Vulkanausbruch auf La Palma – Aktuelle Lage

Der Vulkan Cumbre Vieja ist am Sonntag, den 19. September 2021 auf der kanarischen Insel La Palma ausgebrochen. Nach über einem Monat ist noch immer kein Ende in Sicht.

Update vom 23. November 13 Uhr 

Rund 700 Millionen Euro Schaden

Der seit rund zwei Monaten anhaltende Vulkanausbruch auf La Palma zwang etwa 7.000 Menschen dazu, ihre Häuser zu verlassen. Riesige Lavamengen fließen seit dem 19. September Richtung Meer und zerstörten bereits über 1.000 Hektar Land und rund 2.600 Gebäude. Behörden schätzen den vorläufigen Schaden auf bis zu 700 Millionen Euro. Ministerpräsident Pedro Sanchéz kündigte bei seinem Besuch am Wochenende neue Hilfen für die Wirtschaft und Infrastruktur der Kanaren-Insel an.

Laut Flughafengesellschaft Aena wurde darüber hinaus der Flughafen auf La Palma erneut lahmgelegt. Ein Flughafensprecher teilte mit, dass aufgrund der Vulkanasche vergangenen Samstag alle Flüge gestrichen werden mussten. Reinigungsarbeiten müssten vor Wiederaufnahme des Flughafenbetriebs durchgeführt werden.

Neue Lavazunge trifft auf Meerwasser – riesige Gaswolke entsteht

Gestern wurde eine erneute Ausgangssperre für rund 3.000 Bewohner der Küstengebiete der Insel La Palma angeordnet. Eine neue Lavazunge des Cumbre Vieja hat mittlerweile den Atlantik erreicht und eine riesige Gaswolke freigesetzt. Behörden empfahlen den Bewohnern erstmals das Tragen von FFP2-Masken, um sich gegen giftige Gase wie Dioxide und Schwefel zu schützen. Von Freizeitaktivitäten an der frischen Luft wird zur Zeit in einigen Gebieten dringend abgeraten. Die Hauptnachrichtensendung Telediario teilte auf Twitter ein Video des gefährlichen Naturphänomens.

 

Update vom 17. November 12 Uhr

Vulkan fordert sein erstes Todesopfer

Fast zwei Monate nach dem Vulkanausbruch auf der Kanaren-Insel La Palma ist nach Angaben der Polizei ein 72-Jähriger Mann in einem der Sperrgebiete ums Leben gekommen. Laut Medienberichten dürfen Bewohner mit Genehmigung der Behörden evakuierte Häuser nur betreten, um dringend benötigte Dinge aus ihren Häusern zu holen. Der 72-Jährige habe Berichten nach versucht, die Vulkanasche wegzuputzen, als das Dach seines Hauses über ihm zusammenbrach.

Laut Bilanz der Regionalbehörden wurden mittlerweile mehr als 1450 Gebäude zerstört und insgesamt 1018 Hektar von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Mehr als 7000 Bewohner mussten seit dem Vulkanausbruch auf La Palma evakuiert und in Sicherheit gebracht werden. Die spanische Regierung hat insgesamt über 250 Millionen Euro zugesagt, um den Einwohnern der Insel zu helfen.

Neben den – mittlerweile langsamer gewordenen – Lavaströmen, Erdbeben und Aschewolken, erschien am Montag außerdem ein neues Naturphänomen: am Fuße des Cumbre Viejas bildete sich ein Tornado aus Vulkanasche. Wie El Time berichtete, sei der Aschetornado auf die hohen Temperaturen und wechselnden Witterungsbedingungen zurückzuführen. Via Twitter teilte El Time ein Video des Schauspiels.

Update vom 9. November 17 Uhr

Cumbre Vieja ist seit über sieben Wochen aktiv

Seit mehr als sieben Wochen spuckt der Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma Lava, Rauch und Asche, dazu kommen zahlreiche kleinere Erdbeben. Inzwischen hat die bis 1300 Grad heiße Lava über 2.500 Gebäude auf der Kanareninsel zerstört. Seit dem gestrigen Montag, 8. November, ist eine große schwarze Aschewolke am Himmel zu sehen, die der Wind Richtung Südwesten aufs Meer treibt, wie der staatliche Fernsehsender RTVE berichtet. Die Experten des vulkanologischen Instituts Involcan sehen kein Ende des Vulkanausbruchs. Den Tourismus hat der Vulkan derzeit nicht beinträchtigt – nach Angaben spanischer Medien hat der Cumbre Vieja mehr Besucher als üblich auf die Insel gelockt.

