Costa del Sol ist nicht die einzige, die diesen Namen trägt. Es gibt zahlreiche ‘Málagas’ auf der ganzen Welt, teils mit und teils ohne den Akzent auf dem ersten a geschrieben.
Die meisten Städte mit diesem Namen, allerdings in viel kleinerer Ausführung mit in der Regel unter tausend Einwohnern, findet man in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Im Bundesstaat Washington befindet sich das nördlichste Malaga Amerikas – es ist eine 1903 gegründete Gemeinde ohne eigene Rechtspersönlichkeit in Chelan County.
Dieses Malaga liegt am Columbia River und hat mit seinem andalusischen Pendant gleich zwei Dinge gemeinsam: an beiden Orten spielt der Weinanbau eine bedeutende Rolle und auch im Washington-Malaga wird sehr gerne Golf gespielt. Der älteste Golfplatz ist der Wenatchee Golf & Country Club, der schon seit über hundert Jahren existiert.
Neben Washington haben auch die Bundesstaaten Kalifornien, New Jersey, Ohio, Kentucky und New Mexico ein amerikanisches Málaga zu bieten.
Málaga in Kolumbien
Gleich mehrfach kommt Málaga in Kolumbien vor. Rund 18.200 Einwohner zählt die am Fuße der Anden gelegene Hauptstadt der Provinz García Rovira im Department Santander – und ist damit das größte Málaga außerhalb von Spanien.
Der Erzählung nach wurde dieses kolumbianische Málaga sogar von einem Spanier aus dem spanischen Málaga gegründet. Der Militär Gonzalo Suárez Rendón soll angeblich einen seiner Männer, Jerónimo de Augayo, ausgesendet haben, um in diesem herrlichen Landstrich im Tequia-Tal ein Dorf zu gründen, das zum Andenken an seine Heimat Málaga genannt werden sollte.
Der Überlieferung nach ist dieser Auftrag erfüllt worden und Jeronimo de Aguayo gründete am 10. März 1542 Málaga in Kolumbien. Jedoch fiel die Stadt nur zwei Jahre später Streitigkeiten zwischen Eroberern zum Opfer worauf sie wieder zerstört wurde.
Erst Ende des 17. Jahrhunderts wurde hier erneut eine Siedlung und Kirchengemeinde errichtet, die ‘Villa de San Jerónimo y Nuestra Señora de la Soledad de Málaga’ genannt wurde. Seit 1987 ist Málaga Sitz des Bistums Málaga-Soatá.
Darüber hinaus gibt es noch eine kleinere Stadt namens Málaga in der Region Antioquia sowie eine recht unbekannte Stadt in der Region Cundinamarca.
Ebenfalls in Kolumbien, in der Küstenregion des Pazifischen Ozeans, liegt die traumhafte Bucht Bahía Málaga. Der Nationalpark Uramba Bahía Málaga, der eine vielfältige Flora und Fauna mit unzähligen endemischen Arten umfasst, wurde 2010 gegründet.
Dichter Regenwald säumt diese Bucht, in der alleine 60 verschiedene Froscharten zuhause sind. Zudem gilt die Bahía Málaga als der Landstrich, in dem weltweit die meisten Wale geboren werden. Auch für die Sichtung von Buckelwalen ist dieses Gebiet bei Besuchern sehr bekannt.
Orte, die den Namen Málaga tragen findet man auch in Guatemala, in Santiago de Cuba und im mexikanischen Bundesstaat Durango – allesamt spanischsprachige Gefilde, weshalb die hier vorkommenden Málagas auch echt spanisch, also mit Akzent auf dem a, geschrieben werden.
Ein akzentloses Malaga existiert in Norwegen, ein weiteres in Afrika, in Australien (ein Vorort von Perth) und sogar eines in Ozeanien: in der zu Papua-Neuguinea gehörenden Provinz Madang werden T-Shirts mit dem Slogan ‘I Love Malaga’ als Souvenir verkauft.
