Motril an der Costa Tropical
Die Stadt Motril, die auf einem Hügel am Fuße des Gebirges Sierra de Lújar liegt, bildet das Zentrum der Costa Tropical, wie die Küste der Provinz Granada bezeichnet wird.
Gegründet wurde Motril von den Mauren, die ihr den Namen Mu-Tra-Yil gaben. Die zweitgrößte Stadt in der Provinz ist von Granada aus über die Autobahn in rund einer Stunde erreichbar. In Motril befindet sich außerdem der einzige Hafen der Provinz Granada, der zugleich als Fischerei-, Handels und Sporthafen fungiert.
Durch die geschützte Lage zwischen der Sierra de Lújar und dem Alborán-Meer herrscht in der 59.867 Einwohner (Stand 2024) zählenden Stadt ein subtropisches Klima vor. Rund 3.000 Sonnenstunden machen diesen Ort fast das ganze Jahr über für sonnensuchende Touristen attraktiv.
Darüber hinaus sorgen verschiedene Strände für Abwechslung und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Während die Playa Poniente ein Strand für die ganze Familie ist, an dem auch Aktivitäten und Konzerte stattfinden, geht es an der Playa Granada eher ruhig zu, und das Grün des Golfplatzes verleiht diesem Strand ein besonderes Licht. Die fast vier Kilometer lange Playa de Carchuna ist für kristallklares Wasser bekannt. Und dies sind längst nicht alle Strände, die Motril zu bieten hat.
Doch nicht nur Motrils Küste lohnt einen Besuch – auch die Sehenswüdigkeiten der Stadt verdienen es, entdeckt zu werden.
Zuckerrohr ist Teil der Geschichte Motrils
Das monumentale Erbe von Motril vereint arabische und christliche Einflüsse und ist tief von der Geschichte des Zuckerrohrs durchdrungen. Das einstige Markenzeichen Motrils waren die Schornsteine und Gebäude der Zuckerfabriken.
Das vorindustrielle Zuckerrohrmuseum (Mueso Preindustrial del Azúcar, Calle Zafra), in dem technologische Nachbildungen und archäologisches Material die Vergangenheit wieder aufleben lassen, befindet sich auf den Resten der Zuckerfabrik Ingenio de la Palma aus dem 16. Jahrhundert, der einzigen noch teilweise erhaltenen Zuckerfabrik des vorindustriellen Spaniens. Hier erfährt man mehr über den Prozess der Zuckerherstellung und -vermarktung im Zeitraum vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.
Dieser besondere museale Raum sorgt für eine didaktische und unterhaltsame Reise durch fast tausend Jahre Zuckerrohrkultur. Hier kann man die älteste Zuckermühle Europas sehen und auch die Sammlung von Gerätschaften ist wirklich einzigartig. Das Museum veranschaulicht die bedeutende Position, die Motril bei der Produktion von Zuckerrohr innehatte.

Aufgrund des günstigen Klimas in Motril bildeten landwirtschaftliche und maritime Produkte einst die wichtigste Lebensgrundlage. In erster Linie wurde Zuckerrohr angebaut. Die Stadt beherbergte früher einmal sieben Zuckerrohrfabriken, bevor der Tourismus Einzug hielt und mit ihm ein Stück Geschichte verloren ging.
Was die Landwirtschaft betrifft, so werden die besonderen klimatischen Bedingungen heute hauptsächlich für den Anbau subtropischer Früchte wie Mangos oder Avocados genutzt.
Weitere Highlights bei einem Besuch in Motril
Erwähnenswert sind auch das Geschichtsmuseum, das Kunstzentrum Hernández Quero, das Theater Calderón de Barca, das Casa de la Palma, das Casa de la Condesa Torre Isabel, das Castillo de Carchuna und die Weinkellerei Ron Montero.
Die maurisch geprägte Altstadt ist ebenso hervorzuheben wie das barocke Rathaus und die auf einem Hügel thronende Kapelle Virgen de la Cabeza. Zu den noch erhaltenen Monumenten aus dem 15. und 16. Jahrhundert gehören übrigens sieben Kirchen, darunter auch die Kirche La Encarnación im Mudéjar-Stil, die im 16. Jahrhundert auf der alten Moschee errichtet wurde.
Zahlreiche Tapas-Bars bieten in Motril eine große Auswahl der beliebten kleinen Häppchen. Für eine Tapas-Tour eignen sich die Calle Santisimo und ihre angrenzenden Straßen, ebenso wie die zentral gelegenen Straßen Calle Nueva, Calle Piqueta und Calle Princesa. Auch im Hafen befinden sich viele Bars, in denen man frischen Fisch genießen kann.
Sportliche Aktivitäten in Motril

Für Freunde der Bewegung an der frischen Luft bietet Motril jede Menge Möglichkeiten. Diese reichen von Wandern über Radfahren bis hin zu wassersportlichen Aktivitäten wie Tauchen, Surfen oder Segeln.
Ferner kann man Klettern, Paragliden oder auf dem Golfplatz Los Moriscos eine Runde Golf genießen.