Update vom 26. Oktober 10:00 Uhr

Auch fünf Wochen nach dem Vulkanausbruch auf La Palma zeigt der Vulkan Cumbre Vieja kein Erbarmen: am Wochenende hat es eine neue Explosion gegeben, die einen weiteren Einsturz des Hauptkegels am Montag zur Folge hatte. Gewaltige Lavafontänen schießen in den Himmel. Neue, mächtige Lavaströme bahnen sich ihren Weg ins Tal und sorgen abermals für Zerstörung auf der kanarischen Insel. Das Ausmaß beläuft sich mittlerweile auf rund 2.100 Gebäude und 900 Hektar Landfläche. Fachleute des vulkanologischen Instituts Involcan erklärten am Montag in einem Interview mit dem TV Sender RTVE, dass der Vulkan sich in „einer neuen Phase, die weitaus intensiver ist“ befindet. Ein Ende sei noch immer nicht in Sicht. Involcan twitterte außerdem mehrere Videos, die den atemberaubenden Anblick der glühend heißen Masse zeigt.

Update vom 18. Oktober 17:05 Uhr

Seit dem Vulkanausbruch auf La Palma, der sich vor rund einem Monat auf La Palma ereignete, haben Lava und Asche die Kanaren-Insel noch immer im Griff: Gestern Nachmittag teilte das vulkanologische Institut Involcan mit, dass die 1270 Grad heiße Masse des zweiten großen Lavastroms nur noch 200 Meter vom Meer entfernt sei und dieses schon bald erreichen könnte. Der Lavastrom bewege sich momentan mit einer Geschwindigkeit von 15 Metern pro Stunde in Richtung der Ufergebiete. Der Hauptstrom erreichte vor rund zwei Wochen den Atlantik und lässt dort eine neune Landzunge entstehen, die gestern bereits eine Größe von 36 Hektar, also ca. 50 Fußballfeldern aufwies.

Mittlerweile wurden mehr als 1.800 Häuser und 754 Hektar Land von der Lava zerstört, die Zahl der Evakuierten liegt momentan bei rund 7.000 Bewohnern. Unterdessen wurde die Insel La Palma erneut von mehreren Erdbeben mit einer Stärke bis zu 4,6 erschüttert, die aufgrund ihrer Tiefe von mehr als 30 Kilometern allerdings keine große Gefahr darstellten. Jedoch sei laut Experten davon auszugehen, dass der Vulkan Cumbre Vieja für einige Zeit noch aktiv sein wird.

Update vom 12. Oktober, 11:30 Uhr

Auch drei Wochen nach dem Vulkanausbruch auf La Palma wütet der Vulkan noch immer. Das vulkanische Institut Involcan berichtete, dass es auf der kanarischen Insel zu „enormen Zerstörungen“ gekommen ist. Vergangenen Samstag stürzte die Nordflanke des Vulkans ein und setzte neue Lavaströme mit Temperaturen von über 1.200 Grad frei. Die neue Lava-Walze bahnte sich ihren Weg mit einer Geschwindigkeit von 700 Metern pro Stunde durch einen stillgelegten Industriepark. Involcan zeigte auf Twitter Aufnahmen der Naturkatastrophe:

Außerdem ereignete sich in der Nacht von Sonntag auf Montag abermals ein heftiges Erdbeben der Stärke 4,3. Aufgrund giftiger Dämpfe wurden am Montag Ausgangssperren verhängt, die rund 3.000 Einwohner betreffen.
Obwohl derzeit Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa auf La Palma versuchen, das Innere des Vulkans analysieren, sei es laut Fachleuten noch immer schwer, generelle Vorhersagen zu treffen.

Update vom 08. Oktober, 16:30 Uhr

Die Insel La Palma kämpft weiter mit den Folgen des Vulkanausbruchs. Der Flughafen Aena musste aufgrund von Asche-Wolken und Asche auf dem Rollfeld alle Flüge streichen und den Betrieb einstellen. Die Insel ist jetzt nur noch mit der Fähre zu erreichen. Laut der Betriebsgesellschaft des Flughafens werde die Schließung allerdings „vielleicht nicht lange dauern.“

Darüber hinaus werden die Bewohner La Palmas weiterhin mit Erdbeben geplagt. Das letzte Erdbeben hatte eine Stärke von 4,3. Das spanische Seismologische Institut teilte mit, dass es der heftigste Erdstoß seit dem Vulkanausbruch vor zweieinhalb Wochen war. Experten sagen aber, dass das Beben in 35 Kilometer Tiefe stattgefunden haben soll und daher keine große Gefahr darstelle.

