Großeinsatz der Guardia Civil: Anwaltskanzlei und Villa in Marbella durchsucht

Die Razzia soll im Zusammenhang mit einer von der Europäischen Staatsanwaltschaft eingeleiteten Operation stehen, die ein komplexes System des Mehrwertsteuerbetrugs aufdecken soll

Polizeieinsatz in Marbella

Polizeieinsatz in Marbella

Beamte der Guardia Civil haben am frühen Dienstagmorgen in einem Großeinsatz im Zentrum von Marbella eine Anwaltskanzlei in der Calle Ricardo Soriano durchsucht, ebenso wie eine Villa in der Gegend von Nagüeles. Die Operation, an der Dutzende von bewaffneten Beamten beteiligt waren, ist Teil einer laufenden internationalen Untersuchung.

Nach Angaben von lokalen Medien steht die Razzia im Zusammenhang mit einer von der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) eingeleiteten Operation, die ein komplexes System des Mehrwertsteuerbetrugs aufdecken soll, das offenbar auf dem Verkauf elektronischer Waren beruht und von dem mehrere kriminelle Organisationen profitiert haben sollen.

Die EPPO, der 22 der 27 EU-Länder angehören, ist für Betrugsfälle zuständig, die den Haushalt der Union betreffen.

Die Polizeirazzien wurden gleichzeitig in 14 europäischen Ländern durchgeführt: Belgien, Zypern, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Rumänien, der Slowakei und Spanien.

Im Rahmen derselben Operation war die Polizei bereits am 12. und 13. Oktober in der Tschechischen Republik, Ungarn, Italien, den Niederlanden, der Slowakei und Schweden tätig geworden.

Nach Angaben der EPPO haben die jeweiligen Polizeidienststellen nach dem Einsatz Informationen erhalten, die derzeit ausgewertet werden, wobei die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind.

Die EPPO geht davon aus, dass sich der in den verschiedenen europäischen Ländern untersuchte Betrug auf rund 2,2 Milliarden Euro beläuft.

Quellen: Málaga HOY, Diario SUR, EPPO.

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