Überschwemmungen in Málaga: Schulen geschlossen und Staudamm unter Beobachtung

Der Fluss Campanillas ist über die Ufer getreten, und die Behörden überwachen die Lage am Stausee Casasola.

Hochwasserwarnung in Málaga Campanillas - Stausee läuft über
Der Stausees Casasola bei Málaga ist bereits randvoll.

Hochwasserwarnung in Málaga Campanillas

Eine stürmische Nacht mit heftigen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von fast 90 km/h hat in der Provinz Málaga für zahlreiche Probleme gesorgt.

Laut den Daten der andalusischen Messstation Hidrosur fielen in einigen Gebieten bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Besonders betroffen ist der westliche Teil der Provinz, wo große Wassermengen in den bereits überfüllten Stausee La Concepción geflossen sind.

Der starke Regen führte auch zum Überlaufen des Flusses Campanillas, wodurch zahlreiche Straßen im gleichnamigen Stadtteil von Málaga überschwemmt wurden.

Hochwasserwarnung in Málaga Campanillas
Überwachungskamera im Stadtteil Campanillas. Stand: Dienstag, 18. März, 10 Uhr.

Unterrichtsausfall und Hochwassergefahr

Aufgrund der Überschwemmungen hat die andalusische Landesregierung in Abstimmung mit den Stadtverwaltungen von Málaga und Cártama den Unterricht an zehn Schulen ausgesetzt.

Besondere Sorge bereitet der übervolle Stausee Casasola. Der Damm lässt derzeit große Wassermengen ab, die in den Fluss Campanillas strömen.

Die Behörden beobachten die Situation genau, da weitere Überschwemmungen drohen.

Am Montagabend hatte die andalusische Landesregierung wegen der vorhergesagten starken Regenfälle bereits die vorsorgliche Evakuierung von Wohngebieten entlang des Flusses Campanillas angeordnet, wie Regierungsrat Antonio Sanz über seine sozialen Netzwerke mitgeteilt hatte.

Die Evakuierung betraf vorrangig Gebiete flussabwärts der Casasola-Talsperre, insbesondere im Stadtgebiet von Málaga sowie vereinzelt in Almogía.

Für die etwa 1.200 Betroffenen wurde die Sporthalle im Stadtteil Ciudad Jardín als Notunterkunft bereitgestellt.

Hochwasserwarnung Málaga
Das Notfallteam 112 und Regierungsrat Antonio Sanz (m.) sind vorbereitet. Foto: Junta de Andalucía

Notfallplan wegen Hochwassergefahr aktiviert

Am Montagmorgen hatte Antonio Sanz bereits die Hochstufung des Notfallplans für Hochwassergefahr auf die operative Stufe 1 bekannt gegeben.

Diese Entscheidung fiel aufgrund der meteorologischen Vorhersagen, der hydrologischen Situation und der bereits angeordneten Warnmeldungen.

Die Wetterbehörde Aemet hatte zuvor für große Teile Málagas Warnstufe Orange ausgegeben. Sanz appellierte an die Bevölkerung, äußerste Vorsicht walten zu lassen und die Anweisungen des Notrufs 112 zu befolgen.

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