Spanien: Unternehmen sollen bei Impfung gegen Covid helfen

Sozialminister Escrivá kündigt eine Vereinbarung mit Berufsgenossenschaften an, um die Impfkampagne personell zu verstärken

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Impfkampagne Spanien

Zusätzliches Personal

Die spanische Regierung wird nun doch Unternehmen erlauben, sich an der Impfkampagne zu beteiligen, wie es von den verschiedenen Arbeitgeberverbänden seit Anfang des Jahres gefordert wurde. Die Sozialversicherung ist dabei, eine Kooperationsvereinbarung mit den Berufsgenossenschaften abzuschließen, damit diese ihr Personal und ihre Logistik zur Verfügung stellen, um den Impfprozess zu beschleunigen.

Sozialminister José Luis Escrivá kündigte diese Vereinbarung heute in dem spanischen Fernsehsender Antena 3 an und erklärte, dass die Berufsgenossenschaften oder Unfallkassen (Mutuas) Teil des spanischen Gesundheitssystems seien. In Spanien sind Unternehmen verpflichtet, einen Vertrag mit einer mutua für die Angestellten abzuschließen. Deshalb sei es nur logisch, die Firmen mit einzubinden. Die Vereinbarung sehe jedoch in keiner Weise vor, dass Unternehmen oder Unfallkassen Impfstoffe auf eigene Faust kaufen können. Es gehe lediglich um eine personelle Verstärkung. Der Minister versicherte, dass die Unfallkassen über Gesundheitspersonal und Räumlichkeiten verfügen, die den Gesundheitsbehörden zur Verfügung gestellt werden können.

Zahlreiche Arbeitgeberverbände hatten seit Jahresbeginn eine öffentlich-private Partnerschaft im Stil des Impf-Weltmeisters Israel gefordert. Auch die amtierende Präsidentin von Madrid, Isabel Díaz-Ayuso, hatte in den letzten Tagen nachdrücklich zur Mobilisierung der Berufsgenossenschaften aufgerufen.

Knapp 7.000 zusätzliche Krankenschwestern

Etwa 6.800 Krankenschwestern- und Pfleger aus 19 Kassen sollen spanienweit an der Aktion teilnehmen. Konkret gehört das zusätzliche Impfpersonal folgenden 19 Unfallkassen an: Activa Mutua 2008, Asepeyo, Egarsat, Fraternidad-Muprespa, Fremap, Ibermutua, MAC (Mutua de Accidentes de Canarias), MAZ (Mutua de accidentes de Zaragoza), Mutua Balear, Mutua de Andalucía y Ceuta, Mutua Intercomarcal, Mutua Montañesa, Mutua Navarra, Mutua Universal (Mugenat), MC Mutual, Mutualia, Solimat, Umivale und Unión de Mutuas (Unimat). Andalusien würde auf diese Weise über 904 zusätzliche Krankenschwestern -und Krankenpfleger für die Impfkampagne verfügen.

Quellen: Diario SUR, El Mundo.

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