Update vom 04. Oktober, 18:00 Uhr

Der Vulkanausbruch auf La Palma lässt den Bewohnern der kanarischen Insel keine Ruhe:
der Vulkan Cumbre Vieja spuckt seit Freitag aus einer neuen Öffnung Lava, etwa 400 Meter von der Hauptmündung entfernt. Laut ersten Einschätzungen ist die Öffnung zwar vergleichsweise klein, jedoch sind bereits neue Gebiete von der austretenden Lava betroffen.
Es haben sich laut dem Geologischen Institut Spaniens zwei neue Lavaströme gebildet, die sich Richtung Westen bewegen. Ob sie mit dem Hauptstrom zusammentreffen werden, sei noch unklar. Der Hauptstrom erreichte bereits letzten Mittwoch den Atlantik. Die erkaltete Lava bildete dort eine neue Landzunge im Meer, die derzeit über 30 Hektar groß ist und sich noch weiter verformen und wachsen soll. Gestrigen Sonntag sind des Weiteren acht Erdbeben der Stärke 3 bis 3,5 auf La Palma registriert worden.

Die Zahl der zerstörten Häuser ist mittlerweile auf rund 1.000 gestiegen. Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte bei seinem gestrigen Besuch 207 Millionen Hilfsgelder zu, die dazu dienen sollen, Infrastruktur, Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung wieder aufzubauen.

Das auswärtige Amt in Berlin sprach unter anderem eine Reisewarnung aus und rief dazu auf, auf nicht unbedingt notwendigen Reisen nach La Palma zu verzichten. „Es ist nicht auszuschließen, dass es zu Evakuierungen weiterer Gebiete oder auch zu – eventuell nur vorübergehenden – Schließungen des Flughafens auf La Palma kommen wird.“

Update vom 01. Oktober, 13:00 Uhr

Die Folgen des Vulkanausbruchs für die kanarische Insel La Palma nach dem Zusammentreffen von Lava und salzigem Meerwasser sind bislang geringer, als zunächst befürchtet wurde. Die glühende Lava des Cumbre Vieja erreichte in der Nacht zum Mittwoch den Atlantik. Die dabei entstehenden Gase sind entgegen den Befürchtungen einiger Experten allerdings nicht gesundheitsschädlich, wie die Regierung mitteilte. Die Eruption habe „die Luftqualität nicht beeinträchtigt“. Passatwinde aus Nordosten trieben laut dem Spanischen Ozeanographischen Institut die entstehenden Wasserdampfwolken und die giftigen Gase auseinander. Die verhängte Ausgangssperre der vier nahe gelegenen Ortsteile wird vorsichtshalber weiterhin aufrecht erhalten.

Obwohl der Vulkan weiterhin Lava spuckt, die mittlerweile mehr als 470 Hektar Land und 740 Gebäude zerstörte, blieben bisher befürchtete Explosionen glühender Lavabrocken und kochend heiße Flutwellen aus. Laut Involcan steigen allerdings weiterhin Rauchsäulen auf.

Update vom 29. September, 11:50 Uhr

10 Tage nach dem Vulkanausbruch auf La Palma hat der 1.000 Grad heiße Lavastrom die Ufergebiete der kanarischen Insel erreicht und fließt ins Meer.  Rauch und Dampfschwaden steigen über dem Atlantik auf. Das Spanische Institut für Ozeanographie teilte dies heute morgen via Twitter mit. Experten gehen davon aus, dass sich beim Aufeinandertreffen von kalten Meerwasser und heißer Lava gesundheitsschädliche Gase bilden können. Außerdem seien Explosionen von glühenden Lavabrocken und kochend heiße Flutwellen zu befürchten.

Update vom 28. September, 18:00 Uhr

Der spanische Ministerrat hat die Insel La Palma zum Katastrophengebiet erklärt und eine erste Hilfe in Höhe von 10,5 Millionen Euro zugesichert, um den dringendsten Bedarf an Wohnungen und Haushaltsgegenständen der Betroffenen zu decken. Das berichtete der spanische Fernsehsender RTVE. Bisher wurden fast 600 Gebäude von der heißen Lavamasse zerstört.

