Andalusien setzt Termin für das Ende der Impfkampagne gegen Covid

Wenn im September 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, wird die Kampagne beendet. Am Dienstag wird über mögliche neue Lockerungen in den Gemeinden entschieden.

Impfkampagne Andalusien
Bis Mitte September sollen 90 Prozent der Andalusier geimpft sein.

Dritte Auffrischungsdosis für gefährdete Bevölkerung

Der Koordinator des Covid-19-Impfprogramms in Andalusien, David Moreno, hat vergangene Woche erklärt, dass das Ende der Impfkampagne in der Region für die zweite Septemberhälfte geplant ist. Dann sind voraussichtlich 90 Prozent der gesamten andalusischen Bevölkerung geimpft. Nach heutigem Stand sind 80 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahren geimpft, 88 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

In einem Interview mit dem Fernsehsender Canal Sur erklärte Moreno, dass mit 90 Prozent Geimpften die Herdenimmunität erreicht sei. Ebenso wies der Koordinator darauf hin, dass die dritte Auffrischungsdosis höchstwahrscheinlich in den kommenden Monaten erfolgen werde und sich an besonders gefährdete Personen richten wird. Die ersten, die mit einer dritten Dosis geimpft werden sollten, sind diejenigen, die schwerwiegende Immunitätsprobleme haben, wie Bewohner von Altenheimen oder Menschen mit schweren Erkrankungen.

Moreno erklärte, dass die Impfkampagne, die derzeit an verschiedenen Orten der Region durchgeführt wird, als Verstärkung diene, um Nachzügler und junge Menschen zu impfen. Der Koordinator wies darauf hin, dass es derzeit eine Million Andalusier gibt, die sich aus verschiedenen Gründen noch nicht haben impfen lassen, schätze aber, dass letzten Endes nur „ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung übrigbleibt, der nicht von der Wirksamkeit einer Impfung überzeugt werden konnte“.

Auf die Frage, ob die Impfkampagne durch die jüngste endgültige Zulassung des Impfstoffs von Pfizer in den USA vorangetrieben wird, sagte David Moreno, dass dies keinen Unterschied mache, da sich die meisten Andalusier impfen lassen und Andalusien „eine der höchsten Durchimpfungsraten auf nationaler und internationaler Ebene“ habe.

Andalusischer Expertenrat tritt am Dienstag zusammen

Der andalusische Expertenrat wird am morgigen Dienstag zusammentreten und entscheiden, ob aufgrund der rückläufigen Inzidenzen weitere Maßnahmen und Beschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus in Andalusien gelockert werden können. „Es scheint so, dass das Schlimmste der fünften Welle vorüber ist. Wir werden sehen, ob es nun weiter nach vorne in die niedrigste Risikostufe 1 gehen kann“, sagte dazu Andalusiens Ministerpräsident Juan Manuel Moreno bei einer Veranstaltung in Málaga. Er mahnt jedoch erneut zur Vorsicht, denn „der Kampf gegen Covid ist noch nicht gewonnen.“

Quellen: Junta de Andalucia, Canal SUR.

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