Strompreis in Spanien steigt und steigt – Zehn Tipps zum Sparen

Strompreise in Spanien erreichen ungeahnte Höhen. Andalusisches Finanzministerium gibt zehn Tipps zum Energie- und Geld-Sparen.

Stromsparen in Spanien
Das andalusische Energieministerium hat Tipps zum Stromsparen zusammengestellt.
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Sparen beginnt zu Hause

Die Strompreise in Spanien sind in diesem Jahr exorbitant gestiegen. Mitte vergangener Woche erreichte der Preis auf dem Großhandelsmarkt ein Rekordhoch von 172,78 Euro pro Megawattstunde und damit einen weiteren negativen Rekord. Zwar hat Regierungschef Pedro Sánchez einen  Schockplan zur Senkung der Stromrechnung für den Endverbraucher vorgestellt, bis sich dieser auf der Stromrechnung niederschlägt, wird wohl noch eine Weile dauern. Auch mit dem seit dem 1. Juni 2021 neuen Abrechnungsmodell ist nicht jeder Verbraucher zufrieden.

Das andalusische Finanzministerium hat einige Tipps zum Stromsparen zusammengefasst. Die wirksamsten Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten bestehen in der Regel darin, die Gewohnheiten beim Kochen, Waschen, Fernsehen oder bei der Computernutzung ändern, heißt es vonseiten des Ministeriums.

Zehn einfache Maßnahmen, die beim Stromsparen helfen

  • Ersetzen Sie alle Glühbirnen durch Energiesparbirnen. Sie sind zwar etwas teurer, liefern aber das gleiche Licht, halten achtmal länger und verbrauchen nur ein Viertel des Stroms. Nach Angaben des Instituts für Energieeinsparung (IDAE) bedeutet der Austausch einer Glühbirne durch eine effizientere Glühbirne am Ende ihrer Lebensdauer eine Ersparnis von mehr als 60 Euro.
  • Achten Sie beim Kauf Ihrer Haushaltsgeräte auf den Energieverbrauch. Dazu sollten Sie das Energieetikett genau studieren. Dabei handelt es sich um eine einfache Klassifizierung mit Buchstaben und Farben, die den Grad der Energieeffizienz des Geräts angibt. Je höher der Wirkungsgrad, desto geringer der Verbrauch.
  • Platzieren Sie Leuchtstoffröhren an Orten, an denen mehr Licht benötigt wird, wie in der Küche oder im Badezimmer. Diese Röhren liefern die gleiche Lichtmenge, halten bis zu zehnmal länger als Glühbirnen und verlieren weniger Energie in Form von Wärme.
  • Isolieren Sie Ihr Haus richtig. Nach Angaben des IDAE lassen sich durch diese Maßnahme bis zu 160 Euro pro Jahr einsparen. Angemessene Verglasung, bessere Isolierung, Markisen oder Außenbeschattungen für den Sommer. Die Verbesserung der Außenhaut Ihres Hauses kann Ihre Energierechnung erheblich senken.
  • Stellen Sie die Thermostate von Heizungs- und Klimageräten richtig ein. Denken Sie daran, dass die ideale Temperatur für ein Haus bei 20° liegt: für jedes Grad Temperatur unter 25° verbraucht Ihr Klimagerät 8 Prozent mehr Energie.
  • Stellen Sie die Wassertemperatur im Warmwasserbereiter auf einen Wert zwischen 50° und 60° ein. Oberhalb dieser Temperatur steigt der unnötige Energieverbrauch, und die Lebensdauer des Warmwasserbereiters wird verkürzt.
  • Schalten Sie elektrische Geräte aus. Sie im Stand-by-Modus zu belassen, anstatt sie ganz auszuschalten, bedeutet einen um 33 Prozent höheren Stromverbrauch.
  • Stellen Sie die Temperatur des Kühlschranks gemäß den Anweisungen des Herstellers ein. Der Kühlschrank ist das Gerät, das am meisten Energie verbraucht: 40 Prozent des Gesamtverbrauchs aller anderen Geräte. Die Rückseite des Kühlschranks muss sauber und gut belüftet sein, damit das Gerät nicht mehr Strom verbraucht als unbedingt nötig. Eine weitere Maßnahme besteht darin, den Kühlschrank nicht zu voll zu machen.
  • Verwenden Sie energiesparende Waschmaschinen. Sie sparen bis zu 24 Prozent Strom im Vergleich zu anderen Waschmaschinen.
  • Verwenden Sie einen bithermischen Geschirrspüler, das heißt, ein Gerät welches nebem dem Anschluss für kaltes Wasser einen weiteren Anschluss hat. Ein normaler Geschirrspüler verbraucht einen Großteil des Stroms, um das Wasser zu erhitzen. Bithermische Geschirrspüler beziehen das heiße Wasser direkt aus dem Warmwasserkreislauf und ermöglichen so Einsparungen von mehr als 25 Prozent. Wenn Sie die Tür nach dem Waschgang leicht geöffnet lassen, müssen Sie die Trockenfunktion nicht aktivieren.

Quelle: El Pais, Junta de Andalucia.

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1 KOMMENTAR

  1. Das sind ja tolle Tipps vom andalusischen Finanzminister!
    Man sollte ihm mal sagen dass

    1. LED-Lampen nicht teurer sind als Energiesparlampen. Sie sparen aber noch mehr Strom, halten länger und haben nicht das Quecksilberproblem.

    2. Leuchtstoffröhren nicht einfach eine Glühbirne ersetzen können. Man braucht eine komplett andere Fassung und Befestigung und die Umbaumaßnahmen sind sicher nicht für lau zu bekommen.

    3. die Isolierungsmaßnahmen für ein Haus nicht eben billig sind. Hat er mal ausgerechnet, wie lange die Isolation halten muss , bis sich die Kosten (incl. Wartungskosten in der Zeit) für den Umbau durch die jährlichen Einsparungen (BIS ZU 160 € – es können auch weniger sein) rechnen?

    Na ja – und bithermische Geschirrspüler, energiesparende Waschmaschinen (gehören die nicht zu den Haushaltsgeräten unter Punkt 2?) etc. kriegt man auch nicht einfach mal geschenkt.
    Zusammenfassend ist sein Vorschlag: Wenn sie Energiekosten sparen wollen, geben sie erst mal anständig Geld aus. Ob sie am Ende wirklich sparen, ist aber unwahrscheinlich. Toll zu Ende gedacht! 😉

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