In den kommenden Stunden soll der 1000 Grad heiße Lavastrom des Vulkans Cumbre Vieja auf La Palma das Meer erreichen. Der Lavastrom ist nur noch etwa 800 Meter vom Meer entfernt, wie der wissenschaftliche Ausschuss des Kanarischen Vulkan-Notfallplans (Pevolca) erklärt hat. Beim Eintritt in das salzige Wasser kann es gefährlich werden: dann werden gesundheitsschädliche Gase freigesetzt.

Nach den jüngsten Messungen des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus hat die Lava, die in einigen Abschnitten bis zu 50 Meter breit ist, inzwischen Gebäude, darunter Häuser und Bauernhöfe, in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus hat die Lava bereits 22,2 Kilometer Straßen verwüstet, und der Lavastrom erstreckt sich über 258 Hektar Land.

Update vom 27. September, 12:00 Uhr

Der Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma ist weiterhin aktiv. Eine riesige Aschewolke bedeckt inzwischen weite Teile der Insel, auch die Lava strömt weiter. Die Vulkanasche ist nach Angaben der Behörden keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit. Zwischenzeitlich war der Vulkan sogar zur Ruhe gekommen: Der Cumbre Vieja hörte für zwei Stunden auf zu brüllen. Ab 10 Uhr war der Vulkan asche-, rauch- und lavafrei, doch um 12 Uhr mittags erwachte er erneut und stieß eine große schwarze Rauchsäule aus, begleitet von sporadischen Explosionen. Der wissenschaftliche Ausschuss des Kanarischen Vulkan-Notfallplans (Pevolca) trifft sich derzeit, um zu analysieren, was in den letzten Stunden geschehen ist, nachdem die Seismographen einen plötzlichen Rückgang der seismischen Aktivitäten festgestellt hatten.

Update vom 25. September, 8:00 Uhr

Flüge nach La Palma wegen neuer Eruption gestrichen

Das Koordinations- und Notfallzentrum der Kanarischen Regierung hat am Freitag zwischen 300 und 400 Menschen aus den drei Dörfern Tajuya, Tacande de Abajo und dem noch nicht gefährdeten Teil von Tacande de Arriba evakuiert, nachdem der Vulkan Cumbre Vieja weiter aktiv ist. Wie die spanische Zeitung El País berichtet, nahmen die Explosionserscheinungen zu und es wurden in der Folge das Auftauchen von zwei neuen Lavaaustrittszentren an einer der Flanken des Vulkans registriert.

Die sich verschlechternde Situation hat auch die Fluggesellschaften Iberia, Binter und Canaryfly veranlasst, alle Flüge nach La Palma einzustellen, wie der spanische Flughafenbetreiber Aena mitteilte.

Update vom 23. September, 18:00 Uhr

Schwefeldioxidwolke bewegt sich Richtung iberische Halbinsel

Die Lava, die aus dem Vulkan Cumbre Vieja in La Palma austritt, hat am Donnerstag zugenommen, fließt aber immer noch langsam Richtung Meer, wie spanische Medien berichten. Wann die Lavamassen den Atlantik erreichen, ist nicht abzuschätzen. Inzwischen wurden mehr als 350 Häuser zerstört und 166 Hektar Land mit Lava bedeckt. Die Guardia Civil berichtet mit Bezug auf das spanische Wetteramt auf ihrem Twitter-Account, dass sich eine Schwefeldioxid- und Aschewolke nach Osten über den Rest des Kanarischen Archipels in Richtung der iberischen Halbinsel und das Mittelmeer bewegt. Da die Konzentration äußerst gering ist, bestehe keine Gesundheitsgefahr.

Seit Sonntag wütet der Vulkan Cumbre Vieja seit erstmals 50 Jahren auf der kanarischen Insel La Palma: Er spuckt Asche und Lava, die mittlerweile aus mehreren Stellen aus dem Boden fließt und sich nun unaufhaltsam ihren Weg zum Meer bahnt. Der Vulkanausbruch auf La Palma kündigte sich rund eine Woche im Voraus durch vermehrte Erdbeben und eine Verformung der Erdoberfläche der Kanaren-Insel an, bis der Boden dem Druck nicht mehr standhielt. An mindestens neun Öffnungen strömt aktuell Lava aus dem Boden.

Weiterer Verlauf noch unklar

Eine präzise Prognose über den weiteren Verlauf des Vulkanausbruchs auf La Palma sei laut Experten bisher noch nicht möglich. Die Oberfläche der Insel verformt sich noch immer, was als Zeichen für nach wie vor hohen Druck unter den Ausbruchsstellen gewertet wird, was wiederum für noch große vorhandene Magma-Reserven spricht. Derzeit bewegt sich die Lava-Walze mit 120 Metern pro Stunde Richtung Meer und zerstört dabei alles, was sich ihr in den Weg stellt.

Experten erwarten einen kritischen Moment beim Zusammentreffen von dem über 1.000 Grad heißen Gestein mit dem kalten Atlantik-Wasser. Die Lava wird das Wasser aller Voraussicht nach blitzartig verdampfen lassen, wobei es zu explosionsartigen Reaktionen kommen kann, bei denen unter anderem giftige Gase entstehen können.

„Wir haben eine Notlage beim Wohnraum!“

Knapp 200 Häuser und 300 Höfe wurden bisher unter der glühenden Schicht begraben. Rund 6.500 Menschen mussten evakuiert werden und ihre Häuser verlassen – manche sogar für immer.  Viele hatten bei der Evakuierung nur wenig Zeit und können jetzt nur noch mit Sicherheitsabstand dabei zusehen, wie ihr Hab und Gut vernichtet wird.

„Die meisten kommen bei Verwandten unter, andere schlafen in Sporthallen. Doch das kann nur eine Zwischenlösung sein“, sagt der Präsident der Kanarischen Inseln Ángel Victor Torres. „Wir haben eine Notlage beim Wohnraum. Diese Lage wird lange andauern, deshalb müssen wir jetzt gemeinsam mit betroffenen Gemeinden und der Regierung eine Lösung finden.“

Das Ende des Vulkanausbruchs ist schwer vorherzusagen

Experten rechnen mit mehr als 1.000 zerstörten Privathäusern bis Ende des Vulkanausbruchs. Wann genau das sein wird, ist noch immer unklar. Dennoch haben Experten des Vulkanologischen Instituts der Kanarischen Inseln Involcan nun zumindest eine Prognose auf Basis der bisherigen Vulkanausbrüche auf den Kanarischen Inseln berechnet. Demnach dauern diese zwischen neun Tagen und fünf Monaten. „Es wäre demzufolge akzeptabel anzunehmen, dass wir uns im Bereich einer Dauer zwischen 24 und 84 Tagen bewegen.“ Dennoch sei es „keine einfach zu beantwortende Frage“.

Was Reisende jetzt wissen müssen

Der Vulkan ist in Monaña Rajada in der Gemeinde El Paso ausgebrochen. Menschen aus Alcalá, El Paraíso, und verschiedenen Stadtteilen der Gemeinden El Paso, Fuencaliente, Mazo, Tazacorte sowie Los Llanos de Ariadne wurden in Sicherheit gebracht.

Auch Touristen sind von dem Vulkanausbruch und Evakuierungen betroffen und mussten ihre Hotels verlassen. Der Flugverkehr hingegen wird weiter aufrecht erhalten, wie der Flughafenbetreiber Aena auf Twitter mitteilte. Lediglich einzelne Flüge wurden aufgrund von Aschewolken abgesagt. Die Lage werde laut Aena außerdem fortwährend beobachtet. Eine Reisewarnung für die Kanarischen Inseln wurde vonseiten des Auswärtigen Amtes bislang nicht ausgesprochen. Allerdings wird von nicht notwendigen Reisen nach La Palma derzeit abgeraten.

Wer seine Reise also lieber verschieben oder doch ganz stornieren möchte, muss sich mit den Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern in Verbindung setzen. Es kommt zudem darauf an, in welchem Gebiet der Urlaub geplant ist. Wer die Urlaubsunterkunft in unmittelbarer Nähe des Vulkanausbruchs gebucht hat, hat laut Reiseanwalt Paul Degott gute Karten, Pauschalreisen kostenlos zu stornieren.

„Bei einer Pauschalreise muss der Veranstalter dann den Preis zurückzahlen“, erklärt er dem Online-Portal Reisereporter. Voraussetzungen hierfür seien direkte Beeinträchtigungen wie Ascheregen oder Evakuierungen. Für Reisen, deren Zielort nicht in unmittelbarer Nähe zum Geschehen des Vulkanausbruchs liegt, seien die Bedingungen für eine Stornierung unklar und am besten direkt mit dem Reiseveranstalter zu klären.

Quellen: El País,Teneriffa News, Tagesschau, RP Online, DW, Merkur, Mallorca Zeitung.

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